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MÄRKTE USA/Uneinheitlich - Wall Street erneut volatil

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Nach den kräftigen Kursgewinnen zur Wochenmitte haben die US-Börsen am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. Gefragt waren erneut Technologiewerte. Das Handelsumfeld war weiterhin von Volatilität geprägt. Nach anfänglichen Aufschlägen kamen die Indizes im weiteren Verlauf kräftig zurück und rutschten in den Minusbereich ab. Kurz nach Handelsbeginn hatte der Nasdaq-Composite zuvor ein neues Rekordhoch erreicht. Die weiter steigende Zahl an Neu-Infektionen sorge zunehmend für Zweifel an einer schnellen Erholung der Weltwirtschaft, hieß es von Beobachtern.

Der Dow-Jones-Index verlor 1,4 Prozent auf 25.706 Punkte, während der S&P-500 um 0,6 Prozent tiefer schloss. Für den Nasdaq-Composite ging es um 0,5 Prozent aufwärts. Dabei gab es insgesamt 824 (Mittwoch: 1.746) Kursgewinner und 2.170 (1.222) -verlierer. Unverändert schlossen 56 (98) Titel.

Der Markt befinde sich im Spannungsfeld aus der Unterstützung durch die Notenbank und den negativen Folgen der Corona-Krise, sagten Händler. In dieser Gemengelage sind neue Daten vom Arbeitsmarkt nur ein kleiner Lichtblick, der allerdings keine Euphorie hervorruft. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ging etwas stärker zurück als erwartet. Sie sank in der vergangenen Woche um 99.000 auf 1,314 Millionen. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten geschätzt, dass 1,388 Millionen Amerikaner erstmals Arbeitslosenhilfe beantragen würden. Die Zahl aus der Woche davor wurde auf 1,413 von 1,427 Millionen leicht nach unten revidiert.

Vor der Corona-Krise herrschte in den USA nahezu Vollbeschäftigung. Zwar ist die Arbeitslosigkeit seit ihrem Höhepunkt im April schon wieder leicht zurückgegangen, doch verharrt die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung nach wie vor auf hohem Niveau. Das zeigt, dass trotz Wiedereinstellungen immer noch Arbeitsplätze abgebaut werden. Volkswirte befürchten daher, dass die Erholung der US-Wirtschaft ins Stocken geraten ist.

Derweil hat der Oberste US-Gerichtshof grundsätzlich eine Übergabe von Finanzunterlagen von US-Präsident Donald Trump an die US-Justiz gebilligt. Der Supreme Court in Washington urteilte am Donnerstag, dass der Präsident keine absolute Immunität genieße. Zugleich überwiesen die Richter den Fall zurück an ein anderes Gericht. Damit bekommt das US-Repräsentantenhaus vorerst keinen Zugang zu zurückgehaltenen Finanzunterlagen des Präsidenten.


Bed Bath & Beyond nach Zahlen unter Druck

Unter den Einzelwerten brachen Bed Bath & Beyond um 24,5 Prozent ein, nachdem der Einzelhändler am Mittwoch nach Börsenschluss enttäuschende Geschäftszahlen vorgelegt hatte. Weil der Verlust höher als erwartet ausfiel, schließt das Unternehmen rund 200 Filialen, womit etwa jedes fünfte Geschäft betroffen ist. Einen Ausblick auf 2020 traute sich Bed Bath & Beyond wegen der Unsicherheiten um die Corona-Krise nicht zu.

Vor der Startglocke hatte am Donnerstag die Apotheken- und Drogeriekette Walgreens Boots Alliance Zahlen zu ihrem dritten Geschäftsquartal vorgelegt, die Licht und Schatten enthielten. Das Unternehmen rutschte aufgrund der Corona-Krise in die Verlustzone. Das bereinigte Ergebnis verfehlte die Erwartungen, der Umsatz lag leicht über dem Analystenkonsens. Allerdings sieht das Unternehmen auch das laufende Geschäftsquartal noch von Corona belastet. In Großbritannien will das Unternehmen wegen eines Nachfrageeinbruchs 4.000 Stellen streichen. Die Aktie fiel um 7,8 Prozent.

