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MÄRKTE USA/Wall Street baut Gewinne aus - Cisco führen Dow an

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Die Wall Street knüpft am Donnerstag an die Vortagsgewinne an. Am Mittwoch hatten Meldungen zur US-Zollpolitik bei EU-Autos die Börsen auf beiden Seiten des Atlantiks schlagartig nach oben befördert. So soll die US-Regierung entschieden haben, vorerst keine Strafzölle auf Kfz-Importe zu verhängen. Am Donnerstag gibt es weitere Entspannungssignale: US-Finanzminister Steven Mnuchin kündigte an, dass die US-Verhandlungsdelegation aller Voraussicht nach schon bald nach Peking reisen werde. Zudem deutete er eine bevorstehende Lösung mit zwei anderen Handelspartnern an.

Gegen Mittag New Yorker Ortszeit steigt der Dow-Jones-Index um 1,1 Prozent auf 25.934 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite gewinnen 1,4 bzw. 1,5 Prozent. Negative Meldungen werden gut verdaut. So schießt sich Trump nun erneut auf die chinesische Telekommunikationsbranche ein. Per Dekret wurde US-Unternehmen die Nutzung von Telekommunikationstechnik untersagt, die als Risiko für die nationale Sicherheit der USA eingestuft wird. Als Hauptziel der Maßnahme gilt der chinesische Technologiekonzern Huawei. Betroffen wäre aber auch die ebenfalls chinesische ZTE. Die Teilnehmer gehen wohl auch deshalb in den Markt, weil sie angesichts niedriger Zinsen und guter Konjunktur Aktien attraktiv finden. Zudem ist bei den Handelskonflikten viel Negatives eingepreist.



Konjunkturdaten durch die Bank besser


Kaufargumente liefern aktuelle Konjunkturdaten, die durch die Bank besser als erwartet ausgefallen sind. Die Lage der US-Industrie in der Region Philadelphia hat sich im Mai spürbar aufgehellt und dies stärker als prognostiziert, wie das Konjunkturbarometer der Federal Reserve Bank of Philadelphia zeigt. Daneben hat sich die Neubautätigkeit im April deutlich ausgeweitet. Die Baubeginne fielen höher als vorhergesagt aus. Des Weiteren haben in der Vorwoche weniger US-Bürger erstmals Anträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung gestellt, als Volkswirte dies vermutet hatten.

Die Nachzügler der Berichtssaison sorgen ebenfalls für Kauflaune. So ziehen Cisco Systems um 6,3 Prozent an. Der Kommunikationsausrüster hat im abgelaufenen Quartal auf bereinigter Ergebnisbasis die Erwartung knapp übertroffen. Auch beim leicht erhöhten Umsatz übertrag das Unternehmen die Konsensschätzung, während sich der Ausblick im Rahmen der kursierenden Prognosen bewegte.

Der Einzelhandelskonzern Walmart hat im ersten Quartal von einem soliden US-Wachstum sowie einem starken E-Commerce-Geschäft profitiert und seinen seit vier Jahren ununterbrochenen Wachstumskurs fortgesetzt. Die Aktie steigt um 3,5 Prozent. Beide Werte führen die Gewinnerliste des Dow an.

Farfetch stürzen dagegen um 11,3 Prozent ab. Das Online-Bekleidungsunternehmen übertraf zwar die Umsatzschätzungen, weitete zugleich aber den Quartalsverlust aus. Für Dillard's geht es 9,9 Prozent bergab. Der Kaufhausbetreiber verfehlte mit seinem Umsatz knapp die Analystenerwartung und stagnierte flächenbereinigt in seinem ersten Quartal. Das Ergebnis über Markterwartung hilft dem Kurs nicht.

Jack in the Box teilte derweil mit, ihre Kapitalstruktur ändern und dann wieder eigene Aktien am freien Markt zurückkaufen zu wollen. Zuvor war die Suche der Schnellrestaurantkette nach einem Käufer im Zuge der Prüfung strategischer Alternativen erfolglos verlaufen. Der Kurs steigt um 4,5 Prozent.



Renditen vom Einjahrestief erholt


Am Rentenmarkt geht es mit dem steigenden Aktienmarkt nach unten. Belastet werden die Notierungen von den durch die Bank besser als gedacht ausgefallenen Konjunkturdaten. Die Renditen erholen sich, nachdem sie zuvor in die Nähe des tiefsten Standes seit über einem Jahr gesunken waren. Zehnjährige US-Staatsanleihen rentieren mit 2,40 Prozent 3,1 Basispunkte über Vortagesniveau.

Mit den guten Daten gerät der Goldpreis unter Druck. Händler sprechen vom Auspreisen von Zinssenkungsspekulationen. Die Daten lieferten keine Argumente für niedrigere Zinsen, heißt es im Handel auch mit Blick auf steigende Marktzinsen. Die Feinunze verbilligt sich um 0,9 Prozent auf 1.285 Dollar.

Auch am Devisenmarkt werden Zinssenkungsfantasien etwas skeptischer gesehen, denn der Dollar steigt. Der Euro fällt auf 1,1175 nach Wechselkursen um 1,1226 im Tageshoch.

Anders als bei Gold ist der Rohstoff Erdöl gesucht: US-Leichtöl der Sorte WTI legt je Fass um 2,0 Prozent zu auf 63,29 Dollar, Nordseeöl der Sorte Brent um 1,9 Prozent auf 73,13 Dollar. Im Handel verweist man auf die geopolitischen Spannungen am Persischen Golf. Der jüngste Angriff dort auf Tanker und Ölpumpstationen werde den jemenitischen Huthi-Rebellen zugeschrieben. Hinter dieser schiitischen Gruppe stehe letztlich der Iran, heißt es im Handel. Damit wüchsen die Spannungen zwischen dem Iran und den USA. Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hat einen Dialog mit den USA zum Abbau der aktuellen Spannungen indes ausgeschlossen.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 25.934,43 1,12 286,41 11,18
S&P-500 2.889,45 1,35 38,49 15,26
Nasdaq-Comp. 7.940,95 1,52 118,81 19,68
Nasdaq-100 7.620,86 1,57 117,61 20,39

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 2,20 4,1 2,16 99,8
5 Jahre 2,18 3,5 2,15 26,1
7 Jahre 2,29 3,6 2,25 3,9
10 Jahre 2,40 3,1 2,37 -4,0
30 Jahre 2,84 1,8 2,82 -23,0

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 7.35 Uhr Mi, 18:27 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1176 -0,27% 1,1208 1,1203 -2,5%
EUR/JPY 122,86 +0,04% 122,69 122,67 -2,3%
EUR/CHF 1,1290 -0,09% 1,1299 1,1305 +0,3%
EUR/GBP 0,8735 +0,12% 0,8724 0,8709 -2,9%
USD/JPY 109,93 +0,31% 109,47 109,49 +0,3%
GBP/USD 1,2795 -0,38% 1,2848 1,2865 +0,3%
Bitcoin
BTC/USD 7.994,01 -1,82% 7.964,26 7.990,01 +114,9%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 63,29 62,02 +2,0% 1,27 +34,9%
Brent/ICE 73,13 71,77 +1,9% 1,36 +32,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.284,84 1.296,67 -0,9% -11,83 +0,2%
Silber (Spot) 14,55 14,81 -1,7% -0,26 -6,1%
Platin (Spot) 835,80 846,41 -1,3% -10,61 +4,9%
Kupfer-Future 2,77 2,75 +0,8% +0,02 +5,2%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/raz/flf

END) Dow Jones Newswires

May 16, 2019 12:07 ET ( 16:07 GMT)

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