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MÄRKTE USA/Nach Rekorden verhalten - Anleiherenditen kräftig hoch

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Nach neuen Rekorden gleich zu Handelsbeginn hat die Wall Street am Dienstag etwas an Dampf verloren. Dow-Jones-Index, S&P-500 und Nasdaq-Composite markierten zu Start neue Allzeithochs. Doch in den bislang nie gesehenen Höhen ist die Luft sehr dünn und die Indizes kamen von den Tageshochs zurück. Der Nasdaq-Composite drehte sogar ins Minus.

Gesucht waren die potenziellen Profiteure einer wirtschaftlichen Erholung nach der Pandemie wie etwa die Aktien der Kreuzfahrtbranche Royal Caribbean (+9,7 Prozent) oder Carnival (+9,1 Prozent). Dagegen standen die Technologiewerte als Nutznießer der pandemiebedingten Beschränkungen auf den Verkaufslisten.

Der Dow-Jones-Index gewann 0,2 Prozent auf 31.522 Punkte. Der S&P-500 verlor 0,1 Prozent, der Nasdaq-Composite gab 0,3 Prozent ab. An der Nyse gab es nach ersten Angaben 1.539 (Freitag: 1.734) Kursgewinner, 1.727 (1.518) Kursverlierer und 58 (67) unveränderte Titel.

Übergeordnet stützten weiterhin die Aussichten auf zusätzliche fiskalische Stimulierungsmaßnahmen und die anhaltende Hilfe durch die Zentralbanken. Die Demokraten im Repräsentantenhaus wollen noch in dieser Woche eine legislative Vorlage von US-Präsident Joe Bidens Stimuluspaket in Höhe von 1,9 Billionen Dollar anfertigen.

Auch die Einführung weiterer Impfstoffe, der Rückgang der Covid-19-Infektionszahlen in vielen Ländern und die fortschreitenden Impfungen stärkten das Vertrauen in eine baldige Überwindung der Coronavirus-Pandemie.

Hinzu kamen starke Daten vom Empire State Manufacturing Index, der im Februar auf ein Siebenmonatshoch gestiegen ist.


Bremser Anleiherenditen

Dabei zeigte sich der Anleihemarkt tendenziell als bremsender Faktor. Die seit geraumer Zeit steigenden Renditen schaffen Konkurrenz zur Assetklasse Aktien. Zudem erhöhen sie die Verschuldungskosten von Unternehmen. Die Treasurys geraten vor allem auch wegen der höheren Inflationserwartungen unter Druck, die wiederum von den steigenden Staatsausgaben angefacht werden. Am Dienstag machten die Zehnjahresrenditen den höchsten Tagessprung seit November. Allerdings sagten Teilnehmer, sofern hinter den steigenden Renditen höhere Wachstumsannahmen steckten, sei die Gefahr für den Aktienmarkt noch gering.


Energiewerte mit US-Kältewelle im Blick

Besonders die Energiewerte standen mit der Kältewelle in Texas im Blickpunkt. "Diese arktischen Temperaturen erhöhen die Nachfrage nach Öl und Heizung. Das ist eindeutig etwas, das man beobachten muss", sagte Carsten Brzeski, globaler Leiter des Makro-Research der ING Groep. Die Aktien des texanischen Energieunternehmens Occidental Petroleum erhöhten sich um 4,2 Prozent. Der Energie-Sektor führte im S&P-500 die Gewinnerliste mit einem Plus von 2,3 Prozent mit an.

Auch die US-Berichtssaison blieb weiter im Fokus. "Die bislang vorgelegten Ergebnisse haben überwiegend deutlich über den Erwartungen gelegen", sagte Charles Hepworth, Investment-Director bei GAM Investments.

Die Aktie von CVS Health fiel um 5 Prozent. Umsatz und Nettogewinn für das vierte Quartal haben die Erwartungen des Marktes übertroffen. Allerdings war beim Gewinn ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahr zu verkraften.

Der Pharmakonzern Johnson & Johnson hat die Zulassung seines Corona-Impfstoffs in der Europäischen Union (EU) beantragt. Die Aktie tendierte 0,8 Prozent leichter.

