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finanztreff.de

MÄRKTE USA/US-Börsen bei verkürztem Handel etwas leichter erwartet

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Die US-Börsen dürften am Freitag etwas leichter starten. Marktteilnehmer erwarten leichte Gewinnmitnahmen, aus Sorge davor, dass über das Wochenende negative Meldungen zum Handelsstreit zwischen den USA und China aufschlagen könnten. Zudem dürften viele Anleger nach dem Thanksgiving-Feiertag am Donnerstag den Freitag als Brückentag nutzen, zumal an den US-Börsen nur ein verkürzter Handel stattfindet. Der Future auf den S&P-500 gibt vorbörslich leicht nach.

Übergeordnetes Thema bleibt der Handelskonflikt. Hier macht sich zunehmend Nervosität breit, nachdem die Verhandlungen über ein Phase-1-Abkommen zuletzt ins Stocken geraten sind. Überdies drohen ab Mitte Dezember neue US-Strafzölle auf chinesische Importe, sollte es bis dahin nicht zu einer Einigung kommen. Die Zeit läuft somit allmählich aus. Erschwerend kommt hinzu, dass die US-Regierung Gesetze zur Unterstützung der Demokratiebewegung in Hongkong beschlossen hat, die Präsident Donald Trump am Mittwoch unterschrieben hat. Peking wertet dies als Einmischung in die inneren Angelegenheiten und zeigt sich verstimmt.

Konjunkturseitig stehen keine Daten auf der Agenda. Wegen des Feiertags ist auch die Nachrichtenlage mit Blick auf US-Unternehmen etwas dünn.


"Black Friday" im Fokus

Amazon und Walmart stehen mit dem "Black Friday", dem Beginn in die Weihnachtskaufsaison, im Fokus des Interesses. Den Zahlen des Online-Marketing und Werbe-Analysehauses Adobe Analytics zufolge wurden bis zum späten Nachmittag am Donnerstag rund 2,1 Milliarden Dollar ausgegeben, gut 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Amazon zeigen sich vorbörslich 0,1 Prozent leichter, für Walmart geht es hingegen 0,2 Prozent aufwärts.

Facebook geben um 0,2 Prozent nach. Über Thanksgiving war der Zugang auf die Internet-Plattform, als auch auf den Messenger-Dienst und Instagram stundenlang für viele Nutzer in den USA gestört. Laut einem Unternehmenssprecher des Konzerns wurde das Problem mittlerweile aber behoben.

Tech Data legen um knapp 12 Prozent zu, nachdem das IT-Unternehmen das Kaufangebot des Privat-Equity-Investors Apollo Global Management befürwortet hat. Der Vorstand hat das verbesserte Angebot von 145 Dollar je Aktie einstimmig angenommen. Apollo hatte sein ursprüngliches Angebot von 130 Dollar angehoben, nachdem Tech Data ein besseres Angebot erhalten haben soll.


Ölpreise geben etwas nach

Am Devisenmarkt zeigt sich ebenfalls wenig Bewegung. Das Pfund gibt fällt auf 1,2887 Dollar nach 1,2905 Dollar am späten Donnerstag. Ein erwarteter Anstieg der Renditen britischer Staatsanleihen könne größere Kapitalzuflüsse nach Großbritannien auslösen und das Pfund unterstützen, sagt Mark Haefele, Global Chief Investment Officer bei der UBS. Dies unterstütze seine "insgesamt optimistische mittel- bis langfristige Sichtweise für das Pfund gegenüber dem US-Dollar aufgrund einer attraktiven Bewertung und struktureller Faktoren", fügt der Vermögensverwalter hinzu. Der Euro zeigt sich zum Dollar ebenfalls etwas leichter bei 1,0991 Dollar nach 1,1010 Dollar am Morgen.

Die zuletzt etwas gestiegene Nervosität hinsichtlich eines Handelsabkommens macht sich bei den vermeintlich "sicheren Häfen" Gold und Anleihen bisher nicht bemerkbar. Die Feinunze Gold notiert 0,1 Prozent leichter bei 1.454 Dollar. Bei den US-Anleihen steigt die Zehnjahresrendite mit sinkenden Notierungen um 0,4 Basispunkt auf 1,77 Prozent.

Die Ölpreise geben etwas nach. Hier richten sich die Blicke zunehmend auf die Opec-Sitzung in der kommenden Woche, wo eine Entscheidung über Produktionskürzungen erwartet wird. Die europäische Sorte Brent gibt um 0,7 Prozent nach auf 63,42 Dollar, während die US-Sorte WTI 0,1 Prozent verliert auf 58,06 Dollar.



US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,63 1,2 1,62 43,0
5 Jahre 1,63 0,0 1,63 -29,0
7 Jahre 1,73 0,5 1,72 -52,3
10 Jahre 1,77 0,4 1,77 -67,4
30 Jahre 2,19 0,3 2,19 -87,4

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8.36 Uhr Do, 17.12 Uhr % YTD
EUR/USD 1,0991 -0,18% 1,1010 1,1006 -4,1%
EUR/JPY 120,51 -0,06% 120,56 120,56 -4,2%
EUR/CHF 1,1011 +0,15% 1,0996 1,0996 -2,2%
EUR/GBP 0,8529 +0,01% 0,8533 0,8529 -5,2%
USD/JPY 109,64 +0,11% 109,51 109,54 -0,0%
GBP/USD 1,2887 -0,19% 1,2903 1,2905 +1,0%
USD/CNH (Offshore) 7,0318 +0,01% 7,0328 7,0347 +2,4%
Bitcoin
BTC/USD 7.740,01 +4,81% 7.469,26 7.564,51 +108,1%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 58,06 58,11 -0,1% -0,05 +19,7%
Brent/ICE 63,42 63,87 -0,7% -0,45 +14,7%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.453,59 1.455,90 -0,2% -2,31 +13,3%
Silber (Spot) 16,87 16,94 -0,4% -0,07 +8,8%
Platin (Spot) 896,04 893,00 +0,3% +3,04 +12,5%
Kupfer-Future 2,65 2,67 -1,2% -0,03 -0,0%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/err/ros

END) Dow Jones Newswires

November 29, 2019 09:10 ET ( 14:10 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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