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MÄRKTE USA/Unitedhealth treibt Dow auf Rekordhoch

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Die Zinssenkungssignale, die US-Notenbankchef Jerome Powell am Mittwoch ausgesandt hatte, tragen den Markt am Donnerstag noch etwas nach oben. Im frühen Handel überwand der Dow-Jones-Index erstmals die Marke von 27.000 Punkten.

Am Vortag hatten Powells Aussagen Schwung in den Markt gebracht und die großen Aktienindizes auf Rekordhochs getrieben. Auch Anleihen und Gold profitierten davon, während der Dollar nachgab.

Gegen Mittag (Ortszeit New York) gewinnt der Dow-Jones-Index 0,7 Prozent auf 27.058 Punkte, der S&P-500P-500 rückt um 0,2 Prozent vor und der Nasdaq-Composite um ebenfalls 0,2 Prozent.

Der Dow verdankt sein Plus vor allem der Aktie von Unitedhealth, die sich um 5,1 Prozent verteuert. Der Krankenversicherer profitiert davon, dass die US-Regierung beim geplanten Verbot von Rabatten der Pharmaindustrie für sogenannte Pharma Benefit Manager (PBM) zurückgerudert ist. Die PBM handeln im Auftrag staatlicher und privater Krankenversicherer mit den Pharmaherstellern und Apotheken die Arzneimittelpreise aus. Das System ist auch in der US-Regierung umstritten. Nach Ansicht von Kritikern treibt es die Medikamentenpreise künstlich nach oben, doch es gibt auch Stimmen, die befürchten, dass ohne die Möglichkeit von Rabatten die Preise noch höher wären. Unter den anderen PBM-Betreibern verteuern sich Cigna um 11,9 Prozent und CVS um 5,4 Prozent.

Aktien von Pharmaherstellern werden hingegen verkauft, denn in einer Stellungnahme sagte eine Sprecherin des US-Präsidenten, dass dieser nach wie vor deutlich niedrigere Medikamentenpreise anstrebe. Präsident Trump hat die Pharmaindustrie wiederholt scharf wegen ihrer Preispolitik angegriffen. Im Dow verlieren Pfizer 3 Prozent und Merck & Co 3,1 Prozent.

Neue Konjunkturdaten aus den USA liefern kein zusätzliches Argument für Zinssenkungen. Denn die Verbraucherpreise zogen etwas stärker an als erwartet, während die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten leicht besser ausfielen als prognostiziert.

Die Anhörung und Befragung Powells vor dem Bankenausschuss des Senats am Donnerstag gibt dem Aktienmarkt ebenfalls keine neuen Impulse. "Wir haben diesen Morgen viel grünes Licht, aber keine Euphorie", sagt Marktstratege Vincent Juvyns von JPM Asset Management.



Dollar fängt sich mit Teuerungsdaten


Die Dollarschwäche des Vortags setzte sich am Donnerstag zunächst noch ein wenig fort, doch holte der Greenback mit den gestiegenen Verbraucherpreisen die Tagesverluste fast vollständig auf. Powells taubenhafte Signale hatten die US-Devise am Mittwoch auf breiter Front nach unten geführt. Aktuell steht der Euro bei 1,1260 Dollar nach 1,1250 Dollar am späten Mittwoch.

Öl kommt nach dem jüngsten kräftigen Anstieg etwas zur Ruhe. Zuletzt stützten die anlaufende Hurrikansaison im Golf von Mexiko und die sinkenden US-Lagerbestände. Zudem verschärft sich die Irankrise weiter mit der versuchten Attacke des Landes auf einen britischen Tanker im Persischen Golf. Das Barrel der US-Sorte WTI steigt aber nur um 0,5 Prozent auf 60,76 Dollar, Brent notiert kaum verändert bei 67,04 Dollar.

Beim Gold werden mit den höheren Teuerungsdaten ein paar Gewinne mitgenommen. Zuletzt hatte der Preis von der Zinssenkungsfantasie profitiert. In einem Umfeld hoher Zinsen wird Gold oftmals verkauft, da es als zinsloses Investment gegenüber anderen Assets ins Hintertreffen zu geraten droht. Aktuell gibt der Preis für die Feinunze 0,4 Prozent ab auf 1.413 Dollar.

US-Anleihen laufen mit den Inflationsdaten nach unten, die Zehnjahresrendite steigt um 2,9 Basispunkte auf 2,09 Prozent.



Schwache Zahlen belasten Bed Bath & Beyond


Für Bed Bath & Beyond geht es fast 8 Prozent nach unten. Der Inneneinrichter hatte das zweite Quartal in Folge einen Verlust gemeldet, erneut belastet von hohen Abschreibungen unter anderem auf den Unternehmenswert. Gleichzeitig sank der Umsatz.

Delta Air sieht optimistisch nach vorn. Nach Wettbewerber American Airlines erhöht auch diese US-Fluglinie ihre Prognosen und will mehr Dividende zahlen. Für die Aktie geht es um 1,3 Prozent nach oben.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 27.057,57 0,73 197,37 15,99
S&P-500 3.000,35 0,24 7,28 19,69
Nasdaq-Comp. 8.216,57 0,17 14,04 23,83
Nasdaq-100 7.927,75 0,31 24,35 25,24

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,84 1,3 1,83 63,8
5 Jahre 1,85 2,8 1,82 -7,2
7 Jahre 1,96 3,2 1,93 -28,7
10 Jahre 2,09 2,9 2,06 -35,4
30 Jahre 2,60 2,2 2,58 -46,8

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:30 Uhr Mi, 17.23 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1258 +0,03% 1,1268 1,1248 -1,8%
EUR/JPY 121,91 -0,08% 121,71 122,00 -3,0%
EUR/CHF 1,1129 -0,05% 1,1122 1,1133 -1,1%
EUR/GBP 0,8971 -0,33% 0,8995 0,9002 -0,3%
USD/JPY 108,29 -0,12% 108,02 108,46 -1,2%
GBP/USD 1,2551 +0,37% 1,2526 1,2497 -1,7%
Bitcoin
BTC/USD 11.620,00 -2,58% 11.391,75 12.364,00 +212,4%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 60,76 60,43 +0,5% 0,33 +27,7%
Brent/ICE 67,04 67,01 +0,0% 0,03 +21,4%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.412,59 1.418,90 -0,4% -6,31 +10,1%
Silber (Spot) 15,20 15,25 -0,4% -0,06 -1,9%
Platin (Spot) 826,94 827,00 -0,0% -0,06 +3,8%
Kupfer-Future 2,69 2,70 -0,2% -0,00 +1,7%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/raz

END) Dow Jones Newswires

July 11, 2019 11:57 ET ( 15:57 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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