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MÄRKTE USA/US-Aktien nach zwei Tagen mit Aufschlägen im Minus erwartet

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Nach zwei Tagen mit Aufschlägen in einem schwierigen Marktumfeld stellen sich Marktteilnehmer am Donnerstag an der Wall Street auf leichte Verluste ein. Der Aktienterminmarkt suggeriert eine knapp behauptete Handelseröffnung am Kassamarkt. Dank guter Wirtschaftsdaten reduziert der Aktienterminmarkt die Verluste.

Der weiter schwelende Handelskonflikt mit der Sorge um das globale Wachstum und eine Handvoll eher enttäuschender Geschäftsberichte drücken aber etwas auf die Stimmung. Händler nennen hier vor allem Morgan Stanley.

Nach zuletzt einigen ermutigenden Signalen zum chinesisch-amerikanischen Handelsstreit schwappen nun wieder negative Schlagzeilen auf den Markt: Der chinesische Telekommunikationsausrüster Huawei Technologies muss sich mit neuen Vorwürfen in den USA auseinandersetzen. Bundesbehörden hätten Ermittlungen gegen die Chinesen wegen des Verdachts auf Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen aufgenommen, berichten mehrere Informanten. Die Huawei-Untersuchung werfe die Frage auf, ob der aufgekommene Optimismus in den Handelsfragen nicht verfrüht gewesen sei, heißt es im Handel.

Zudem gibt es mahnende Stimmen, die unter Verweis auf den Regierungsstillstand in den USA von Verzögerungen bei den Verhandlungen im Handelsstreit sprechen. Der Handelskonflikt zusammen mit dem Regierungsstillstand, höhere Kreditkosten und die Volatilität am Aktienmarkt sind auch im Konjunkturbericht Beige Book der US-Notenbank am Vorabend thematisiert worden. Einige Unternehmen führten deshalb geplante Investitionen zurück und senkten den Ausblick auf 2019, heißt es im Handel.



Philly-Fed-Index setzt Ausrufezeichen


Gestützt wird der Aktienmarkt von einem überraschenden konjunkturellen Ausrufezeichen: Denn die Lage der US-Industrie in der Region Philadelphia hat sich spürbar aufgehellt. Der Konjunkturindex der Federal Reserve Bank of Philadelphia im Januar verdoppelte sich fast, obwohl Volkswirte einen Rückgang prognostiziert hatten. Zudem fielen auch die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten besser als gedacht aus.

Unter den Einzelaktien brechen Morgan Stanley im vorbörslichen Handel um 5,7 Prozent ein. Die Großbank hat den Gewinn im vierten Quartal zwar kräftig gesteigert. Allerdings verdiente die US-Bank weniger als am Markt erwartet. Zudem sanken die Einnahmen, was mit dem schwierigen Marktumfeld begründet wird. Mit Blick auf den gesamten Bankensektor sagt Tom Essaye, Präsident des Sevens Reports: "Die Aussagen der Bankenvorstände sind nicht berauschend, aber besser als befürchtet." Angesichts der niedrigen Markterwartungen für den Finanzsektor in dieser Berichtssaison hülfen die Geschäftszahlen dem Aufwärtsdrang des Marktes etwas, für eine deutliche Aufwärtsbewegung bei Aktienkursen reiche es aber nicht.

Apple büßen 0,6 Prozent ein. Der Technologiekonzern plant Medienberichten zufolge angesichts einer Verlangsamung des iPhone-Umsatzwachstums, in bestimmten Bereichen keine neuen Mitarbeiter einzustellen. Allerdings hatte Apple-Chef Tim Cook dies bereits einen Tag nach der Umsatzwarnung Anfang des Monats bei einem Auftritt vor Angestellten erklärt.

Alcoa geben um 1,3 Prozent nach. Der Aluminiumkonzern hat sein viertes Quartal beim Gewinn besser als erwartet abgeschlossen, rechnet aber für 2019 mit keinen großen Sprüngen.

