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MÄRKTE USA/Verluste weiten sich aus - Anleger vermissen Kaufgründe

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Nach den Rekordständen zur Wochenmitte geht es an der Wall Street am Donnerstagmittag Ortszeit leicht abwärts. Schwache Konjunkturdaten aus China führen den Investoren wiederholt vor Augen, dass der weiter ungelöste Handelsstreit negative Auswirkungen hat. So schwächte sich das Wachstum der Industrie-Produktion im Oktober überraschend stark ab. Auch das Wachstum der japanischen Wirtschaft war im dritten Kalenderquartal schwächer als prognostiziert.

Aktuell stockten die Verhandlungen, weil China sich beim Kauf von Agrarerzeugnissen aus den USA nicht auf eine bestimmte Summe festlegen wolle, berichtete das Wall Street Journal am Mittwoch. Zudem hatte US-Präsident Donald Trump zuletzt mit zusätzlichen Strafzöllen gedroht, sollte der Streit nicht bald beigelegt werden.

Der Dow-Jones-Index reduziert sich um 0,3 Prozent auf 27.714 Punkte. Am Vortag hatte der Index bei 27.806 Punkten noch ein neues Rekordhoch markiert. Der S&P-500 fällt um 0,3 Prozent und der Nasdaq-Composite gibt um 0,4 Prozent nach.

Die vorbörslich veröffentlichten US-Konjunkturdaten setzen kaum Impulse. Der Inflationsdruck auf Erzeugerebene in den USA hat im Oktober abgenommen. Die Erzeugerpreise stiegen gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent. Volkswirte hatten einen Preisanstieg von 0,3 Prozent prognostiziert. Die wöchentliche Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenversicherung hat deutlicher als erwartet zugelegt. Sie stieg um 14.000 auf 225.000. Volkswirte hatten ein Plus auf 215.000 vorhergesagt. Die Öllagerdaten lie0en die Ölpreise nach unten abdrehen.

Zudem setzt sich im US-Kongress die Anhörung von US-Notenbankpräsident Jerome Powell fort. Er sehe keine Grund, warum die Wirtschaftsexpansion nicht weiter voranschreiten solle, so Powell. Bereits am Vortag hatte er eine Zinssenkungspause signalisiert.


Walmart übertrifft Gewinnerwartungen - Ausblick überzeugt

Die US-Berichtssaison liegt dagegen in den letzten Zügen. Der US-Einzelhandelskonzern Walmart hat auch im dritten Quartal gewinnseitig besser abgeschnitten als am Markt erwartet. Außerdem wird der Konzern beim Ausblick optimistischer. Deutlich an Fahrt gewonnen hat erneut der Internethandel in den USA, die Einnahmen schossen um 41 Prozent in die Höhe. Die Aktie klettert um 0,5 Prozent.

Nach der Schlussglocke am Vortag hatte Cisco Geschäftszahlen veröffentlicht. Umsatz und Gewinn im ersten Geschäftsquartal des Netzwerkausrüsters lagen etwas über den Erwartungen. Jedoch enttäuschte der Ausblick, denn das Unternehmen rechnet in seinem zweiten Quartal mit einem deutlicheren Umsatzrückgang, als Analysten bislang erwartet hatten. Auch die Gewinnprognose liegt unter dem Konsens. Die Titel reduzieren sich um 7,3 Prozent.


Gute Konjunkturdaten helfen dem Euro nicht

Der Euro profitiert nicht von den überraschend guten Konjunkturdaten aus Deutschland und Europa. Er fiel im Verlauf mit 1,0989 Dollar sogar auf den tiefsten Stand seit einem Monat. Die deutsche Wirtschaft ist im dritten Quartal entgegen den Erwartungen gewachsen. Auch das Wirtschaftswachstum im Euroraum im dritten Quartal fiel etwas höher aus als bisher angenommen. Die Frage sei nun, ob die Gemeinschaftswährung ihre Verluste noch ausbaue oder weiter um die Marke von 1,10 Dollar notiere, heißt es von BMO Capital Markets. Die Analysten sehen erst bei einem nachhaltigen Unterschreiten von 1,0990 Dollar erhöhten Verkaufsdruck. Einen wichtigen Impuls könnten die US-Einzelhandelsdaten für Oktober am Freitag liefern. Aktuell notiert der Euro bei 1,1015 Dollar.

Die US-Öllagerdaten haben die Gewinne bei den Preisen abschmelzen lassen. Die Rohöllagerbestände haben in der Woche zum 8. November 2019 deutlicher als erwartet zugenommen. Zuvor hatten noch die Opec-Aussagen vom Vortag gestützt. Das Ölkartell erwäge eine höhere Nachfrageprognose, sagte ihr Generalsekretär. Zugleich sei eine Senkung der Prognose für den US-Ausstoß im Gespräch. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI fällt um 0,3 Prozent auf 56,95 Dollar, Brent legt um 0,3 Prozent auf 62,56 Dollar zu.

Daneben bleiben auch die sicheren Häfen Gold und Anleihen gesucht. Beide bauen ihre Vortagesgewinne weiter aus. Die schwachen Daten aus China und die wieder deutlich gestiegenen Unsicherheiten in den Handelsgesprächen sorgen weiter für Kaufinteresse, so ein Teilnehmer. Die Feinunze verteuert sich um 0,7 Prozent auf 1.474 Dollar. Die Rendite zehnjähriger Titel sackt um 8,3 Basispunkte ab auf 1,81 Prozent.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 27.713,51 -0,25 -70,08 18,80
S&P-500 3.086,77 -0,24 -7,27 23,13
Nasdaq-Comp. 8.451,21 -0,36 -30,90 27,37
Nasdaq-100 8.222,29 -0,45 -37,52 29,89

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,59 -4,1 1,63 38,7
5 Jahre 1,62 -6,9 1,69 -30,2
7 Jahre 1,71 -8,7 1,80 -53,3
10 Jahre 1,81 -8,3 1,89 -63,9
30 Jahre 2,29 -7,9 2,36 -78,2

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:42 Mi, 17:33 % YTD
EUR/USD 1,1015 +0,06% 1,1006 1,1004 -3,9%
EUR/JPY 119,30 -0,36% 119,66 119,70 -5,1%
EUR/CHF 1,0875 -0,19% 1,0885 1,0889 -3,4%
EUR/GBP 0,8550 -0,17% 0,8572 0,8566 -5,0%
USD/JPY 108,32 -0,41% 108,72 108,78 -1,2%
GBP/USD 1,2882 +0,23% 1,2840 1,2844 +0,9%
USD/CNH (Offshore) 7,0273 -0,03% 7,0215 7,0279 +2,3%
Bitcoin
BTC/USD 8.616,76 -1,41% 8.660,01 8.729,01 +131,7%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 56,95 57,12 -0,3% -0,17 +17,7%
Brent/ICE 62,56 62,37 +0,3% 0,19 +13,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.473,54 1.463,25 +0,7% +10,29 +14,9%
Silber (Spot) 17,05 16,99 +0,4% +0,06 +10,0%
Platin (Spot) 883,33 875,51 +0,9% +7,82 +10,9%
Kupfer-Future 2,62 2,64 -0,7% -0,02 -0,9%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/raz/ros

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November 14, 2019 11:57 ET ( 16:57 GMT)

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