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MÄRKTE USA/Neue Corona-Rekordzahlen dürften Börsen bremsen

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Für den Start am Mittwoch zeichnen sich an der Wall Street wenig veränderte Kurse ab. Die Corona-Pandemie habe die Aktienmärkte fest im Griff, sagen Händler. In den USA hat die Zahl der Neuinfektionen am Dienstag die Rekordhöhe von 60.000 erreicht. In dieser Situation bereite der Rückzug der USA aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Anlegern zusätzlich Sorgen. Zudem haben sich Vertreter der US-Notenbank erneut besorgt über die Gefahren der Pandemie für Finanzsystem und Wirtschaft geäußert.

Die Spannungen zwischen China und den USA rücken ebenfalls wieder in den Fokus. Einem Medienbericht zufolge könnten die USA im Streit um das Sicherheitsgesetz für Hongkong versuchen, Banken in der Sonderverwaltungszone zu bestrafen, indem sie die Kopplung des Hongkong-Dollar an den US-Dollar unterminieren. Das würde Hongkong noch weiter destabilisieren und negative Währungseffekte auf die Unternehmensgewinne verstärken, meint Jasper Lawler von London Capital Group.

Weiter niedrige Zinsen dürften den Druck auf die Aktienmärkte jedoch in Grenzen halten, erwartet ein anderer Marktbeobachter. Er halte den Aktienmarkt für relativ immun gegen die Corona-Krise, sagt Gregory Perdon, Co-Chief Investment Officer bei Arbuthnot Latham & Co. Da die US-Notenbank und die Europäische Zentralbank die Anleiherenditen auf niedrigem Niveau regelrecht festgenagelt hätten, könnten die Aktienkurse kaum fallen. Das größte Risiko für die Börsen besteht nach Ansicht Perdons in einer steigenden Arbeitslosigkeit. Denn diese würde den privaten Konsum beeinträchtigen und damit auch die Ertragslage der Unternehmen.


Versicherer mit Allstate-Zukauf im Fokus

Im Fokus stehen die Versicherer mit der Übernahme von National General Holdings durch Allstate für 4 Milliarden Dollar in bar. Die Aktionäre der National General Holdings Corp erhalten insgesamt 34,50 Dollar je Aktie. Insgesamt entspricht das einer Prämie von 69 Prozent auf den zuletzt gehandelten Kurs der Aktie. Die Allstate-Aktie sinkt vorbörslich um 2,6 Prozent. National General schießen um 65 Prozent nach oben auf 33,70 Dollar, nachdem sie am Dienstag mit 20,41 Dollar aus dem Handel gegangen waren.

Die Analysten von Wells Fargo kritisieren, dass Allstate die Übernahme zu einem großen Teil mit vorhandenem Kapital finanziert, das nach Meinung der Bank besser für Aktienrückkäufe verwendet worden wäre. Auch Evercore ISI bemängelt, dass der Versicherer nunmehr weniger Spielraum für Dividendenzahlungen oder den Rückkauf von Aktien habe.

Gut kommen die vorläufigen Zweitquartalszahlen von Alcoa an. Die Aktie des Aluminiumkonzerns springt vorbörslich um 5 Prozent nach oben.

Walgreens Boots Alliance werden 2,3 Prozent höher gestellt. Die Apotheken- und Drogeriekette erwirbt eine 30-Prozent-Beteiligung an VillageMD. Ziel sei es, 700 VillageMD-Praxen zur medizinischen Grundversorgung in Walgreens-Filialen zu eröffnen, so das Unternehmen.

Apple gewinnen 0,8 Prozent auf 372,69 Dollar, nachdem die Deutsche Bank das Kursziel für die Aktie auf 400 Dollar erhöht hat.


Risikoaversion befeuert Goldpreis - Feinunze erstmals seit 2011 über 1.800 USD

Die Risikoscheu der Anleger begünstigt weiter den US-Dollar. Der Dollar-Index tendiert behauptet.

Der Goldpreis überwindet erstmals seit fast neun Jahren die Marke von 1.800 Dollar. Aktuell legt die Feinunze um 0,4 Prozent zu auf 1.802 Dollar. Auftrieb erhalte Gold durch einen Anstieg der Risikoaversion wegen weiter steigender Corona-Infektionszahlen, sagt die Commerzbank. Während die Rally an den Aktienmärkten ausgebremst worden sei, verzeichneten Gold-ETFs weiter rege Zuflüsse. Die üppige Liquidität und die Negativ-Zinsen in vielen Ländern machen Gold für Anleger ebenfalls attraktiv.

Am Anleihemarkt kommt es nach dem Anstieg der Notierungen vom Vortag dagegen nun zu Gewinnmitnahmen. Die Zehnjahresrendite steigt um gut 1 Basispunkt auf 0,66 Prozent. Ansonsten warten die Anleger auf die Auktion zehnjähriger Notes im Volumen von 29 Milliarden Dollar im späteren Verlauf.

Die Ölpreise zeigen sich etwas fester, nachdem am späten Vorabend ein US-Branchenverband einen Anstieg der Rohöllagerbestände in den USA für die zurückliegende Woche um 2,0 Millionen Barrel gemeldet hatte. Zugleich verringerten sich aber die Benzinbestände weiter um 1,8 Millionen Barrel. Nun warten die Akteure gespannt auf die offiziellen Daten der staatlichen Energy Information Agency. Der Preis für ein Barrel Leichtöl der US-Sorte WTI steigt um 0,2 Prozent auf 40,71 Dollar. Brentöl verteuert sich um 0,4 Prozent auf 43,24 Dollar.



US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,16 0,4 0,16 -104,2
5 Jahre 0,29 0,8 0,29 -163,0
7 Jahre 0,49 1,0 0,48 -175,6
10 Jahre 0,66 1,2 0,64 -178,8
30 Jahre 1,39 1,6 1,37 -167,7

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:57 h Di, 17:20 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1290 +0,13% 1,1274 1,1296 +0,7%
EUR/JPY 121,41 +0,10% 121,26 121,46 -0,4%
EUR/CHF 1,0627 -0,02% 1,0627 1,0631 -2,1%
EUR/GBP 0,8994 +0,11% 0,8986 0,8971 +6,3%
USD/JPY 107,55 -0,01% 107,55 107,53 -1,1%
GBP/USD 1,2552 +0,01% 1,2546 1,2591 -5,3%
USD/CNH (Offshore) 7,0164 -0,12% 7,0190 7,0137 +0,7%
Bitcoin
BTC/USD 9.292,51 +0,53% 9.259,76 9.255,51 +28,9%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 40,71 40,62 +0,2% 0,09 -30,2%
Brent/ICE 43,24 43,08 +0,4% 0,16 -30,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.802,50 1.795,40 +0,4% +7,10 +18,8%
Silber (Spot) 18,42 18,33 +0,5% +0,10 +3,2%
Platin (Spot) 843,68 845,50 -0,2% -1,83 -12,6%
Kupfer-Future 2,79 2,79 +0,1% +0,00 -0,8%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln/err

END) Dow Jones Newswires

July 08, 2020 08:45 ET ( 12:45 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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S&P 500 I 3.296,00 +0,58%
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