Borgwarner erhöhten sich um 4,3 Prozent. Der US-Autozulieferer übernimmt den deutschen Fahrzeug-Batteriehersteller Akasol.

Palantir Technologies sausten 12,8 Prozent abwärts. Das Datenmanagement- und Software-Unternehmen hat überraschend im vierten Quartal einen Verlust eingefahren, ungeachtet eines 40-prozentigen Anstiegs beim Umsatz.

Die Aktie der Kaffehauskette Starbucks gewann 0,8 Prozent. Der chinesische Wettbewerber Luckin Coffee musste Insolvenz nach Chapter 15 anmelden.


Bitcoin steigt erstmals über 50.000 Dollar

Die Rekordjagd der Kryptowährung Bitcoin setzte sich fort. Am Dienstag wurde erstmals die Marke von 50.000 Dollar geknackt. Bei 50.645 Dollar wurde ein Allzeithoch markiert, gegenwärtig notiert sie wieder unter der magischen Marke. Seit Jahresbeginn steht für die Kryptowährung ein Plus von mehr als 70 Prozent zu Buche. Händler verwiesen zur Begründung auf die zunehmende Akzeptanz des Bitcoin.

Der Euro büßte im Verlauf seine Tagesgewinne ein und drehte nach unten ab. Teilnehmer begründeten dies mit der Dollar-Stärke im Gefolge des Empire State Index. Der Dollar-Index gewann 0,2 Prozent.

Unterschiedlich stark legten die Ölpreise zu. Für die US-Sorte WTI ging es deutlicher nach oben. Das eisige Wetter in den USA erhöhe die Nachfrage, hieß es. Gleichzeitig könnten die niedrigen Temperaturen die Ölproduktion in Texas behindern. Der Kälteeinbruch trägt dazu bei, die monatelange Erholung fortzusetzen, die durch die Produktionskürzungen der OPEC und ihrer Partner, allen voran Russland, angetrieben wurde, so ein Beobachter.

Gold war in dem aktuellen Umfeld nicht gefragt, als zinslose Anlageklasse litt es vor allem auch unter den steigenden Renditen.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 31.522,02 0,20 63,62 2,99
S&P-500 3.932,51 -0,06 -2,32 4,70
Nasdaq-Comp. 14.047,50 -0,34 -47,98 8,99
Nasdaq-100 13.773,77 -0,25 -33,93 6,87

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,12 1,2 0,11 0,0
5 Jahre 0,56 7,2 0,49 19,7
7 Jahre 0,93 8,2 0,85 28,1
10 Jahre 1,29 8,2 1,21 37,3
30 Jahre 2,08 6,8 2,01 43,3

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:05 Uhr Mo, 17:41 % YTD
EUR/USD 1,2111 -0,14% 1,2140 1,2130 -0,8%
EUR/JPY 128,32 +0,42% 128,13 127,80 +1,8%
EUR/CHF 1,0805 +0,08% 1,0793 1,0798 -0,0%
EUR/GBP 0,8708 -0,13% 0,8713 0,8720 -2,5%
USD/JPY 105,94 +0,56% 105,54 105,36 +2,6%
GBP/USD 1,3910 +0,01% 1,3933 1,3911 +1,8%
USD/CNH (Offshore) 6,4255 +0,29% 6,4094 6,4049 -1,2%
Bitcoin
BTC/USD 48.744,75 +0,98% 49.046,25 48.439,75 +67,8%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 60,18 60,12 +1,2% 0,71 +23,8%
Brent/ICE 63,45 63,30 +0,2% 0,15 +22,7%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.795,26 1.818,88 -1,3% -23,62 -5,4%
Silber (Spot) 27,23 27,73 -1,8% -0,50 +3,2%
Platin (Spot) 1.265,33 1.306,00 -3,1% -40,68 +18,2%
Kupfer-Future 3,84 3,83 +1,3% +0,05 +9,0%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/raz

END) Dow Jones Newswires

February 16, 2021 16:08 ET ( 21:08 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.
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