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MÄRKTE USA/Richtungsloses Geschäft - Cisco nach Ausblick schwach

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Wenig verändert hat die Wall Street am Donnerstag geschlossen. Nach den jüngsten Rekordständen war den Teilnehmern nicht nach Käufen zumute, der Markt zeigte sich aber trotz einiger negativer Schlagzeilen robust. Schwache Konjunkturdaten aus China führten den Investoren wiederholt vor Augen, dass der weiter ungelöste Handelsstreit negative Auswirkungen hat. So schwächte sich das Wachstum der Industrie-Produktion im Oktober überraschend stark ab. Auch das Wachstum der japanischen Wirtschaft war im dritten Kalenderquartal schwächer als prognostiziert.

Bei den Verhandlungen scheint es nicht recht voran zu gehen. Offenbar sträubt sich China gegen konkrete Verpflichtungen zur Abnahme von US-Agrarprodukten. Zudem hatte US-Präsident Donald Trump zuletzt mit zusätzlichen Strafzöllen gedroht, sollte der Streit nicht bald beigelegt werden.

Der Dow-Jones-Index verlor 2 Punkte auf 27.782. Der S&P-500 stieg um 0,1 Prozent auf 3.097 Punkte. Der Nasdaq-Composite schloss mit einem Minus von 3 Punkten bei 8.479. Den 1.661 (Mittwoch: 1.360) Kursgewinnern an der Nyse standen 1.289 (1.599) -verlierer gegenüber. Unverändert schlossen 70 (69) Aktien.


Walmart übertrifft Erwartungen - Teilnehmer nehmen Gewinne mit

Der US-Einzelhandelskonzern Walmart hat auch im dritten Quartal gewinnseitig besser abgeschnitten als am Markt erwartet. Außerdem wird der Konzern beim Ausblick optimistischer. Deutlich an Fahrt gewonnen hat erneut der Internethandel in den USA, die Einnahmen schossen um 41 Prozent in die Höhe. Die Aktie startete fest, doch dann nahmen Teilnehmer Gewinne mit. Die Titel haben sich in den vergangenen Monaten bereits stark entwickelt und verloren nun 0,3 Prozent auf 120,65 Dollar.

Nach der Schlussglocke am Vortag hatte Cisco Geschäftszahlen veröffentlicht. Umsatz und Gewinn im ersten Geschäftsquartal des Netzwerkausrüsters lagen etwas über den Erwartungen. Jedoch enttäuschte der Ausblick, denn das Unternehmen rechnet in seinem zweiten Quartal mit einem deutlicheren Umsatzrückgang, als Analysten bislang erwartet hatten. Auch die Gewinnprognose liegt unter dem Konsens. Die Titel reduzierten sich um 7,3 Prozent.

Die Aktie von Kraft Heinz verlor 7 Prozent. Goldman Sachs hat sie auf Sell von Hold abgestuft. Die Drittquartalszahlen seien gut gewesen, doch der Lebensmittelkonzern sei noch nicht aus dem Schneider. Kraft Heinz sei in einigen Bereichen unterinvestiert und müsse mit Kostendruck in den Sektoren Milch- und möglicherweise auch Proteinprodukten rechnen.


Gute Konjunkturdaten helfen dem Euro kaum

Euro profitierte zunächst nicht von den überraschend guten Konjunkturdaten aus Deutschland und Europa. Er fiel im Verlauf mit 1,0989 Dollar sogar auf den tiefsten Stand seit einem Monat. Die deutsche Wirtschaft ist im dritten Quartal entgegen den Erwartungen gewachsen. Auch das Wirtschaftswachstum im Euroraum im dritten Quartal fiel etwas höher aus als bisher angenommen. Die Frage sei nun, ob die Gemeinschaftswährung ihre Verluste noch ausbaue oder weiter um die Marke von 1,10 Dollar notiere, hieß es von BMO Capital Markets. Die Analysten sehen erst bei einem nachhaltigen Unterschreiten von 1,0990 Dollar erhöhten Verkaufsdruck. Einen wichtigen Impuls könnten die US-Einzelhandelsdaten für Oktober am Freitag liefern. Im späten Handel erholte sich der Euro allerdings leicht auf 1,1021 Dollar.

Die US-Öllagerdaten ließen die Gewinne bei den Preisen abschmelzen. Die Rohöllagerbestände haben in der Woche zum 8. November 2019 deutlicher als erwartet zugenommen. Zuvor hatten noch die Opec-Aussagen vom Vortag gestützt. Das Ölkartell erwäge eine höhere Nachfrageprognose, sagte ihr Generalsekretär. Zugleich sei eine Senkung der Prognose für den US-Ausstoß im Gespräch. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI fiel um 0,6 Prozent auf 56,77 Dollar, Brent tendierte unverändert bei 62,36 Dollar.

Daneben blieben auch die sicheren Häfen Gold und Anleihen gesucht. Beide bauten ihre Vortagesgewinne weiter aus. Die schwachen Daten aus China und die wieder deutlich gestiegenen Unsicherheiten in den Handelsgesprächen sorgten weiter für Kaufinteresse, so ein Teilnehmer. Die Feinunze verteuerte sich um 0,5 Prozent auf 1.471 Dollar. Die Rendite zehnjähriger Titel sackte um 6,7 Basispunkte ab auf 1,82 Prozent.



INDEX zuletzt +/- % absolut
DJIA 27.781,96 -0,01 -1,63
S&P-500 3.096,64 0,08 2,60
Nasdaq-Comp. 8.479,02 -0,04 -3,08
Nasdaq-100 8.257,83 -0,02 -1,98

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,59 -3,7 1,63 39,1
5 Jahre 1,63 -5,9 1,69 -29,3
7 Jahre 1,73 -7,0 1,80 -51,6
10 Jahre 1,82 -6,7 1,89 -62,2
30 Jahre 2,31 -5,8 2,36 -76,1

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:42 Mi, 17:33
EUR/USD 1,1021 +0,12% 1,1006 1,1004
EUR/JPY 119,51 -0,20% 119,66 119,70
EUR/CHF 1,0896 +0,01% 1,0885 1,0889
EUR/GBP 0,8557 -0,09% 0,8572 0,8566
USD/JPY 108,43 -0,31% 108,72 108,78
GBP/USD 1,2879 +0,20% 1,2840 1,2844
USD/CNH (Offshore) 7,0194 -0,14% 7,0215 7,0279
Bitcoin
BTC/USD 8.649,01 -1,04% 8.660,01 8.729,01

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD
WTI/Nymex 56,88 57,12 -0,4% -0,24
Brent/ICE 62,36 62,37 -0,0% -0,01

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD
Gold (Spot) 1.471,09 1.463,25 +0,5% +7,84
Silber (Spot) 17,02 16,99 +0,2% +0,03
Platin (Spot) 881,21 875,51 +0,7% +5,70
Kupfer-Future 2,62 2,64 -0,6% -0,02


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/raz

END) Dow Jones Newswires

November 14, 2019 16:11 ET ( 21:11 GMT)

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