Für Kinder Morgan geht es um 1,6 Prozent nach unten. Der Umsatz des Pipeline-Betreibers hat die Erwartungen verfehlt. Um 8,1 Prozent sinken die Aktien des Klebstoffherstellers H.B. Fuller. Die vorgelegten Geschäftszahlen und der Ausblick auf 2019 enttäuschen.

Der Kurs des Eisenbahnbetreibers CSX gibt um 2,9 Prozent nach, obwohl das Unternehmen mit seinen Geschäftszahlen zum vierten Quartal die Markterwartungen knapp übertroffen hat. Allerdings fiel dessen ungeachtet der Nettogewinn deutlich niedriger aus als im Vorjahr.

Cars.com ziehen dagegen um 10 Prozent an. Die Automobilwebseite hat angekündigt, strategische Alternativen für das Unternehmen zu prüfen. Dies beinhalte auch einen möglichen Verkauf.

Mit den überraschend starken Daten zieht der Dollar etwas an. Der Euro fällt auf 1,1387 nach einem Tageshoch bei 1,1407 Dollar. Das britische Pfund neigt nach dem überstandenen Misstrauensvotum gegen Premierministerin Theresa May etwas zur Stärke. Doch selbst im positivsten Szenario eines Ausfalls des Brexit sieht Marktexpertin Seema Shah von Principal Global Investors (PGI) nur begrenztes Potenzial für das Pfund Sterling.

Der Goldpreis kommt mit dem steigenden Dollarkurs und den überzeugenden US-Daten von seinem Zweiwochenhoch zurück. Die Brexit-Unsicherheit werde von den positiven US-Daten überlagert, womit das Edelmetall an Glanz verliere, heißt es. Die Feinunze verbilligt sich um 0,2 Prozent auf 1.291 Dollar.



US-Förderung drückt Ölpreis


Am Rentenmarkt drehen die Notierungen mit den US-Daten ins Minus, die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen bewegt sich auf Tagessicht aber kaum. Händler sprechen von einen konjunkturellen Lebenszeichen, das die Festverzinslichen unattraktiver erscheinen lasse.

Die Ölpreise werden von der Aussicht auf eine steigende US-Förderung ausgebremst. Die US-Energiebehörde rechnet mit einem Anstieg der nationalen Ölförderung 2019. Das Fass US-Leichtöl der Sorte WTI verbilligt sich um 1,8 Prozent auf 51,38 Dollar, europäisches Referenzöl der Sorte Brent um 1,6 Prozent auf 60,35 Dollar.



US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 2,55 0,8 2,54 134,7
5 Jahre 2,55 0,8 2,54 62,5
7 Jahre 2,62 0,5 2,62 37,5
10 Jahre 2,73 0,3 2,72 28,2
30 Jahre 3,06 -0,6 3,07 -0,4

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:29 Mi, 17:15 % YTD
EUR/USD 1,1393 -0,01% 1,1378 1,1403 -0,6%
EUR/JPY 124,02 -0,26% 123,85 124,08 -1,4%
EUR/CHF 1,1311 +0,26% 1,1284 1,1289 +0,5%
EUR/GBP 0,8829 -0,22% 0,8844 0,8861 -1,9%
USD/JPY 108,86 -0,24% 108,87 108,80 -0,7%
GBP/USD 1,2904 +0,20% 1,2865 1,2866 +1,1%
Bitcoin
BTC/USD 3.581,75 -0,51% 3.592,38 3.610,25 -3,7%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 51,43 52,31 -1,7% -0,88 +13,3%
Brent/ICE 60,38 61,32 -1,5% -0,94 +11,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.290,95 1.293,50 -0,2% -2,55 +0,7%
Silber (Spot) 15,51 15,60 -0,6% -0,09 +0,1%
Platin (Spot) 805,00 807,00 -0,2% -2,00 +1,1%
Kupfer-Future 2,66 2,67 -0,4% -0,01 +1,2%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/mgo

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January 17, 2019 09:09 ET ( 14:09 GMT)

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