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MÄRKTE USA/Verhalten weiter aufwärts - Warten auf die Notenbanken

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Die Anleger an der Wall Street scheinen dem neuesten positiven Signal im US-chinesischen Handelsstreit nicht viel abzugewinnen. Obwohl China Listen mit Importprodukten veröffentlicht hat, die im Handelsstreit mit den USA von höheren Zöllen ausgenommen sein sollen, weil sich beide Seiten auf die nächste Runde der Handelsgespräche im Oktober vorbereiten, zeichnen sich zum Start an den US-Börsen nur wenig veränderte Indizes ab.

Dabei könnte auch eine Rolle spielen, dass laut einer Umfrage US-Unternehmen ihre Engagements in China wegen des sich dort verlangsamenden Wachstums und des anhaltenden Handelsstreits zurückfahren. In der Umfrage ist von sinkenden Umsätzen, verringerten Investitionen und Stellenabbau die Rede.

Etwas dämpfend wirkt laut Marktbeobachtern, dass die Erwartungen an das EZB-Treffen am Donnerstag zuletzt etwas gesunken seien. So rechneten viele Akteure nun mit weniger geldpolitischen Stimuli für die lahmende Wirtschaft als noch vor einigen Tagen. Dabei geht es besonders darum, ob die EZB erneut damit beginnt, Wertpapiere zu kaufen, sogenanntes Quantative Easing. "Vor dem EZB-Treffen scheinen die Investoren angesichts der hoch geschraubten Erwartungen etwas Geld vom Tisch zu nehmen", sagt Rentenexperte Antoine Bouvet von ING.


Dollar und US-Renditen steigen

Hinzu kommt der Dollar als Bremser. Mit einem Eurokurs von knapp unter 1,10 Dollar bewegt sich der Greenback weiter im Bereich eines Zweieinhalbjahreshochs. Der Euro wird wegen der erwarteten geldpolitischen Lockerungen verkauft. Unter dem Strich verteuert das US-Exporte in die Eurozone. Dass US-Präsident Donald Trump erneut von der US-Notenbank drastisch niedrigere Zinsen eingefordert hat, wird am Devisenmarkt lediglich zur Kenntnis genommen, den Dollar belastet es nicht. Kommende Woche findet das nächste Zinstreffen der US-Notenbank statt.

Am Anleihemarkt legen die Renditen noch etwas weiter zu, nachdem sie am Dienstag erneut gestiegen waren. Die US-Zehnjahresrendite liegt bei 1,72 Prozent. Darin spiegelt sich laut Händlern die leichte Entspannung im Handelsstreit ebenso wider wie die gesunkenen Erwartungen an die EZB.

Dass die US-Erzeugerpreise im August einen Tick stärker als erwartet gestiegen sind, spielt zunächst keine erkennbare Rolle.

Am Aktienmarkt könnten wie zuletzt bereits gesehen sogenannte Value-Aktien, die in den vergangenen Monaten gegenüber Wachstumstiteln eher zurückgeblieben waren, weiter den Vorzug erhalten. Laut Marktbeobachtern mehren sich die Stimmen jener Strategen, die in nächster Zeit auf eine solche Rotation setzen.


Baker Hughes leiden unter GE-Rückzug

Unter den Einzelwerten zeigen sich Apple vorbörslich gut behauptet. Am Dienstag hatte die Aktie auf die Präsentation neuer Produkte - darunter drei neue iPhone-Modelle - moderat positiv reagiert und gut 1 Prozent fester geschlossen.

Baker Hughes kommen um fast 3 Prozent zurück, nachdem General Electric mitgeteilt hat, die Kontrollmehrheit an dem Ölfelddienstleister aufzugeben und damit rund 3 Milliarden Dollar einzunehmen. General Electric liegen auf Nasdaq.com gut behauptet

Gamestop brechen um 15 Prozent ein. Der Videospieleinzelhändler will 180 bis 200 seiner insgesamt 5.700 Geschäfte schließen, weil er darunter leidet, dass Kunden vermehrt Spiele auf ihre Konsolen laden und vom Kauf der Software auf Datenträgern absehen. Das Unternehmen hatte zuvor einen Verlust von mehr als 400 Millionen Dollar mitgeteilt.


Ölpreise ziehen trotz skeptischerer Opec an

Die Ölpreise ziehen etwas an im Vorfeld der Bekanntgabe der US-Lagervorräte. Am Vorabend hatte ein US-Branchenverband einen deutlich stärkeren Rückgang seiner Bestände in der vergangenen Woche berichtet als er für die offiziellen Daten mit 2,4 Millionen Barrel erwartet wird. Die Vorratsdaten überlagern, dass die Opec in ihrem Monatsbericht die Wachstumsprognose für die Ölnachfrage 2019 den zweiten Monat in Folge gesenkt hat, weil sie von einem schwächeren Wachstum der Weltwirtschaft ausgeht.



DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 7:40 h Di, 17:30 h % YTD
EUR/USD 1,1004 -0,41% 1,1049 1,1048 -4,0%
EUR/JPY 118,54 -0,22% 119,12 118,51 -5,7%
EUR/CHF 1,0937 -0,18% 1,0964 1,0935 -2,8%
EUR/GBP 0,8914 -0,32% 0,8938 0,8945 -1,0%
USD/JPY 107,70 +0,17% 107,80 107,28 -1,8%
GBP/USD 1,2343 -0,10% 1,2366 1,2352 -3,3%
USD/CNY 7,1172 +0,06% 7,1104 7,1126 +3,5%
Bitcoin
BTC/USD 10.049,00 -0,40% 10.010,87 10.174,50 +170,2%


ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 57,88 57,40 +0,8% 0,48 +20,5%
Brent/ICE 63,04 62,38 +1,1% 0,66 +13,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.492,64 1.486,00 +0,4% +6,64 +16,4%
Silber (Spot) 18,12 18,02 +0,6% +0,10 +17,0%
Platin (Spot) 943,92 931,00 +1,4% +12,92 +18,5%
Kupfer-Future 2,60 2,61 -0,3% -0,01 -1,6%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos/mgo

END) Dow Jones Newswires

September 11, 2019 08:51 ET ( 12:51 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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