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MÄRKTE USA/Streit um Huawei schickt Technologiewerte auf Talfahrt

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 6 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Mit Abschlägen hat sich die Wall Street am Montag gezeigt. Erneut überwogen die Belastungsfaktoren - vor allem von politischer Seite. Zu den bestehenden Unsicherheiten durch die stockenden Handelsgespräche zwischen den USA und China kamen die verschärften Töne zwischen USA und Iran. Und auch die Entwicklungen um den Netzwerkausrüster Huawei rückten stärker in den Fokus.

Denn jetzt hat auch Google dem Druck der US-Regierung nachgegeben und die Geschäftsbeziehungen mit dem Konzern aus China ausgesetzt. Dieser wird wegen Spionage-Vorwürfen als Risiko für die nationale Sicherheit der USA eingestuft. Google rüstet mit seinem Betriebssystem Android die große Mehrheit aller Smartphones weltweit aus. Die Aktie der Google-Mutter Alphabet zeigte sich 2,1 Prozent schwächer.

Im Handel wurde daraufhin gemutmaßt, dass China Vergeltungsmaßnahmen ergreifen und Apple sanktionieren könnte, was die Spirale der Eskalationen noch weiter verstärken würde. Die Apple-Aktie verlor 3,1 Prozent. Der Technologiesektor im S&P-500 war mit einem Minus von 1,7 Prozent größter Verlierer.

Der Markt ist zu optimistisch in Bezug auf eine schnelle Lösung des Handelskonflikts", hieß es von Trevor Gurwich, Senior Portfolio Manager bei American Century Investments.

Etwas gebremst wurden die Kursverluste am breiten Markt durch den als defensiv geltenden Versorgersektor. Steigende Anleiherenditen verhalfen wiederum den Aktien von Banken und Versicherungen zu einem Plus. Besser als der Markt hielten sich auch Energiewerte, die vom Anstieg des WTI-Ölpreises gestützt wurden.

In dieser Gemengelage verlor der Dow-Jones-Index 0,3 Prozent auf 25.680 Punkte. Damit zeigte sich der Index deutlich erholt von seinem Tagestief, das bei 25.561 Punkten gelegen hatte. Für den S&P-500 ging es um 0,7 Prozent nach unten, der Nasdaq-Composite büßte 1,5 Prozent ein. Dabei wurden 964 Kursgewinner und 1.976 -verlierer gesehen. Unverändert gingen 74 Titel aus dem Handel.

Von der Konjunkturseite kam keine Unterstützung. Der Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) sank im April auf einen Stand von minus 0,45. Damit ist das Wirtschaftswachstum in der Region unter das historische Trendniveau gefallen.



T-Mobile US und Sprint legen kräftig zu - Fusion rückt näher


Kräftig aufwärts ging es für die Aktien von T-Mobile US und Sprint, die um 3,8 bzw. 18,8 Prozent nach oben schossen. Die Unternehmen sind der geplanten 26 Milliarden Dollar schweren Fusion einen Schritt näher gekommen. Der Chef der US-Telekomaufsicht FCC, Ajit Pai, will nach Zugeständnissen der Unternehmen den geplanten Zusammenschluss der Telekomdienstleister unterstützen. Allerdings meldete später die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eine informierte Person, dem US-Justizministerium gingen die Zugeständnisse der beiden Mobilfunkanbieter nicht weit genug; das holte die Aktienkurse etwas von ihren Tageshochs zurück.

Die Aussicht auf ein Zusammengehen von Sprint und T-Mobile ließ unterdessen die Aktie von Dish Networks zeitweise um über 10 Prozent nachgeben; sie schloss mit einem Minus von 5,9 Prozent. Wenn der Zusammenschluss von T-Mobile und Sprint zustande käme, könnte sich der Verkauf der Spektrumslizenzen von Dish verzögern, meinte Analyst Jeff Wlodarczak von Pivotal Research und stufte die Dish-Aktie auf Hold von Buy zurück. Bei einem Scheitern der Fusion wiederum würden sich Verizon, deren Aktie um 1,6 Prozent stieg, und T-Mobile einen Bieterwettstreit um die Dish-Lizenzen liefern. Verizon brauche zwar gleichwohl die Spektrumslizenzen, stehe aber nicht so sehr unter Druck, dass es diese kurz- oder mittelfristig kaufen müsste. Die Übernahme der Satellitensparte von Echostar, die Dish am Montag vor Börsenbeginn angekündigt hatte, gefiel dem Analysten nicht wirklich, sie könnte sich aber als "klug" herausstellen, falls Dish ihre Spektrumslizenzen auf absehbare Zeit nicht zu Geld machen könne.

