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MÄRKTE USA/Rezessionsangst drückt Aktien - DJIA verliert 3%

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Die Euphorie des Vortages nach der Entspannung im US-chinesischen Handelsstreit hat sich am Mittwoch an der Wall Street in Luft aufgelöst. Mit den Indizes ging es kräftig abwärts. Der Dow-Jones-Index verlor 3 Prozent auf 25.479 Punkte, der S&P-500 gab 2,9 Prozent ab und der Nasdaq-Composite 3 Prozent. Auf nur 493 Kursgewinner kamen 2.511 -verlierer. Unverändert schlossen 44 Titel.

Am Dienstag waren die Indizes steil nach oben gelaufen, weil die USA die neuen Strafzölle auf chinesische Importe verschoben hatten. Doch Anleger sehen sich nach wie vor von einem Wall politischer und wirtschaftlicher Probleme umzingelt.

Schwache chinesische Konjunkturdaten belegten, dass der Handelsstreit seine Spuren hinterlässt, und in Deutschland ist die Wirtschaft im zweiten Quartal geschrumpft. In den USA sei die Gefahr einer Rezession aber sehr gering, meinte Vermögensverwalter Geoff Yu von UBS Wealth Management. Die Anleger könnten noch Hoffnung hegen, müssten sich aber auch auf Schlimmeres vorbereiten.



Flucht in Sicherheit


Zumindest ein Signal Richtung Rezession wurde bereits gefunkt: Die Zweijahresrendite lag vorübergehend über der der Zehnjährigen - erstmals seit 2007. Diese sogenannten "inverse" Zinsstruktur ist eine ungewöhnliche Konstellation und wird von manchen Marktteilnehmerin als mögliches Anzeichen einer nahenden Rezession gesehen. Im übrigen sackten die Renditen quer durch die Laufzeiten ab. Die dreißigjährigen Papiere rentierten so tief wie nie zuvor. Die Rendite der zehnjährigen Papiere fiel um 11,5 Basispunkte auf 1,59 Prozent, die der zweijährigen um 9,4 Basispunkte auf 1,58 Prozent. Treasurys mit einer Laufzeit von dreißig Jahren rentierten mit 2,03 Prozent und damit 13,3 Basispunkte tiefer als am Dienstag.

Auch sonst war an den Märkten erneut Sicherheit Trumpf. Die Vortagesverluste der Fluchtwährung Yen wurden bereits wieder aufgeholt. Im späten US-Handel stand der Dollar bei rund 106 Yen nach einem Hoch von knapp 107 am Dienstag. Auch der Euro kam zurück. Er notierte bei etwa 1,1140 Dollar, im Tageshoch waren es 1,1191.

Gold war angesichts des Umfelds gefragt. Niedrige Zinsen und politische wie wirtschaftliche Unsicherheiten lassen das Edelmetall derzeit glänzen. Die Feinunze stieg um 0,9 Prozent auf 1.515 Dollar. Am Vortag war sie bis auf 1.535 Dollar gestiegen, bevor sie wegen der neuen Meldungen im Handelsstreit bis auf 1.480 Dollar abstürzte.

Dagegen litt der Ölpreis unter den verschärften Konjunktursorgen. Eine lahmende Wirtschaft benötigt weniger von dem Schmierstoff. Aktuelle Daten des US-Energieministeriums schienen das zu bestätigen: Die Ölvorräte der USA sind in der vergangenen Woche überraschend gestiegen. Die US-Sorte WTI verbilligte sich um 3,3 Prozent auf 55,23 Dollar je Barrel, die global gehandelte Sorte Brent verlor 3 Prozent auf 59,48 Dollar.

Am Aktienmarkt standen Viacom und CBS im Blick. Die Medienkonzerne wollen fusionieren. Das neue Unternehmen wäre mit einem Umsatz von mehr als 28 Milliarden Dollar einer der größten Medienkonzerne weltweit, der Marken wie MTV, Comedy Central, Showtime und Paramount Pictures unter einem Dach vereint. CBS fielen um 8,3 Prozent, Viacom verloren 8,6 Prozent.

