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MÄRKTE USA/Stockende Handelsgespräche belasten Wall Street

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Konjunktursorgen und der ungelöste Handelskonflikt lassen die US-Börsen am Donnerstag erneut nachgeben. Dazu lasten einige enttäuschende Quartalsausweise wichtiger Unternehmen auf der Stimmung. Kurz nach Handelsbeginn verliert der Dow-Jones-Index 0,2 Prozent auf 27.162 Punkte. Der S&P-500 sinkt um 0,1 Prozent und der Nasdaq-Composite um ebenfalls 0,1 Prozent.

Die Verhandlungen über eine Beilegung des Handelsstreits zwischen China und den USA seien erneut ins Stocken geraten, berichtete das Wall Street Journal. Aktuell hätten sich die Gespräche an der Frage aufgehängt, wie die US-Regierung auf die chinesischen Forderungen nach einer Lockerung der Sanktionen gegen den Telekomausrüster Huawei reagieren solle, schreibt die Zeitung unter Berufung auf informierte Personen.

Dass die zähen Handelsgespräche der US-Wirtschaft Sorgen bereiten, war schon aus dem am Mittwoch veröffentlichten Wirtschaftsbericht "Beige Book" der US-Notenbank hervorgegangen, auch wenn der Bericht darauf hindeutete, dass die Wirtschaft derzeit kaum Gefahr läuft, in die Rezession abzurutschen.

Dies untermauert der am Donnerstag veröffentlichte Philadelphia-Fed-Index. Er stieg im Juli überraschend deutlich auf 21,8 Punkte. Volkswirte hatten den Index bei 3,9 gesehen, nachdem im Juni ein Stand von 0,3 gemeldet worden war. Der Index gilt allerdings als hochvolatil. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe erhöhte sich in der vergangenen Woche im erwarteten Rahmen. Eine halbe Stunde nach der Startglocke wird noch der Index der Frühindikatoren aus dem Juni veröffentlicht.



Enttäuschender Kundenzuwachs lässt Netflix einbrechen


Derweil läuft die Bilanzsaison auf Hochtouren. Am Mittwoch nach Börsenschluss haben Netflix, Ebay, IBM und Alcoa Geschäftszahlen vorgelegt. Besonders enttäuscht reagiert der Markt darauf, dass Netflix im zweiten Quartal weniger Kunden gewonnen hat als erwartet. Die Aktie bricht um fast 10 Prozent ein.

Für die Ebay-Aktie geht es um 5,8 Prozent nach oben. Der Betreiber des gleichnamigen Online-Auktionshauses hat nicht nur besser abgeschnitten als erwartet, sondern auch den Ausblick angehoben. IBM hat zwar das vierte Quartal in Folge einen Umsatzrückgang verbucht, dafür aber mehr verdient als erwartet. Die Aktie steigt um 0,6 Prozent.

Nachdem die Geschäftszahlen des Aluminiumkonzerns Alcoa zunächst negativ aufgenommen wurden, steigt der Kurs nun um 4 Prozent. Das Unternehmen hat im zweiten Quartal rote Zahlen geschrieben und seine Wachstumsprognose für die weltweite Aluminiumnachfrage gesenkt.

Am Donnerstag hat vor der Startglocke mit Morgan Stanley die letzte der großen US-Banken Quartalszahlen vorgelegt. Zwar verbuchte die Bank einen Gewinnrückgang, schnitt aber dennoch besser ab als erwartet. Die Aktie steigt um 0,6 Prozent.

Der Krankenversicherer Unitedhealth hat im Quartal mehr verdient als erwartet und traut sich im laufenden Geschäftsjahr mehr zu. Die Aktie gehörte vorbörslich zu den Gewinnern, ist nun aber mit minus 2,3 Prozent schwächster Wert im Dow. Nach Börsenschluss wird mit Microsoft ein weiteres Schwergewicht der US-Unternehmenslandschaft seine Bücher öffnen.



Spekulationen um EZB-Inflationsziel drücken Euro


Berichte, dass die EZB ihr Inflationsziel überarbeiten wolle, drückten den Euro zeitweise dicht an die Marke von 1,12 Dollar. "Anscheinend zielt das darauf ab, zeitweise auch Inflationsraten von mehr als 2 Prozent zuzulassen", so ein Händler. Inzwischen zeigt sich die Gemeinschaftswährung etwas erholt bei 1,1215 Dollar, im Tageshoch kostete der Euro allerdings 1,1244 Dollar.