Positive Analystenkommentare gaben der Microsoft-Aktie Unterstützung. Dan Ives von Wedbush hatte das Kursziel für Microsoft auf 260 von 240 Dollar erhöht und die Einstufung "Outperform" bekräftigt. Auch die Analysten von Morgen Stanley hatten ihr Kursziel für die Aktie angehoben auf 230 von 198 Dollar mit der Einstufung "Overweight". Die Aktie legte 0,7 Prozent zu auf 214,32 Dollar. Bei 216,38 Dollar hatte sie zuvor noch ein neues Rekordhoch markiert.


Goldpreis kommt zurück

Der Dollar zeigte sich mit den andauernden Corona-Sorgen stärker. Der Dollar-Index stieg um 0,4 Prozent. Der Euro notierte bei 1,1281 Dollar gegenüber 1,1360 am Donnerstagmorgen. Der Status des Dollar als Fluchtwährung in Krisenzeiten wackelt nach Angaben von Beobachtern jedoch etwas durch die rasante Ausbreitung des Corona-Virus in den USA. Dort wurden inzwischen mehr als 3 Millionen Menschen positiv auf das Virus getestet. Dies gefährde die Wiederöffnung der Wirtschaft, weshalb der Dollarkurs nun eher die relativen Aussichten der US-Wirtschaft widerspiegele als den Charakter eines sicheren Hafens, meinte Jasper Lawler von London Capital Group.

Die Ölpreise gaben nach, belastet von den am Vortag gemeldeten höheren US-Lagerbeständen und Konjunktursorgen. Der Preis für ein Barrel US-Leichtöl der Sorte WTI verlor 3,4 Prozent auf 39,49 Dollar. Brentöl gab 2,3 Prozent nach auf 42,29 Dollar.

Der Goldpreis kam nach dem rasanten Anstieg der vergangenen Tage zurück auf 1.803 Dollar je Feinunze gegenüber 1.811 Dollar am Vortag. Beobachter verwiesen auf Gewinnmitnahmen, nachdem der Preis zuletzt vor allem aufgrund der weiter steigenden Zahl an Corona-Infektionen nach oben getrieben worden war.

Langlaufende US-Staatsanleihen waren mit den gestiegenen Sorgen um die Weltwirtschaft als vermeintlich "Sicherer Hafen" gefragt. Die Zehnjahresrendite fiel deutlich um 6,3 Basispunkte auf 0,60 Prozent, dem niedrigsten Stand seit April.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 25.706,09 -1,39 -361,19 -9,92
S&P-500 3.152,05 -0,56 -17,89 -2,44
Nasdaq-Comp. 10.547,75 0,53 55,25 17,56
Nasdaq-100 10.754,59 0,82 87,89 23,15

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,16 -1,6 0,17 -104,6
5 Jahre 0,28 -2,5 0,30 -164,7
7 Jahre 0,45 -4,6 0,50 -179,6
10 Jahre 0,60 -6,3 0,66 -184,3
30 Jahre 1,31 -9,2 1,40 -175,6

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:51 h Mi, 17.20 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1281 -0,45% 1,1360 1,1323 +0,6%
EUR/JPY 120,95 -0,54% 121,83 121,67 -0,8%
EUR/CHF 1,0613 -0,21% 1,0640 1,0625 -2,2%
EUR/GBP 0,8951 -0,37% 0,8985 0,9002 +5,8%
USD/JPY 107,22 -0,08% 107,24 107,46 -1,4%
GBP/USD 1,2603 -0,08% 1,2643 1,2578 -4,9%
USD/CNH (Offshore) 6,9970 -0,03% 6,9892 7,0082 +0,4%
Bitcoin
BTC/USD 9.210,76 -2,30% 9.405,26 9.429,76 +27,8%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 39,49 40,90 -3,4% -1,41 -32,3%
Brent/ICE 42,29 43,29 -2,3% -1,00 -32,4%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.803,32 1.810,50 -0,4% -7,19 +18,8%
Silber (Spot) 18,66 18,63 +0,2% +0,03 +4,5%
Platin (Spot) 837,40 849,65 -1,4% -12,25 -13,2%
Kupfer-Future 2,83 2,81 +0,5% +0,01 +0,5%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/err

END) Dow Jones Newswires

July 09, 2020 16:16 ET ( 20:16 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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PKT +9,15
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PKT +101,82
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BTC/USD 11.517,2550 +0,10%
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