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MÄRKTE USA/Unsicherheit und Öl-Schwäche drücken Dow ins Minus

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
NEW YORK (Dow Jones)--Nach einem flatterigen Verlauf haben die Aktienkurse an der Wall Street am Ende kein einheitliches Bild abgegeben. Die Erholungsbewegung wurde im späten Geschäft weitgehend zunichte gemacht, nachdem das Schwanken des Ölpreises das Auf und Ab am Aktienmarkt bestimmt hatte. Daneben standen Aussagen von Fed-Chefin Janet Yellen im Blick. In ihrem Bericht zur Geldpolitik ging sie auf konjunkturelle Risiken ein, die den Marsch Richtung höhere Zinsen verlangsamen könnten.

Der Dow-Jones-Index tendierte sehr viel schwächer als die anderen Leitindizes, da einige kraftlose Indexmitglieder drückten, voran Disney. Der Index fiel um 0,6 Prozent auf 15.915 Punkte. Für den S&P-500 notierte unverändert bei 1.852 Punkte. Der Nasdaq-Composite gewann 0,4 Prozent auf 4.284 Punkte. Das Umsatzvolumen fiel auf 1,08 (Dienstag: 1,17) Milliarden gehandelten Aktien an der Nyse erneut recht hoch. Die Zahl der Kursgewinner übertraf mit 1.662 (966) die der -verlierer mit 1.464 (2.189), während 83 (50) Titel unverändert schlossen.

In ihrer Anhörung vor dem Ausschuss für Finanzdienstleistungen des US-Repräsentantenhauses schätzte Yellen die Aussichten der US-Wirtschaft etwas weniger optimistisch ein. Eine Abkehr von den geplanten schrittweisen Zinserhöhungen war daraus jedoch nicht abzulesen. Eine Zinssenkung gar sei wohl kaum nötig, so Yellen, auch wenn die Furcht vor einer Rezession die Märkte gegenwärtig bestimmten. In jüngster Zeit hatten schwächere Konjunkturdaten Zweifel daran geweckt, ob die Notenbank ihren Zinserhöhungszyklus wie geplant durchziehen wird. PortfolioAnalystin Kelly Bogdanov von RBC Wealth Management sagte, Yellen habe einen guten Mittelweg zwischen tauben- und falkenhaften Aussagen beschritten und so die Märkte erst einmal nicht verschreckt.

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Ölpreis schließt nach wildem Auf und Ab im Minus

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Der am Dienstag arg gebeutelte Ölpreis schloss nach einigen Salti erneut im Minus. Neue amerikanische Lagerbestandsdaten trieben den Preis kurzzeitig, bevor die Gewinne wieder ausradiert wurden. Die Daten hatten überraschend ein Schrumpfen der Bestände angezeigt. Am Ende siegte aber die Konjunkturskepsis, befeuert auch durch die Yellen-Aussagen. Mit 27,45 Dollar notierte der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI zum Settlement 1,8 Prozent unter dem Niveau des Vorabends.

Die klassischen Rückzugsorte risikoscheuer Investoren wie Gold und Staatsanleihen stießen auf Kaufinteresse. Der Preis für die Feinunze Gold legte am Spotmarkt 0,6 Prozent zu auf 1,196 Dollar. Eine Versteigerung zehnjähriger Titel fund gute Nachfrage, so dass die Rendite auf den niedrigsten Stand bei einer Auktion seit 2012 fiel. Am Sekundärmarkt gab die ohnehin bereits tiefe Rendite von Treasurys dieser Laufzeit um weitere fünf Basispunkte ab auf 1,69 Prozent.

Am Devisenmarkt sank der Euro schon am Vormittag wieder unter die Marke von 1,13 Dollar zurück, die er am Mittwoch überwunden hatte. Im Tief ging es sogar bis auf 1,1158 Dollar abwärts, bevor die Gemeinschaftswährung sich dann auf 1,1294 Dollar erholte. Der schwankende Verlauf spiegelte die Unsicherheit, die auch an den anderen Märkten zu spüren war.,

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Disney und Time Warner werden trotz guter Zahlen verschmäht

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An der Börse mussten die Quartalszahlen von Walt Disney verarbeitet werden. Der Unterhaltungskonzern hatte am Dienstag nach Börsenschluss in den USA ein Rekordergebnis gemeldet, das er nicht zuletzt dem neuen Star-Wars-Film verdankte. Allerdings bereitet der Sportsender ESPN dem Konzern offenbar weiter Probleme. Das nehmen ihm die Anleger übel; die Aktie verlor 3,8 Prozent. Sie war der mit Abstand größte Verlierer im Dow-Jones-Index.

Time Warner hat zwar wechselkursbedingt wider Erwarten einen Umsatzrückgang im vierten Quartal verzeichnet, trotzdem aber mehr verdient als Analysten prognostiziert hatten. Für das laufende Jahr gibt sich der Konzern optimistischer. Gleichwohl fiel der Kurs um 5,1 Prozent.

SolarCity brachen um gut 29 Prozent ein. Die Solarstrom-Gesellschaft hatte am späten Dienstag mitgeteilt, weiter hinter ihren Zielen bei der Installation von Anlagen unter ihren Zielen liege,

Die Aktie des angeschlagenen Erdgaskonzerns Chesapeake fiel um weitere 13 Prozent. Der schuldengeschüttelte Konzern ist ein Opfer der sinkenden Rohstoffpreise. Am Dienstag hatte Standard & Poor's das Rating auf CCC gesenkt. Allein in diesem Jahr ist das Papier bereits um 62 Prozent eingebrochen.

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INDEX zuletzt +/- % absolut
DJIA 15.914,74 -0,62 -99,64
S&P-500 1.851,86 -0,02 -0,35
Nasdaq-Comp. 4.283,59 0,35 14,83
Nasdaq-100 3.966,28 0,47 18,47

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8.33 Uhr Di, 17.30 Uhr
EUR/USD 1,1295 0,10% 1,1283 1,1311
EUR/JPY 128,06 -1,22% 129,64 130,20
EUR/CHF 1,0979 -0,03% 1,0981 1,0980
GBP/EUR 1,2868 0,26% 1,2834 1,2812
USD/JPY 113,38 -1,30% 114,87 115,08
GBP/USD 1,4533 0,37% 1,4480 1,4490

ROHOEL zuletzt Vortag Settlmt +/- % +/- USD
WTI/Nymex 27,35 27,94 -2,11 -0,59
Brent/ICE 30,90 30,84 1,91 0,58

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD
Gold (Spot) 1.196,59 1.188,90 +0,6% +7,69
Silber (Spot) 15,27 15,24 +0,2% +0,03
Platin (Spot) 934,16 933,75 +0,0% +0,41
Kupfer-Future 2,02 2,04 -1,2% -0,02
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/raz

END) Dow Jones Newswires

February 10, 2016 16:12 ET (21:12 GMT)

Copyright (c) 2016 Dow Jones & Company, Inc.
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