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MÄRKTE USA/Verschnaufpause - Goldman und Citi nicht überzeugend

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Nach dem Anstieg am vergangenen Freitag dürften die US-Börsen zu Wochenbeginn mehr oder weniger auf der Stelle treten. Zwar gab es am Wochenende wieder positive Signale zum Verlauf der Handelsgespräche zwischen den USA und China, diese waren aber wie üblich wenig konkret. Nach Angaben des US-Finanzministers Steven Mnuchin gehen die Verhandlungen bald in die letzte Runde.

Dem stehen Zweifel am Wachstum der Weltwirtschaft gegenüber. Am Sonntag hatte der Internationale Währungsfonds (IWF) vor den Folgen der internationalen Handelskonflikte gewarnt und dazu aufgerufen, diese zu lösen sowie Risiken angesichts einer schwächeren Weltwirtschaft abzubauen. Seine Konjunkturprognosen hatte der IWF freilich schon früher teils kräftig gesenkt, so dass die Warnung kaum überrascht.

An Konjunkturdaten wurde am Montag nur der Empire State Manufacturing Index für April veröffentlicht. Er sprang überraschend deutlich auf einen Stand von 10,1 Punkten. Volkswirte hatte mit 5,3 Punkten gerechnet, nachdem er im März bei 3,7 gelegen hatte. Im späteren Tagesverlauf könnte der Präsident der Federal Reserve of Chicago, Charles Evans, mit einer Rede dem Markt Impulse geben. Evans ist in diesem Jahr stimmberechtigt im Offenmarktausschuss der US-Notenbank.



Goldman und Citigroup können JPM nicht das Wasser reichen


Mehr Interesse zieht aber die Bilanzsaison der Unternehmen auf sich. Nachdem am Freitag die Zahlen von JP Morgan (JPM) positiv überrascht hatten und Bankenwerte auf breiter Front nach oben getrieben hatten, waren die Anleger gespannt, ob dies auch Goldman Sachs und der Citigroup gelingen würde, die am Montag vor der Startglocke über den Verlauf des ersten Geschäftsquartals berichteten.

Goldman Sachs übertraf mit dem Gewinn je Aktie den Analystenkonsens, trotz eines Gewinnrückgangs um 21 Prozent, allerdings verfehlten die Einnahmen des Aktienhandels die Erwartungen knapp. Beobachter bemängeln, dass das Ergebnis vor allem auf das Konto drastischer Kostensenkungen gehe. "An die extrem guten Zahlen von JP Morgan kommt Goldman diesmal nicht heran", bemerkte ein Aktienhändler. Die Goldman-Aktie verliert vorbörslich 0,7 Prozent.

Der Kurs der Citigroup legt um 0,3 Prozent zu. Das Ergebnis lag auch hier über den Erwartungen, während die Einnahmen die Schätzungen der Analysten "nur" trafen.



Ölpreis unter Druck - Russland denkt über höhere Förderung nach


Am Ölmarkt werden nach dem Anstieg der Vorwoche Gewinne mitgenommen. Auf die Preise drückt ferner die Aussage des russischen Finanzministers Anton Siluanow, sein Land und die Opec könnten im Kampf um Marktanteile mit den USA die Fördermengen erhöhen. Dann könnte der Ölpreis auf 40 Dollar oder darunter fallen, zitiert die russische Nachrichtenagentur TASS den Minister.

Die Opec und ihre Verbündeten, darunter Russland, hatten zum 1. Januar dieses Jahres die Förderung zunächst für einen Zeitraum von sechs Monaten reduziert und damit maßgeblich zur Erholung der Ölpreise beigetragen. Ende Juni wollen sie über ihr weiteres Vorgehen beraten. Der Preis für ein Barrel US-Leichtöl der Sorte WTI ermäßigt sich um 1,0 Prozent auf 63,25 Dollar. Brentöl gibt um 0,9 Prozent auf 70,93 Dollar nach.

Gold ist ebenfalls nicht gefragt. Die Feinunze ermäßigt sich um 0,5 Prozent auf 1.285 Dollar. Händler erklären dies mit dem derzeit geringen Interesse an "sicheren Häfen".

Staatsanleihen finden vor diesem Hintergrund ebenfalls kaum Käufer. Die Zehnjahresrendite sinkt leicht um 1 Basispunkt auf 2,56 Prozent.

Wenig Bewegung gibt es auch am Devisenmarkt, wo der Euro knapp oberhalb von 1,13 Dollar verharrt. Die Gemeinschaftswährung werde etwas gestützt von den jüngst etwas besseren chinesischen Konjunkturdaten, erklärt die skandinavische Bank Nordea. Nachdem chinesische Aktien in bedeutende Indizes wie den MSCI aufgenommen worden seien, werde mehr in diese investiert, was zunächst den Yuan aufwerten lasse. Darauf reagiere die chinesische Zentralbank, indem sie am Devisenmarkt interveniere und Euro gegen Yuan kaufe.

Und die Analysten der japanischen Bank MUFG weisen darauf hin, dass US-Präsident Donald Trump mit seinen jüngsten Salven gegen die US-Notenbank den Dollar schwäche. Trump hatte die Fed via Twitter erneut wegen ihrer Zinserhöhungen im vergangenen Jahr kritisiert und behauptet, die US-Wirtschaft hätte ohne diese Maßnahmen um 4 statt nur 3 Prozent wachsen können. Wenn der Präsident sich weiter in die Fed-Politik einmische, dürfte er das Vertrauen in den Dollar untergraben, erwartet MUFG.



US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 2,39 -0,4 2,39 118,7
5 Jahre 2,38 -0,5 2,38 45,3
7 Jahre 2,46 -0,9 2,47 21,4
10 Jahre 2,56 -1,0 2,57 11,4
30 Jahre 2,97 -0,6 2,98 -9,8

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 7:59 Uhr Fr, 17.40 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1310 +0,08% 1,1307 1,1308 -1,3%
EUR/JPY 126,69 +0,10% 126,54 126,62 +0,8%
EUR/CHF 1,1341 +0,11% 1,1327 1,1326 +0,8%
EUR/GBP 0,8627 -0,21% 0,8637 0,8635 -4,1%
USD/JPY 112,02 +0,03% 111,94 111,98 +2,2%
GBP/USD 1,3111 +0,29% 1,3094 1,3096 +2,7%
Bitcoin
BTC/USD 5.137,26 +0,66% 5.162,75 5.071,13 +38,1%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 63,25 63,89 -1,0% -0,64 +36,0%
Brent/ICE 70,93 71,55 -0,9% -0,62 +29,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.284,67 1.290,54 -0,5% -5,87 +0,2%
Silber (Spot) 14,91 14,98 -0,5% -0,07 -3,8%
Platin (Spot) 880,85 895,14 -1,6% -14,29 +10,6%
Kupfer-Future 2,93 2,95 -0,6% -0,02 +11,1%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln/smh

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April 15, 2019 08:59 ET ( 12:59 GMT)

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