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MÄRKTE USA/Schwache Inflation drängt Koreakonflikt in den Hintergrund

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
NEW YORK (Dow Jones)--Am letzten Handelstag der Woche scheint die Verlustserie der US-Aktienmärkte vorerst gestoppt. Übergeordnet dämpft zwar der Streit um das nordkoreanische Atomwaffenprogramm das Interesse der Anleger an Aktien. Überraschend niedrige Verbraucherpreise lassen aber erwarten, dass die Zinsen in den USA noch lange niedrig bleiben.

Gegen Mittag Ostküstenzeit steigt der Dow-Jones-Index um 0,2 Prozent auf 21.890 Punkte. Der S&P-500 gewinnt 0,3 Prozent und der Nasdaq-Composite 0,5 Prozent.

In den vergangenen Tagen hatte die Angst vor einem Krieg mit Nordkorea die Anleger in Scharen aus dem Aktienmarkt flüchten lassen. Ihr Heil suchten die Investoren lieber in vermeintlich sicheren Häfen wie Staatsanleihen, Gold oder den klassischen Fluchtwährungen Yen und Schweizer Franken.

Die Verbraucherpreise stiegen im Juli sowohl insgesamt als auch in der Kernrate um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten für beide Kennziffern einen Anstieg um 0,2 Prozent prognostiziert. Die Flüsterschätzungen dürften aber niedriger gelegen haben oder gar von gesunkenen Preisen ausgegangen sein, nachdem die am Donnerstag veröffentlichten Erzeugerpreise wider Erwarten zurückgegangen waren.

Die Inflation in den USA liegt noch immer unter dem Ziel der US-Notenbank von 2 Prozent. Schon der Rückgang der Erzeugerpreise hatte Spekulationen auf eine baldige Zinserhöhung der Fed einen Dämpfer versetzt. Die am Markt noch stärker beachteten Verbraucherpreise untermauern Erwartungen, dass sich die Fed mit einer weiteren Straffung ihrer Geldpolitik Zeit lassen wird.

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Schwache Inflation drückt Dollar

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Am Devisenmarkt gerät der Dollar nach den Verbraucherpreisdaten unter Druck. Der Euro stieg von Kursen um 1,1760 auf bis zu 1,1835 Dollar. Aktuell kommt er etwas zurück auf rund 1,1795 Dollar.

Der Anleihemarkt ist Nutznießer der gesunkenen Zinserhöhungserwartungen, allerdings halten sich die Aufschläge in engen Grenzen, nachdem die Titel in den vergangenen Tagen vom gestiegenen Sicherheitsbedürfnis profitiert hatten. Die Rendite zehnjähriger US-Titel fällt um einen halben Basispunkt auf 2,19 Prozent.

Auch das zinslos gehaltene Gold sollte eigentlich von der niedrigen Inflation profitieren, denn es würde für die Anleger bei steigenden Zinsen weniger interessant. Aktuell verharrt der Preis indes bei 1.287 Dollar je Feinunze, nachdem er an den vergangenen Tagen deutlich zugelegt hatte.

Die Ölpreise setzen nach den Verlusten vom Donnerstag ihre Talfahrt fort, wenn auch nicht mehr so rasant. Der schwächere Dollar macht Öl für Käufer aus dem Nicht-Dollarraum billiger, was den Verkaufsdruck mildert. Das Barrel US-Leichtöl der Sorte WTI ermäßigt sich um 0,4 Prozent auf 48,41 Dollar. Belastend wirkt allerdings noch immer der monatliche Bericht der Internationalen Energieagentur vom Vortag, aus dem hervorging, dass die Ölfördermenge im Juli abermals gestiegen ist. Grund dafür ist einerseits, dass die von Opec-Mitgliedern und anderen Ölstaaten vereinbarten Förderkürzungen nicht immer konsequent eingehalten werden. Überdies haben Libyen und Nigeria, die ohnehin von den Begrenzungen ausgenommen waren, ihre Förderung erhöht. Laut Händlern lässt auch der Nordkoreakonflikt den Ölmarkt nicht ungeschoren.

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Snap-Aktie stürzt nach Quartalszahlen ab

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Unter den am Donnerstag nach Börsenschluss veröffentlichten Quartalsausweisen fiel der von Snap besonders negativ auf. Die Muttergesellschaft des Messagingdienstes Snapchat ist tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Die Aktie bricht um 11,5 Prozent ein. Die Quartalszahlen von Nvidia übertrafen zwar die Erwartungen, gleichwohl gibt die Aktie um 6,6 Prozent nach. Händler sprechen von einem Gewöhnungseffekt, nachdem das Unternehmen schon in den vorigen acht Quartalen jedes Mal die Erwartungen geschlagen habe.

Kräftig unter Druck gerät auch die Aktie des Einzelhändlers J.C. Penney, nachdem die Bruttomarge des Unternehmens im zweiten Quartal die Erwartungen deutlich verfehlt hat. Die Titel stürzen um gut 17 Prozent ab. Nordstrom fallen um 1,4 Prozent, obwohl dieser Branchenvertreter am Donnerstag nach Börsenschluss gute Zahlen vorgelegt hat. Teilnehmer verweisen darauf, dass das KGV der Aktie bei knapp 15 liegt, während Macy's und Kohl's lediglich 7,7 bzw 10,7 verzeichnen.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 21.890,33 0,21 46,32 10,77
S&P-500 2.444,70 0,27 6,49 9,20
Nasdaq-Comp. 6.246,44 0,48 29,57 16,04
Nasdaq-100 5.823,91 0,62 35,72 19,74

US-Anleihen
Laufzeit Akt. Rendite Bp zu Vortag Rendite Vortag +/-Bp YTD
2 Jahre 1,29 -3,7 1,32 8,4
5 Jahre 1,74 -2,7 1,77 -18,0
7 Jahre 2,00 -1,8 2,02 -24,8
10 Jahre 2,19 -0,4 2,20 -25,2
30 Jahre 2,79 1,8 2,77 -27,6

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:33 Do. 17.25 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1795 +0,29% 1,1760 1,1757 +12,2%
EUR/JPY 128,73 +0,21% 128,46 128,47 +4,7%
EUR/CHF 1,1353 +0,30% 1,1319 1,1324 +6,0%
EUR/GBP 0,9087 +0,29% 0,9061 1,1046 +6,6%
USD/JPY 109,14 -0,07% 109,22 109,27 -6,6%
GBP/USD 1,2979 +0,01% 1,2977 1,2989 +5,2%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 48,41 48,59 -0,4% -0,18 -15,1%
Brent/ICE 51,74 51,9 -0,3% -0,16 -11,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.286,74 1.286,90 -0,0% -0,17 +11,8%
Silber (Spot) 17,06 17,12 -0,4% -0,07 +7,1%
Platin (Spot) 981,10 982,00 -0,1% -0,90 +8,6%
Kupfer-Future 2,91 2,90 +0,2% +0,01 +15,4%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/raz/cln

END) Dow Jones Newswires

August 11, 2017 11:59 ET (15:59 GMT)

Copyright (c) 2017 Dow Jones & Company, Inc.
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