Gute Daten zum britischen Einzelhandel verhelfen dem Pfund zu einer Erholung. Es steigt auf etwa 1,2470 Dollar, nachdem es am Mittwoch zeitweise unter 1,24 Dollar gerutscht war. Trotzdem bleiben Marktteilnehmer misstrauisch: Im Fall einer Ernennung von Boris Johnson zum Premierminister könnte das Pfund kräftig fallen, heißt es. Johnson steuert auf einen so genannten No-Deal-Brexit zu, der die Wachstumsraten in Großbritannien drücken dürfte.

Eine neue Zuspitzung des Iran-Konflikts stützte am Ölmarkt die Preise nur vorübergehend. Die iranischen Revolutionsgarden halten nach eigenen Angaben einen "ausländischen Tanker" fest, der Öl geschmuggelt haben soll. Auf Sepah News, der offiziellen Website der Revolutionsgarden, hieß es, das Schiff sei am 14. Juli südlich der iranischen Insel Larak in der Meerenge von Hormus festgesetzt worden. Zum Namen und zur Herkunft des Tankers machten die Garden keine Angaben. Rohöl der US-Sorte WTI gibt zwischenzeitliche Gewinne komplett ab und verbilligt sich nun um 0,2 Prozent auf 56,67 Dollar je Barrel. Brent notiert kaum verändert 63,67 Dollar.

Gold ist derweil nicht gefragt. Die Feinunze ermäßigt sich um 0,7 Prozent auf 1.417 Dollar. Hier belasten die etwas gedämpften Zinssenkungshoffnungen, nachdem das Beige Book ein insgesamt positives Bild der US-Wirtschaft gezeichnet hat. Überdies hat die Präsidentin der Federal Reserve Bank von Kansas City, Esther George, gesagt, dass sie die Zeit für eine Zinssenkung noch nicht gekommen sehe. Höhere Zinsen sind negativ für das zinslos gehaltene Gold.

Am Anleihemarkt geben die Notierungen leicht nach. Die Zehnjahresrendite legt um 2 Basispunkte zu auf 2,07 Prozent.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 27.162,46 -0,21 -57,39 16,44
S&P-500 2.982,67 -0,06 -1,75 18,98
Nasdaq-Comp. 8.178,98 -0,08 -6,22 23,27
Nasdaq-100 7.880,56 -0,10 -8,20 24,50

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,83 0,4 1,82 62,4
5 Jahre 1,83 2,0 1,81 -9,0
7 Jahre 1,94 1,7 1,93 -30,5
10 Jahre 2,07 1,7 2,05 -37,8
30 Jahre 2,59 3,2 2,56 -47,8

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:36 Uhr Mi, 17:30 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1215 -0,11% 1,1240 1,1224 -2,2%
EUR/JPY 121,12 -0,04% 121,00 121,35 -3,7%
EUR/CHF 1,1076 -0,04% 1,1078 1,1086 -1,6%
EUR/GBP 0,8992 -0,41% 0,9037 0,9030 -0,1%
USD/JPY 107,99 +0,07% 107,68 108,11 -1,5%
GBP/USD 1,2473 +0,26% 1,2439 1,2428 -2,3%
Bitcoin
BTC/USD 9.399,50 -4,53% 9.988,25 9.771,50 +152,7%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 56,67 56,78 -0,2% -0,11 +19,1%
Brent/ICE 63,67 63,66 +0,0% 0,01 +15,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.417,21 1.426,80 -0,7% -9,60 +10,5%
Silber (Spot) 16,08 15,98 +0,6% +0,10 +3,8%
Platin (Spot) 846,46 845,50 +0,1% +0,96 +6,3%
Kupfer-Future 2,72 2,72 +0,1% +0,00 +2,8%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/raz

END) Dow Jones Newswires

July 18, 2019 09:51 ET ( 13:51 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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EUR -3,62
NETFLIX INC. DL-,001 260,95 -3,10%
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UNITEDHEALTH GROUP DL-,01 209,00 -0,55%
EUR -1,15
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PKT -623,34
NASDAQ 100 7.464,99 -3,15%
PKT -242,43
S&P 500 I 2.852,65 -2,30%
PKT -67,10
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