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MÄRKTE USA/Rekordjagd setzt sich nach Arbeitsmarktdaten fort

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Mit leichten Gewinnen zeigt sich die Wall Street zum Wochenausklang und setzt damit ihre jüngste Rekordjagd fort. Der S&P-500 und der Nasdaq-Composite markierten kurz nach der Eröffnung neue Allzeithochs. Der mit Spannung erwartete US-Arbeitsmarktbericht deckte sich in etwa mit den Erwartungen. Auch die andauernde Hoffnung auf ein US-Konjunkturprogramm stützt.

Am Mittag (Ortszeit) geht es für den Dow-Jones-Index um 0,4 Prozent auf 31.164 Punkte aufwärts, der S&P-500 und der Nasdaq-Composite gewinnen ebenfalls jeweils 0,4 Prozent.

Im Januar wurden 49.000 Arbeitsplätze geschaffen, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Volkswirte hatten im Konsens 50.000 erwartet. Gleichwohl gab es vereinzelt auch deutlich höhere Annahmen, nachdem am Mittwoch der ADP-Arbeitsmarktbericht und am Donnerstag die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe positiv überrascht hatten. Die Arbeitslosenquote ging im Januar überraschend auf 6,3 Prozent zurück. Hier war ein zum Dezember unveränderter Stand von 6,7 Prozent erwartet worden. Insgesamt lieferten die Daten ein schlagkräftiges Argument für weitere Wirtschaftsstimuli, heißt es von Beobachtern mit Blick auf das innenpolitische Gerangel um ein neues Corona-Hilfspaket in den USA.

Neben den Arbeitsmarktdaten wurde die Handelsbilanz aus dem Dezember vorgelegt. Demnach verringerte sich das Defizit im letzten Monat des vergangenen Jahres auf 66,61 Milliarden Dollar. Prognostiziert wurde ein Rückgang auf 65,7 Milliarden Dollar, nachdem das Defizit im November 68,14 Milliarden Dollar betragen hatte.


Dollar gibt nach "Payrolls" nach

Der Dollar gibt in Reaktion auf die Daten nach. Der Dollar-Index fällt um 0,5 Prozent. Der Euro erobert die Marke von 1,20 Dollar zurück. Die Experten der Commerzbank glauben, dass der Dollar zunächst wohl die Oberhand behalten wird. Dabei sei noch unklar, ob der am Nachmittag anstehende US-Arbeitsmarktbericht für Januar dazu beitragen werde. Allerdings sei inzwischen jedem klar, dass die aktuelle Euro-Korrektur nur sehr wenig mit der jeweils aktuellen wirtschaftlichen Lage zu tun habe. Grund sei die Hoffnung auf einen stimulus- und impfungsgetriebenen Wachstumsboom in den USA, während das Impfchaos in der EU eine Normalisierung der Wirtschaftsaktivität deutlich verzögern dürfte.

Am Anleihemarkt fallen die Notierungen etwas. Die Zehnjahresrendite steigt um 0,5 Basispunkt auf 1,15 Prozent.

Die Ölpreise profitieren erneut von der Hoffnung auf eine wieder steigende Nachfrage und von den Förderkürzungen der Opec+-Länder. Rückenwind kommt auch vom etwas schwächeren Dollar. Das Barrel Rohöl der US-Sorte WTI verteuert sich um 1,4 Prozent auf 57,04 Dollar. Der Brentpreis steigt um 1,3 Prozent auf 59,61 Dollar.

Gold erholt sich derweil etwas vom Rücksetzer der vergangenen Tage. Der Preis für eine Feinunze steigt um 0,9 Prozent auf 1.810 Dollar.


T-Mobile enttäuscht mit Warnung vor Sonderbelastung

Die stark beachteten Arbeitsmarktdaten lassen fast vergessen, dass nebenbei die Bilanzsaison weitergeht. Auch am Freitag muss eine Flut von Quartalsausweisen verarbeitet werden. Unter anderem haben am Donnerstag nach Börsenschluss T-Mobile US, Ford und News Corp Zahlen vorgelegt.

Die Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile hat im Schlussquartal 2020 zwar überraschend viele Kunden hinzugewonnen, aber auch vor Kosten in Milliardenhöhe gewarnt, die im Zusammenhang mit der Sprint-Übernahme auf den Konzern zukommen dürften. Die Aktie zeigt sich 3,5 Prozent schwächer.

Deutlich besser kommen die Geschäftszahlen von News Corp an, deren Kurs um 6,5 Prozent nach oben springt. Das Unternehmen verdreifachte in seinem zweiten Geschäftsquartal den Gewinn nahezu dank hoher Zuwächse im Buchverlagsgeschäft. Eine wichtige Stütze war auch Dow Jones & Co, zu der unter anderem das Wall Street Journal und diese Nachrichtenagentur gehören.

Ford (+1,9 Prozent) überraschte mit einem Quartalsgewinn und einem besseren Ausblick. Für das Papier des Videospieleentwicklers Activision Blizzard mit dem Bestseller "Call of Duty" geht es nach einem starken vierten Quartal um 9,4 Prozent nach oben.

Snap tendieren 4.2 Prozent fester. Das Technologie- und Social-Media-Unternehmen hatte für sein erstes Quartal einen operativen Verlust angekündigt, der allerdings geringer als im Vorjahr ausfiel.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 31.164,10 0,35 108,24 1,82
S&P-500 3.887,08 0,40 15,34 3,49
Nasdaq-Comp. 13.828,11 0,37 50,36 7,29
Nasdaq-100 13.582,50 0,16 21,61 5,39

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,10 -2,4 0,12 -2,0
5 Jahre 0,46 -0,9 0,47 9,7
7 Jahre 0,81 -0,5 0,82 16,3
10 Jahre 1,15 0,5 1,15 23,3
30 Jahre 1,95 0,7 1,94 29,9

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:41 Uhr Do, 17:25 Uhr % YTD
EUR/USD 1,2037 +0,61% 1,1966 1,1977 -1,5%
EUR/JPY 126,92 +0,54% 126,23 126,27 +0,7%
EUR/CHF 1,0828 +0,09% 1,0812 1,0817 +0,2%
EUR/GBP 0,8768 +0,15% 0,8747 0,8765 -1,8%
USD/JPY 105,45 -0,08% 105,50 105,44 +2,1%
GBP/USD 1,3729 +0,44% 1,3680 1,3660 +0,5%
USD/CNH (Offshore) 6,4611 -0,21% 6,4789 6,4728 -0,6%
Bitcoin
BTC/USD 37.893,00 +1,59% 37.582,00 36.726,25 +30,4%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 57,04 56,23 +1,4% 0,81 +17,3%
Brent/ICE 59,61 58,84 +1,3% 0,77 +15,2%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.810,49 1.794,00 +0,9% +16,49 -4,6%
Silber (Spot) 26,94 26,38 +2,1% +0,57 +2,1%
Platin (Spot) 1.125,35 1.101,48 +2,2% +23,88 +5,1%
Kupfer-Future 3,59 3,55 +1,2% +0,04 +2,2%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/cln

END) Dow Jones Newswires

February 05, 2021 11:59 ET ( 16:59 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.
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PKT +13,58
Activision Blizzard 80,64 -0,57%
EUR -0,46
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Bitcoin / US Dollar 61.850,3150 -0,04%
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EUR -2,86
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