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MÄRKTE USA/Verhaltenes Geschäft mit Sorgen wegen China

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Die Anleger an der Wall Street haben am Montag weiter besorgt Richtung China geblickt. Die Unsicherheit rund um ein Handelsabkommen bleibt nach wie vor groß. Allerdings kam im Verlauf des Tages etwas Kaufbereitschaft auf. Der Dow-Jones-Index schloss sogar leicht im Plus, gezogen vom Schwergewicht Boeing.

Er stieg um 10 Punkte auf 27.691 Punkte. Der S&P-500 fiel um 0,2 Prozent auf 3.087 Punkte. Der Nasdaq-Composite schloss mit einem Minus von 0,1 Prozent bei 8.464 Punkten. Den 1.254 (Freitag: 1.559) Kursgewinnern an der Nyse standen 1.688 (1.416) -verlierer gegenüber. Unverändert schlossen 89 (67) Aktien.

Am Wochenende waren die Unruhen in Hongkong abermals eskaliert. Händler sahen eine Situation in der chinesischen Sonderverwaltungszone, die außer Kontrolle geraten könnte. Die Polizei hat auf Demonstranten geschossen und mehrere getroffen. Im Handel fürchtet man, dass die Eskalation den Sicherheitsorganen vom chinesischen Kernland einen Vorwand zum Eingreifen liefern könnte. Dies könnte auch einen Schatten auf die Handelsgespräche zwischen China und den USA werfen. Dies gilt umso mehr, da sich US-Präsident Donald Trump zuletzt wieder etwas zurückhaltender zum Stand der Gespräche geäußert hatte.


Dollar schwächelt

Der Dollar neigte derweil zur Schwäche, der ICE-Dollarindex gab 0,2 Prozent ab. Der Yen als vermeintlicher Fluchthafen in unsicheren Zeiten profitierte von den Bildern der Gewalt in Hongkong, der Dollar sank auf 109,05 Yen nach Wechselkursen um 109,25 am Freitagabend. Auch der Euro legte zum Greenback zu. Das britische Pfund schoss sogar deutlich nach oben. Grund waren Aussagen von Nigel Farage, dem Vorsitzenden der britischen Brexit-Partei. Er kündigte an, dass seine Partei in konservativ beherrschten Wahlkreisen bei den Neuwahlen im Dezember nicht antreten werde. Damit erhöhen sich laut Marktteilnehmern die Chancen auf einen Wahlsieg der Tories und auf eine Umsetzung des Brexit-Plans von Premierminister Boris Johnson.

Trotz der Dollarschwäche und den Sorgen um die Stabilität in Hongkong zeigte sich Gold verhalten. Die Feinunze verlor um 0,2 Prozent auf 1.455 Dollar, das war der tiefste Stand seit Anfang August. Der Rückschlag bei Gold kam gleichzeitig mit der Erholung der Aktien im Tagesverlauf.

Am Rentenmarkt tat sich indes nichts, denn dieser blieb wegen des Veterans Days geschlossen. Die Ölpreise zeigten sich nach vorübergehenden Erholungstendenzen leichter. US-Leichtöl der Sorte WTI verbilligte sich um 0,6 Prozent auf 56,88 Dollar je Fass, europäisches Referenzöl der Sorte Brent um 0,5 Prozent auf 62,17 Dollar. Die Verluste begründeten Händler mit Nachfragesorgen wegen der wieder etwas gesunkenen Hoffnung auf ein Ende des Handelsdisputs. Das im Iran entdeckte neue Ölfeld spielt angesichts der Iran-Sanktionen kaum eine Rolle am Ölmarkt.


Walgreens mit möglichem Delisting gesucht

Unter den Einzelaktien zogen die Titel der Drogeriemarktkette Walgreens Boots Alliance um 5,1 Prozent an und führten damit das Tableau im Dow an. Marktteilnehmer verwiesen auf eine Bloomberg-Meldung mit Bezug auf informierte Kreise, wonach sich die Beteiligungsgesellschaft KKR formell an den Konzern gewandt habe, um Pläne für einen Abschied von der Börse zu prüfen. Laut Händlern könnte es der größte mit Fremdmitteln finanzierte "Buyout" aller Zeiten werden. Bereits in der Vorwoche hatten entsprechende unbestätigte Berichte bei verschiedenen Medien die Runde gemacht. Finale Entscheidungen sollen aber bislang keine getroffen worden sein.

Für Boeing ging es um 4,6 Prozent nach oben. Der US-Flugzeugbauer Boeing hat die Wiederaufnahme des Flugverkehrs seiner 737-MAX-Maschinen für Januar angekündigt. Teilnehmer zeigten sich hiervon ermutigt, auch wenn Boeing zuvor noch den Dezember ins Auge gefasst hatte.

T-Mobile verloren 1,7 Prozent. Der US-Büroraumanbieter Wework will offenbar den CEO von T-Mobile US abwerben. Wework spreche John Legere über einen Wechsel an die Unternehmensspitze des angeschlagenen Startup, sagten mit der Sache vertraute Personen.

Tupperware Brands fielen um 1,2 Prozent. Der Hersteller von Kunststoffhaushaltsartikeln hat die Quartalsdividende ausfallen lassen. Die Gesellschaft will damit ihre finanzielle Flexibilität und in der Folge die Profitabilität verbessern. Nine Energy Service explodierten um gut 21 Prozent nach oben, nachdem das Unternehmen seinen Quartalsbericht vorgelegt hat.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 27.691,49 0,04 10,25 18,71
S&P-500 3.087,01 -0,20 -6,07 23,14
Nasdaq-Comp. 8.464,28 -0,13 -11,04 27,56
Nasdaq-100 8.241,91 -0,17 -13,97 30,20

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:13 Fr, 17:20 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1033 +0,11% 1,1028 1,1019 -3,8%
EUR/JPY 120,31 -0,05% 120,18 120,23 -4,3%
EUR/CHF 1,0959 -0,30% 1,0985 1,0984 -2,6%
EUR/GBP 0,8585 -0,35% 0,8615 0,8618 -4,6%
USD/JPY 109,05 -0,16% 108,98 109,12 -0,5%
GBP/USD 1,2851 +0,46% 1,2800 1,2783 +0,7%
USD/CNH (Offshore) 7,0069 +0,23% 7,0092 6,9965 +2,0%
Bitcoin
BTC/USD 8.721,76 -3,90% 8.791,76 8.780,26 +134,5%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 56,88 57,24 -0,6% -0,36 +17,6%
Brent/ICE 62,17 62,51 -0,5% -0,34 +12,4%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.455,31 1.458,70 -0,2% -3,39 +13,5%
Silber (Spot) 16,86 16,79 +0,4% +0,07 +8,8%
Platin (Spot) 876,29 891,34 -1,7% -15,05 +10,0%
Kupfer-Future 2,66 2,68 -0,7% -0,02 +0,7%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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November 11, 2019 16:13 ET ( 21:13 GMT)

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