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MÄRKTE USA/Neue Hoffnung im Handelsstreit stützt - Boeing bremst Dow

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Spekulationen auf Fortschritte bei der Beilegung des Handelsstreits China-USA verhelfen der Wall Street am Donnerstag zu einem leicht positiven Handelsauftakt. Der Dow-Jones-Index wird allerdings von der schwergewichteten Boeing-Aktie gebremst, nachdem neue Probleme beim Flugzeugtyp 737 Max bekanntgeworden sind. Kurz nach der Startglocke notiert der Dow kaum verändert bei 26.523 Punkten. Der S&P-500 steigt um 0,3 Prozent und der Nasdaq-Composite um 0,4 Prozent.

Anleger setzen darauf, dass US-Präsident Donald Trump und sein chinesischer Gegenpart Xi Jinping während des G20-Gipfels am Wochenende ihren Konflikt beilegen werden. Schon am Mittwoch hatte US-Finanzminister Steven Mnuchin gesagt, dass eine Einigung zu 90 Prozent feststehe.

Am Donnerstag wurde allerdings bekannt, dass Xi dem US-Präsidenten bei dem für Samstag geplanten Treffen eine Liste von Bedingungen vorlegen wolle, die die USA erfüllen sollten, ehe Peking einer Einigung zustimme. Eine Forderung lautet, die über chinesische Unternehmen wie Huawei verhängten Sanktionen aufzuheben.

Analysten warnen, dass es die beiden Gesprächspartner möglicherweise gar nicht so eilig hätten, den Streit beizulegen. Viele Beobachter glauben allerdings, dass wenigstens die Verhandlungen wieder aufgenommen werden.

Der US-Aktienmarkt habe sich in den vergangenen Tagen wieder seinen Rekordniveaus angenähert und die US-Wirtschaft verzeichne noch immer ein solides Wachstum, so Marktstrategin Esty Dwek von Natixis. Für Präsident Trump wären die Kosten einer Nicht-Einigung daher überschaubar. Rückhalt gebe dem Präsidenten außerdem die "taubenhafte" US-Notenbank. Und nicht zuletzt könnte Trump politisch davon profitieren, wenn er Härte gegen China demonstriere.

Xi wiederum könne sich unmöglich auf eine Lösung einlassen, bei der China einseitig Zugeständnisse mache. Dagegen könne es sich der chinesische Präsident sehr wohl leisten, geduldig abzuwarten und der heimischen Wirtschaft mit zusätzlichen Fördermaßnahmen unter die Arme zu greifen, gibt die Natixis-Strategin zu bedenken.

Konjunkturdaten spielen derweil nur eine untergeordnete Rolle. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stieg in der vergangenen Woche stärker als erwartet, verharrte aber auf niedrigem Niveau. Die dritte Veröffentlichung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) des ersten Quartals brachte keine Überraschung. Das BIP stieg wie in der zweiten Lesung um 3,1 Prozent und traf damit exakt die Konsensschätzung der Ökonomen.



Forderungen aus China bremsen Dollar - Ölmarkt stagniert nach Höhenflug


Der Dollar, der am Morgen von der Hoffnung auf eine Beilegung des Handelsstreits gestützt worden ist, kommt mit dem Bericht über die chinesischen Forderungen zurück. Der Euro steigt im Gegenzug auf rund 1,1370 Dollar. Im Tagestief hatte die Gemeinschaftswährung knapp 1,1350 Dollar gekostet.

Der Höhenflug der Ölpreise findet ein vorläufiges Ende. Sie hatten am Mittwoch kräftig zugelegt, nachdem das US-Energieministerium einen überraschend kräftigen Abbau der US-Ölvorräte gemeldet hatte. Der Preis für ein Barrel US-Leichtöl der Sorte WTI notiert 0,2 Prozent höher bei 59,47 Dollar. Brentöl ermäßigt sich um 0,1 Prozent auf 66,41 Dollar.

Der Goldpreis gibt um 0,4 Prozent nach auf 1.402 Dollar. Er hatte am Dienstag knapp unter 1.440 Dollar den höchsten Stand seit sechs Jahren erreicht. Schwindende Zinssenkungsspekulationen und die wieder erwachte Risikofreude der Anleger haben das Interesse der Anleger an dem als "sicherer Hafen" in Krisenzeiten beliebten Edelmetall jedoch gedämpft und den Preis zurückkommen lassen.

Am Anleihemarkt kommen die Renditen nach der kräftigen Erholung des Vortages leicht zurück. Die Zehnjahresrendite sinkt um einen Basispunkt auf 2,04 Prozent.



Neue Probleme mit 737 Max belasten Boeing


Unter den Einzelwerten werden Boeing von neuen schlechten Nachrichten zum Problemflugzeug 737 Max belastet. Bei dem Modell soll ein neuer Softwarefehler gefunden worden sein. Die Aktie gibt um 2,9 Prozent nach und bremst wegen ihres hohen Gewichts im Index auch den Dow Jones.

Positiv werden dagegen die am Morgen New Yorker Zeit vorgelegten Geschäftszahlen der Drogerie- und Apothekenkette Walgreens aufgenommen. Für die Aktie geht es um 4,1 Prozent nach oben.

Chipwerte, die am Vortag von den überraschend guten Zahlen des Branchenunternehmens Micron profitiert hatten, sind erneut gesucht. Wedbush hat die Beobachtung von AMD und Nvidia mit "Outperform" aufgenommen. AMD steigen um 1,3 Prozent und Nvidia um 1,7 Prozent.

Facebook rücken um 0,9 Prozent auf 189,50 Dollar vor. Die Deutsche Bank hat das Kursziel auf 230 von 220 Dollar angehoben und rät zum Kauf der Aktie. H.B. Fuller verlieren 2,4 Prozent, nachdem die Zweitquartalszahlen des Klebstoffherstellers enttäuscht haben.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 26.523,40 -0,05 -13,42 13,70
S&P-500 2.923,09 0,32 9,31 16,60
Nasdaq-Comp. 7.945,85 0,45 35,88 19,75
Nasdaq-100 7.656,69 0,39 29,64 20,96

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,76 0,0 1,76 55,8
5 Jahre 1,79 -0,9 1,80 -13,7
7 Jahre 1,91 -0,5 1,92 -33,6
10 Jahre 2,04 -1,0 2,05 -40,6
30 Jahre 2,56 -0,8 2,57 -50,6

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:49 Mi, 17.15 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1362 -0,10% 1,1356 1,1376 -0,9%
EUR/JPY 122,58 +0,02% 122,78 122,43 -2,5%
EUR/CHF 1,1109 -0,10% 1,1137 1,1105 -1,3%
EUR/GBP 0,8951 -0,10% 0,8958 0,8971 -0,5%
USD/JPY 107,88 +0,12% 108,12 107,62 -1,6%
GBP/USD 1,2693 +0,00% 1,2677 1,2682 -0,6%
Bitcoin
BTC/USD 11.801,75 -2,21% 12.207,00 12.854,25 +217,3%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 59,47 59,38 +0,2% 0,09 +24,9%
Brent/ICE 66,41 66,49 -0,1% -0,08 +20,4%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.402,24 1.407,40 -0,4% -5,16 +9,3%
Silber (Spot) 15,17 15,26 -0,6% -0,09 -2,1%
Platin (Spot) 814,23 815,00 -0,1% -0,77 +2,2%
Kupfer-Future 2,70 2,71 -0,4% -0,01 +2,4%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln/flf

END) Dow Jones Newswires

June 27, 2019 09:54 ET ( 13:54 GMT)

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