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MÄRKTE USA/US-Börsen zeigen sich fester - Boeing bremsen Dow

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 6 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Mit Aufschlägen haben sich die US-Börsen am Montag gezeigt. Stützend wirkten Aussagen zum Handelskonflikt zwischen den USA und China. So sagte der chinesische Vizepremier Liu He am Wochenende, die Verhandlungen mit den USA über die sogenannte Phase eins eines Handelsabkommens hätten substanzielle Fortschritte erbracht. Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer teilte mit, dass die US-Regierung darauf abzielt, die erste Phase der Gespräche bis Mitte November abzuschließen.

Auch US-Präsident Donald Trump hatte sich optimistisch über die Wahrscheinlichkeit einer Einigung im Handelsstreit geäußert. Während einer Kabinettssitzung im Weißen Haus sagte er, "der Deal mit China kommt sehr gut voran. Sie müssen einen Deal machen, weil ihre Lieferkette den Bach runtergeht."

Der Dow-Jones-Index gewann 0,2 Prozent auf 26.828 Punkte, gebremst von Schwergewicht Boeing. Der S&P-500 schloss 0,7 Prozent höher bei 3.007 Punkten, während der Nasdaq-Composite 0,9 Prozent zulegte auf 8.163 Punkte. Den 1.971 (Freitag: 1.417) Kursgewinnern an der NYSE standen 1.003 (1.493) -verlierer gegenüber. Unverändert schlossen 63 (109) Aktien.

Derweil scheint sich in Europa die Gefahr eines No-Deal-Brexits vermindert zu haben, der wohl zu einigen Turbulenzen an den Märkten führen würde. Premier Boris Johnson hat bei der EU eine Fristverlängerung beantragt, da er per Gesetz dazu gezwungen war. Eine von Johnson für Montag geplante erneute Abstimmung des Parlaments über den mit der EU ausgehandelten Deal lehnte der Sprecher des britischen Unterhauses John Bercow jedoch ab, da es "eine Wiederholung und ordnungswidrig wäre".

Zudem stehen in dieser Woche eine Reihe wichtiger Unternehmenszahlen ins Haus, unter anderem von Procter & Gamble, United Technologies, McDonald's, Caterpillar, Boeing, Microsoft, Tesla, Amazon, Intel und Visa.


Halliburton nach Zahlen fester

Unter den Einzelwerten hatten Halliburton nach vorbörslichen Abschlägen massiv ins Plus gedreht. Der Öldienstleister hat mit seinem Drittquartalsgewinn zwar im Rahmen der Erwartungen gelegen, beim Umsatz aber die Prognosen der Wall Street verfehlt. Die Aktie gewann dennoch 6,4 Prozent, nachdem sie in diesem Jahr bereits knapp 30 Prozent verloren hatte. In einer Telefonkonferenz mit Analysten sagte Finanzvorstand Lance Loeffler, dass das Unternehmen erwartet, im vierten Quartal für seine Bohr- und Erkundungsaktivitäten gegenüber dem Vorquartal beim Umsatz ein unverändertes Ergebnis bis zu einem Anstieg im niedrigen einstelligen Bereich zu erzielen, mit einer Margenverbesserung zwischen 425 und 475 Basispunkten.

Boeing gaben 3,8 Prozent nach. Der Kongressausschuss, der die 737 MAX-Jetkrise untersucht, nimmt nun die Boeing-Führungskräfte verstärkt unter die Lupe. Untersuchungsergebnisse deuteten darauf hin, dass das Management Druck auf Ingenieure und Piloten ausübt.

Coty haussierten um 13,4 Prozent. Der Kosmetikhersteller will sich von Geschäftsteilen trennen. Wie das von der JAB Holding der deutschen Milliardärsfamilie kontrollierte Unternehmen mitteilte, prüft es einen Verkauf seiner professionellen Beauty-Geschäfte mit Marken wie Wella und OPI. Die zur Disposition stehenden Geschäfte werden in diesem Jahr voraussichtlich einen Umsatz von 2,7 Milliarden US-Dollar erzielen, so Coty.

T-Mobile US verbesserten sich um 0,6 Prozent. Das Unternehmen hat einen weiteren Schritt in Richtung einer Fusion mit dem Konkurrenten Sprint gemacht. Der US-Bundesstaat Colorado hat sich aus dem von mehreren Staaten angestrengten Verfahren gegen den 26 Milliarden US-Dollar schweren Zusammenschluss der beiden Mobilfunkanbieter zurückgezogen, so wie zuvor Mississippi.

Quaker Chemical fielen um 8,1 Prozent, nachdem der Chemiekonzern seine Jahresprognose für das Betriebsergebnis auf Pro-Forma-Basis gesenkt hatte.