Für die Tesla-Aktie ging es weitere 2,7 Prozent abwärts, nachdem die Aktie bereits zum Wochenausklang mit einem Minus von 7,6 Prozent unter die Räder gekommen war. Hintergrund waren Berichte, denen zufolge Tesla-Chef Elon Musk gewarnt hat, dass die Barmittel des Unternehmens nur noch für zehn Monate ausreichen und demzufolge bis zu diesem Zeitpunkt ein Breakeven erreicht werden müsse.

Zweifel an den Ertragsaussichten von Tesla bewogen am Montag die Investmentbank Wedbush, das Kursziel für Tesla das zweite Mal innerhalb von weniger als vier Wochen auf nunmehr 230 Dollar zu senken. Die Einstufung "Neutral" wurde bekräftigt.



Ölpreise tendieren uneinheitlich


Die Ölpreise zeigten keine einheitliche Tendenz nach Meldungen aus Kreisen der Opec vom Wochenende, wonach beim Treffen im kommenden Monat mit einer Fortsetzung der Produktionsdrosselung zu rechnen ist, die zur Jahresmitte ausläuft. Von den Opec-Nachrichten und den sich weiter verschärfenden Spannungen zwischen USA und Iran profitierte vor allem die US-Ölsorte WTI. US-Präsident Donald Trump hat dem Iran am Wochenende mit einer Auslöschung gedroht. "Wenn der Iran kämpfen will, wird dies das offizielle Ende des Iran sein", schrieb Trump am Sonntag auf Twitter. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg um 0,5 Prozent auf 63,10 Dollar, Brent ermäßigte sich hingegen um 0,3 Prozent auf 71,97 Dollar.

Mit rund 1,1170 Dollar zeigte sich der Euro wenig verändert im Vergleich zum späten US-Handel am Freitag. Auf der Gemeinschaftswährung lastete zwar einerseits die Politkrise in Österreich, die nach Meinung von Analysten das Vertrauen der Anleger in den Euro untergräbt. Auf der anderen Seite wurde der Dollar aber gebremst von der jüngsten Zuspitzung des Handelskonflikts zwischen den USA und China mit dem Streit um Huawei. Der WSJ-Dollarindex, der den Wert des Dollar gegen einen Korb aus 16 anderen Währungen misst, fiel um 0,2 Prozent.

Der Goldpreis stabiliserte sich nach den deutlichen Abgaben am Donnerstag und Freitag. Der Preis für die Feinunze zeigte sich im späten Handel wenig verändert bei 1.277 Dollar. Er profitierte von den weiter zunehmenden politischen Unsicherheiten, hieß es. Steigende Anleihezinsen dämpften indessen das Interesse an dem zinslos gehaltenen Gold.

Am Anleihemarkt gaben die Notierungen trotz der schwachen Aktienmärkte etwas nach. Die Rendite zehnjähriger Papiere stieg um 2,2 Basispunkte auf 2,41 Prozent. Beobachter taten sich schwer mit einer Erklärung für das geringe Interesse an Staatsanleihen, die normalerweise als sichere Häfen in Krisenzeiten gefragt sind. Tom di Galoma von Seaport Global Securities machte Gelegenheitskäufe im späten Aktienhandel für den Anstieg der Anleiherenditen verantwortlich.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 25.679,90 -0,33 -84,10 10,08
S&P-500 2.840,23 -0,67 -19,30 13,30
Nasdaq-Comp. 7.702,38 -1,46 -113,91 16,08
Nasdaq-100 7.376,70 -1,69 -126,98 16,54

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 2,22 2,5 2,20 101,9
5 Jahre 2,20 2,7 2,18 27,9
7 Jahre 2,30 2,8 2,27 5,4
10 Jahre 2,41 2,2 2,39 -3,3
30 Jahre 2,83 0,5 2,83 -23,5

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:07 Fr, 17:03 % YTD
EUR/USD 1,1166 +0,02% 1,1154 1,1160 -2,6%
EUR/JPY 122,86 -0,03% 122,85 122,70 -2,3%
EUR/CHF 1,1261 -0,20% 1,1286 1,1289 +0,0%
EUR/GBP 0,8775 +0,08% 0,8759 0,8762 -2,5%
USD/JPY 110,03 -0,05% 110,15 109,97 +0,4%
GBP/USD 1,2724 -0,08% 1,2735 1,2737 -0,3%
Bitcoin
BTC/USD 7.846,75 -2,77% 7.997,25 7.168,25 +111,0%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 63,17 62,76 +0,7% 0,41 +34,6%
Brent/ICE 72,05 72,21 -0,2% -0,16 +30,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.278,11 1.277,62 +0,0% +0,49 -0,4%
Silber (Spot) 14,48 14,41 +0,4% +0,06 -6,6%
Platin (Spot) 814,98 819,00 -0,5% -4,02 +2,3%
Kupfer-Future 2,73 2,74 -0,4% -0,01 +3,3%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln

END) Dow Jones Newswires

May 20, 2019 16:12 ET ( 20:12 GMT)

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