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MÄRKTE USA/Verluste bei Einzelhändlern belasten die Wall Street

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
Von Thomas Rossmann

NEW YORK (Dow Jones)--Mit Abgaben zeigt sich die Wall Street am letzten Handelstag der Woche. Unter Druck stehen vor allem die Einzelhandelswerte mit einem Gebot von Amazon für die US-Biosupermarktkette Whole Foods, was auch den Gesamtmarkt belastet. Die geplante Übernahme mit einem Volumen von 13,7 Milliarden Dollar würde die Lage für die etablierten Einzelhändler weiter verschärfen, denn hier herrscht ohnehin ein massiver Preiskampf. Entsprechend fällt die Reaktion der Aktien aus dem Sektor aus. Wal-Mart verlieren 5,3 Prozent, Kroger fallen um 12,6 Prozent, Sprouts Farmers Markets geben um 7,9 Prozent nach und Target fallen um 9,2 Prozent.

Amazon bietet 42 Dollar, das ist ein Aufschlag von 27 Prozent auf den Schlusskurs vom Donnerstag. Für den Internet-Konzern wäre es die größte Übernahme in der Geschichte des Unternehmens. Die Aktie von Whole Foods schießt um 27 Prozent auf 41,98 Dollar nach oben und Amazon gewinnen 3,2 Prozent.

Der Dow-Jones-Index zeigt sich unverändert bei 21.358 Punkten und holt anfängliche Abgaben im Verlauf auf. Der technologielastige Nasdaq-Composite verliert 0,4 Prozent und für den S&P-500 geht es um 0,2 Prozent nach unten. Wegen des Großen Verfalls dürfte es allerdings sehr volatil zugehen, warnen Beobachter. Überdies hätten die Anleger in jüngster Zeit einiges zu verdauen gehabt, sagt Chefmarktanalyst Michael Hewson von CMC Markets UK.

Dazu gehört, dass die US-Notenbank trotz einer Reihe schwacher Konjunktursignale an ihrem straffen Kurs festhält. Auch neue Daten vom Immobilienmarkt und zur Verbraucherstimmung fielen klar schwächer aus als erwartet. Hinzu komme die anhaltende Schwäche bei den einstigen Lieblingen der Anleger, den Technologiewerten. "Bei den aktuellen Bewertungen geben wir kein Geld mehr in den Sektor", sagt CEO Yogi Dewan von Hassium Asset Management.

Auch am Donnerstag waren besonders die Werte dieses Sektors unter die Räder geraten, wobei sich die Verluste im späten Geschäft verringerten. Zur Risikoaversion der Anleger trug die Aussicht auf bald steigende Zinsen nicht nur in den USA, sondern auch in Großbritannien bei. Zwar hielt die Bank of England (BoE) an ihrem geldpolitischen Kurs fest, doch wächst innerhalb des geldpolitischen Rats der BoE das Lager der Falken, wie sich am Abstimmungsergebnis zeigte. Überdies werde über einen möglichen Ausstieg der Europäischen Zentralbank aus ihrer lockeren Geldpolitik noch vor Jahresende diskutiert, merkt Hewson an.

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Anleger auf der Suche nach Orientierung

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Vor diesem Hintergrund dürften Investoren am Freitag sehr genau hinhören, was Robert Kaplan, Präsident der US-Notenbankfiliale von Dallas, während einer Frage- und Antwortrunde sagen wird. Daneben muss noch ein Konjunkturdatum verarbeitet werden, der Index der Universität Michigan zur Verbraucherstimmung in den USA.

Am Devisenmarkt holt der Euro einen kleinen Teil der Vortagesverluste wieder auf. Aktuell steht er bei 1,1189 Dollar. Der Goldpreis gibt zwischenzeitliche Gewinne wieder ab und liegt unverändert bei 1.254 Dollar. In den vergangenen Tagen hatten vor allem die falkenhaften Aussagen der US-Notenbank belastet. Bei den US-Anleihen kommt es zu einer leichten Erholung von den jüngsten Abgaben. Die Rendite der zehnjährigen Treasurys gibt um 1 Basispunkt auf 2,15 Prozent nach.

Eine Erholung gibt es am Ölmarkt, der Preis für die US-Sorte WTI steigt um 0,4 Prozent auf 44,63 Dollar. Damit verbleibt der Preis auf niedrigem Niveau, da die marktüblichen Sorgen wegen Überangebots seit langem das Sentiment bestimmen.

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Google-Mutter Alphabet mit drohender Strafzahlung unter Druck

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Die Aktien der Google-Mutter Alphabet geben 0,6 Prozent ab. Brüssel werfe dem US-Internetkonzern vor, seine Marktdominanz in der Internet-Suche nach Shopping-Vergleichsportalen zu missbrauchen, um seine eigenen Angebote zu begünstigen, sagten informierte Personen. Die erwartete Strafe dürfte sogar noch höher ausfallen, als die bisherige Rekordgeldbuße der EU. Vor acht Jahren hatte die Behörde Intel mit einer Strafe von 1,06 Milliarden US-Dollar belegt.

Für den Aktienkurs von Booz Allen Hamilton geht es um 18,2 Prozent abwärts. Gegen die Beratungsgesellschaft, die fast ausschließlich von Regierungsaufträgen lebt, ermittelt das US-Justizministerium wegen des Verdachts nicht korrekter Abrechnungen. Steel Dynamics fallen um 1,3 Prozent, nachdem der Stahlkonzern am Vorabend einen enttäuschenden Ausblick auf das zweite Geschäftsquartal gegeben hat.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 21.358,41 -0,01 -1,49 8,07
S&P-500 2.428,55 -0,16 -3,91 8,47
Nasdaq-Comp. 6.143,33 -0,36 -22,17 14,12
Nasdaq-100 5.677,33 -0,41 -23,55 16,73

US-Anleihen
Laufzeit Akt. Rendite Bp zu Vortag Rendite Vortag +/-Bp YTD
2 Jahre 1,31 -4,0 1,35 10,9
5 Jahre 1,73 -3,1 1,76 -19,4
7 Jahre 1,96 -2,5 1,99 -28,6
10 Jahre 2,15 -1,9 2,16 -29,8
30 Jahre 2,78 -1,3 2,79 -29,1

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8.20 Uhr Do, 17.36 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1189 +0,34% 1,1152 1,1151 +6,4%
EUR/JPY 124,01 +0,04% 123,95 123,49 +0,9%
EUR/CHF 1,0900 +0,26% 1,0871 1,0870 +1,8%
EUR/GBP 0,8753 +0,26% 0,8731 1,1440 +2,7%
USD/JPY 110,83 -0,30% 111,17 110,73 -5,2%
GBP/USD 1,2781 +0,07% 1,2772 1,2759 +3,6%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 44,63 44,46 +0,4% 0,17 -21,4%
Brent/ICE 47,17 46,92 +0,5% 0,25 -19,7%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.254,46 1.254,00 +0,0% +0,46 +9,0%
Silber (Spot) 16,67 16,75 -0,5% -0,08 +4,7%
Platin (Spot) 924,90 923,00 +0,2% +1,90 +2,4%
Kupfer-Future 2,56 2,57 -0,1% -0,00 +1,8%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/raz

END) Dow Jones Newswires

June 16, 2017 12:01 ET (16:01 GMT)

Copyright (c) 2017 Dow Jones & Company, Inc.
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