Pharmaunternehmen erzielen Vergleich in US-Opioide-Rechtsstreit

In einem Rechtsstreit um die Opioide-Krise in den USA haben vier Unternehmen kurz vor Prozessbeginn einen Vergleich im Volumen von 260 Millionen US-Dollar erzielt. Die Handelsunternehmen McKesson, Cardinal Health und AmerisourceBergen erklärten sich zur Zahlung von zusammen 215 Millionen US-Dollar bereit, wie Anwälte mitteilten. Der israelische Pharmahersteller Teva Pharmaceuticals zahlt 20 Millionen Dollar in bar über die kommenden zwei Jahre und spendet 25 Millionen Dollar für die Suchtbekämpfung. McKesson gaben 3,2 Prozent nach, für Cardinal Health und AmerisourceBergen ging es um 2,2 bzw. 3,3 Prozent nach unten. Teva zeigten sich 8,7 Prozent fester.

Der fünfte Beklagte, Walgreens Boots Alliance, erzielte keine Vereinbarung. Der Prozess gegen das Unternehmen werde vertagt, sagte der zuständige Richter. Die Walgreen-Aktie gab 1,3 Prozent nach.


Pfund profitiert von Brexit-Entwicklung

Am Devisenmarkt stand das Pfund im Fokus. Goldman Sachs attestiert der britischen Devise Steigerungspotenzial bis auf 1,35 Dollar und begründet dies mit dem schwindenden Risiko eines No-Deal-Brexits. Das Pfund gewann 0,3 Prozent auf rund 1,2963 Dollar. Der Euro verlor 0,1 Prozent auf 1,1149 Dollar.

Der Ölpreis litt unter Nachfragesorgen. Die Commerzbank geht davon aus, dass das zurückhaltende Sentiment sich noch fortsetzen dürfte, befördert vom US-chinesischen Handelsstreit und den Rezessionssorgen. Am Freitag hatte China enttäuschende Wachstumsdaten veröffentlicht. Zudem hatte Russland am Sonntag mitgeteilt, dass es im September seinen Verpflichtungen, die Produktion zu senken, nicht habe nachkommen können. Dazu noch soll möglicherweise bald wieder die Produktion in Ölfeldern in der neutralen Zone zwischen Saudi-Arabien und Kuwait wiederaufgenommen werden, die in den vergangenen vier Jahren ausgesetzt war. Ein Barrel der Sorte US-WTI verlor 0,6 Prozent auf 53,47 Dollar, ein Barrel der global gehandelten Sorte Brent gab ebenfalls 0,6 Prozent ab auf 59,09 Dollar.

Der Goldpreis gab aufgrund der größeren Risikobereitschaft 0,4 Prozent nach auf 1.484 Dollar je Feinunze bei einem Tageshoch von 1.495 Dollar. Auch Anleihen standen im Schatten der riskanteren Anlagen wie Aktien. Die Rendite der zehnjährigen Papiere stieg mit fallenden Notierungen um 4,9 Basispunkte auf 1,80 Prozent.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 26.827,85 0,22 57,65 15,01
S&P-500 3.006,73 0,69 20,53 19,94
Nasdaq-Comp. 8.162,99 0,91 73,44 23,02
Nasdaq-100 7.940,33 0,91 71,84 25,44

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,61 3,7 1,57 40,9
5 Jahre 1,61 5,0 1,56 -31,4
7 Jahre 1,71 5,4 1,65 -54,1
10 Jahre 1,80 4,9 1,75 -64,4
30 Jahre 2,29 4,3 2,25 -77,4

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8.31 Uhr Fr, 17:26 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1149 -0,07% 1,1157 1,1140 -2,8%
EUR/JPY 121,11 +0,12% 121,09 120,89 -3,7%
EUR/CHF 1,0992 +0,02% 1,1000 1,0986 -2,4%
EUR/GBP 0,8601 -0,37% 0,8634 0,8644 -4,4%
USD/JPY 108,62 +0,17% 108,53 108,52 -0,9%
GBP/USD 1,2963 +0,31% 1,2923 1,2881 +1,6%
USD/CNH (Offshore) 7,0712 -0,02% 7,0715 7,0777 +2,9%
Bitcoin
BTC/USD 8.201,01 -0,04% 8.250,26 7.922,26 +120,5%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 53,47 53,78 -0,6% -0,31 +10,9%
Brent/ICE 59,09 59,42 -0,6% -0,33 +6,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.484,02 1.490,06 -0,4% -6,04 +15,7%
Silber (Spot) 17,57 17,55 +0,1% +0,02 +13,4%
Platin (Spot) 888,12 890,95 -0,3% -2,83 +11,5%
Kupfer-Future 2,65 2,64 +0,3% +0,01 -0,0%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/err

END) Dow Jones Newswires

October 21, 2019 16:15 ET ( 20:15 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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BOEING 337,70 +1,38%
EUR +4,60
CARDINAL HEALTH INC. 50,31 +0,67%
EUR +0,33
HALLIBURTON 18,61 -1,45%
EUR -0,27
QUAKER CHEMICAL CORP. DL1 141,94 +7,53%
EUR +9,94
MCKESSON DL-,01 130,76 -0,21%
EUR -0,28
TEVA PHARMA 8,62 +1,06%
EUR +0,09
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PKT +222,93
NASDAQ 100 8.315,52 +0,70%
PKT +57,69
S&P 500 3.119,75 ±0,00%
PKT ±0,00
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ILS -0,60
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EUR +1,58
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EUR -0,40
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