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MÄRKTE USA/Technologiesektor belastet Wall Street

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Die Wall Street startet am Dienstag nach dem langen Wochenende mit Abgaben in die verkürzte Woche. Ausgerechnet der Börsenliebling Apple erinnert Anleger an die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirusepidemie in China. Der Technologiegigant kann die aktuelle Umsatzprognose für das bis Ende März laufende Geschäftsquartal nicht halten. Apple begründet die Umsatzwarnung explizit mit der Epidemie in China, steht damit aber nicht allein. So haben auch BHP Billiton und HSBC vor den Folgen der Epidemie gewarnt. Verstärkt werden die Sorgen von der Ratingagentur Moody's, die Kreditanalysten haben ihre Wachstumsprojektionen für China wegen des Coronavirus gesenkt. Auch die Credit Suisse warnt kurzfristig vor einer signifikanter als ohnehin befürchtet ausfallenden Wachstumsdelle in China. Und Morgan Stanley hält die bisherigen Erwartungen für die Jahresendstände der asiatischen Börsenindizes im Gefolge der Epidemie nicht mehr aufrecht.

Kurz nach Handelsbeginn verliert der Dow-Jones-Index 0,3 Prozent auf 29.280 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite sinken um jeweils 0,3 Prozent. "Die Lage in China gestaltet sich schlimmer und viele andere global aufgestellte Unternehmen dürften ihre Ausblicke ebenfalls senken (...)", sagt Marktanalyst David Madden von CMC Markets. Die wirtschaftlichen Folgen insgesamt seien aber weiterhin ungewiss. Das gilt auch für eine weitere Hiobsbotschaft. Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump liebäugelt mit der Beschränkung der Chip-Zulieferungen nach China wegen des Huawei-Streits. Apple geben 2,8 Prozent ab. Der Technologiesektor steht insgesamt unter Druck: Der Sektorindex büßt 2,2 Pozent ein - Advanced Micro Devices, Intel, Nvidia und Micron fallen um bis 1,8 Prozent.


Medizintechnikaktien stemmen sich gegen den Trend

China verzichtet wegen der Coronavirusepidemie ab dem kommenden Monat auf Zölle auf Medizinprodukte aus den USA. Die Sektortitel halten sich etwas besser als der Gesamtmarkt: Johnson & Johnson steigen um 0,1 Prozent, Cardinal Healthcare um 0,2 Prozent und Boston Scientific zeigen sich ebenfalls gut behauptet.

Die Titel des Einzelhandelsriesens Walmart legen um 1,1 Prozent zu. Das Unternehmen hat trotz andauernder Belebung des Onlinehandels ein schleppendes Weihnachtsgeschäft verzeichnet. Das Unternehmen enttäuschte damit ebenso wie andere traditionelle Einzelhändler. Für das neue Jahr gibt sich Walmart aber zuversichtlich. Zudem hat Walmart die Dividende für das Geschäftsjahr 2020/21 angehoben.

Franklin Resources übernimmt im Vermögensverwaltungssektor Legg Mason für 4,5 Milliarden Dollar. Franklin Resources schnellen um 12,8 Prozent empor, Legg Mason um 23,8 Prozent.

Am Ölmarkt stehen die Notierungen unter Druck. US-Leichtöl der Sorte WTI verbilligt sich je Fass um 1,3 Prozent auf 51,36 Dollar, europäisches Referenzöl der Sorte Brent um 2,1 Prozent auf 56,45 Dollar. Russland unterstützt offenbar die Initiative für weitere Förderkürzungen des Erdölkartells Opec nicht. Analysten vermuten einen Streit zwischen Russland und Saudi-Arabien um Marktanteile.


Anleger steuern sichere Häfen an

Der ICE-Dollarindex steigt um 0,3 Prozent. Der Euro fällt derweil unter die Marke von 1,08 Dollar. Besonders die deutschen Exporte bereiteten nach der Ausbreitung des Coronavirus in China Sorge. Die schwachen Konjunkturdaten aus der Eurozone verhießen nichts Gutes für die Gemeinschaftswährung, urteilen die ING-Analysten. Der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen stürzte in Deutschland sehr viel deutlicher ab als prognostiziert.

Vermeintlich sichere Häfen wie Gold und US-Renten bleiben mit der Virusepidemie in China gefragt. Dort stehen derzeit rund 150 Millionen Menschen unter Quarantäne und fallen als Konsumenten größtenteils aus. Viele Unternehmen und Behörden bleiben geschlossen. Der Goldpreis steigt um 0,6 Prozent auf 1.591 US-Dollar. Auch am US-Rentenmarkt ziehen die Kurse an, die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fällt im Gegenzug um 1,9 Basispunkte auf 1,57 Prozent.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 29.280,14 -0,40 -117,94 2,60
S&P-500 3.370,49 -0,29 -9,67 4,32
Nasdaq-Comp. 9.706,48 -0,25 -24,70 8,18
Nasdaq-100 9.598,05 -0,27 -25,53 9,90

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,41 -0,8 1,42 20,9
5 Jahre 1,40 -1,8 1,42 -52,5
7 Jahre 1,49 -1,9 1,51 -75,5
10 Jahre 1,57 -1,7 1,59 -87,5
30 Jahre 2,02 -1,8 2,04 -104,5

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:18 Mo, 17.30 Uhr % YTD
EUR/USD 1,0799 -0,36% 1,0835 1,0836 -3,7%
EUR/JPY 118,64 -0,35% 118,91 119,10 -2,7%
EUR/CHF 1,0618 -0,10% 1,0621 1,0633 -2,2%
EUR/GBP 0,8291 -0,51% 0,8340 0,8327 -2,0%
USD/JPY 109,89 +0,03% 109,75 109,92 +1,0%
GBP/USD 1,3023 +0,15% 1,2994 1,3013 -1,7%
USD/CNH (Offshore) 7,0036 +0,26% 7,0064 6,9828 +0,5%
Bitcoin
BTC/USD 9.686,01 +0,57% 9.782,26 9.663,51 +34,3%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 51,42 52,33 -1,2% -0,63 -15,4%
Brent/ICE 56,53 57,67 -2,0% -1,14 -13,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.590,14 1.580,96 +0,6% +9,18 +4,8%
Silber (Spot) 17,94 17,79 +0,8% +0,14 +0,5%
Platin (Spot) 981,00 971,00 +1,0% +10,00 +1,7%
Kupfer-Future 2,60 2,60 +0,1% +0,00 -7,0%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/cln

END) Dow Jones Newswires

February 18, 2020 09:48 ET ( 14:48 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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EUR +1,01
CARDINAL HEALTH 49,58 -0,93%
EUR -0,46
INTEL 56,32 +1,29%
EUR +0,72
JOHNS. & JOHNS. 131,06 +1,68%
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