Der Kurs von Macy's stürzte um 13,2 Prozent ab. Die Zahlen der Kaufhauskette wurden als herbe Enttäuschung bezeichnet und zogen auch andere Textileinzelhändler nach unten. Kohl's fielen um 11 Prozent und Nordstrom um 10,7 Prozent. Die Aktie von J.C. Penney, deren Quartalsausweis für Donnerstag angekündigt ist, verlor 4,9 Prozent.

Deutlich besser als andere Einzelhändler hielten sich Walmart mit einem Minus von nur 1,1 Prozent. Hier dürfte eine Analystenstudie vom Vortag erneut gestützt haben. Analyst Chuck Grom von Gordon Haskett empfahl Anlegern, die Walmart-Aktie zu kaufen, bevor der Konzern am Donnerstag Zahlen vorlegt. Grom glaubt, dass Walmart aufgrund seiner Größe die Folgen des Handelsstreits und etwaige Kürzungen bei der staatlichen Ausgabe von Lebensmittelmarken an Bedürftige in den USA gut verkraften kann.

Dow-Schwergewicht Boeing litt erneut unter den enttäuschenden Absatzzahlen vom Vortag. Das Unternehmen hat in den ersten sieben Monaten 2019 weniger Flugzeuge ausgeliefert als im Vorjahreszeitraum und fällt damit weiter hinter Wettbewerber Airbus zurück. Es seien bis Ende Juli 258 Maschinen ausgeliefert worden, teilte Boeing mit. Im Vorjahr waren es noch 417 Flugzeuge gewesen. Die Aktie gab 3,7 nach. Sie hat seit dem Hoch Anfang März bereits ein Viertel verloren.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 25.479,42 -3,05 -800,49 9,23
S&P-500 2.840,60 -2,93 -85,72 13,31
Nasdaq-Comp. 7.773,94 -3,02 -242,42 17,16
Nasdaq-100 7.490,13 -3,08 -238,02 18,33

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,58 -9,4 1,67 37,3
5 Jahre 1,50 -8,8 1,58 -42,9
7 Jahre 1,55 -8,8 1,63 -70,2
10 Jahre 1,59 -11,5 1,70 -85,7
30 Jahre 2,03 -13,3 2,16 -104,0

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 07:42 Uhr Di, 17:28 % YTD
EUR/USD 1,1135 -0,34% 1,1168 1,1190 -2,9%
EUR/JPY 118,02 -1,04% 118,93 119,12 -6,1%
EUR/CHF 1,0843 -0,62% 1,0904 1,0893 -3,7%
EUR/GBP 0,9239 -0,26% 0,9265 0,9276 +2,7%
USD/JPY 105,99 -0,70% 106,49 106,46 -3,3%
GBP/USD 1,2054 -0,07% 1,2056 1,2063 -5,6%
USD/CNY 7,0244 -0,27% 7,0201 7,0435 +2,1%
Bitcoin
BTC/USD 10.110,50 -6,83% 10.552,00 10.899,50 +171,8%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 55,06 57,10 -3,6% -2,04 +15,1%
Brent/ICE 59,27 61,30 -3,3% -2,03 +7,2%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.514,88 1.501,39 +0,9% +13,49 +18,1%
Silber (Spot) 17,20 16,98 +1,3% +0,22 +11,0%
Platin (Spot) 844,99 852,50 -0,9% -7,51 +6,1%
Kupfer-Future 2,60 2,63 -1,3% -0,03 -1,8%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln

END) Dow Jones Newswires

August 14, 2019 16:11 ET ( 20:11 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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JC PENNEY 0,790 -0,75%
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NORDSTROM INC. 30,17 -4,37%
EUR -1,38
KOHLS 44,45 -0,86%
EUR -0,38
WAL MART 106,16 -0,19%
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