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MÄRKTE USA/Wall Street bleibt im Wartemodus vor Notenbankentscheiden

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Die Wall Street bleibt gefangen im Notenbankmodus. Wie schon am Vortag zu beobachten dürfte auch am Dienstag an den US-Börsen nicht viel passieren. Der Aktienterminmarkt suggeriert einen knapp behaupteten Start, und ohne frische Impulse ist nicht mit viel Bewegung im Verlauf zu rechnen. Händler sprechen von einem abwartenden Geschäft vor den beiden wichtigen Zentralbankentscheidungen: Anleger ließen sich vor den Sitzungen der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag und der US-Notenbank in der kommenden Woche nicht aus der Deckung locken.

Von beiden wird eine Lockerung der Geldpolitik erwartet. Doch gehen die Meinungen über das von der EZB erhoffte Maßnahmenpaket auseinander, bei der Fed rechnet man derweil fest mit einer Zinssenkung. Aber der weitere Zinspfad bleibt ein Akt der Unsicherheit. "Anders als in den USA, wo Investoren von einer kommenden Zinssenkung überzeugt scheinen, bleiben die Anleger in Europa skeptisch, wie aggressiv die EZB vorgehen wird", sagt Marktanalyst David Madden von CMC Markets.

Während am Gesamtmarkt nicht viel Bewegung erwartet wird, könnte es bei den Einzelwerten durchaus verstärkte Ausschläge geben. Die konjunkturunabhängigen Favoriten der 2019er Hausse korrigieren, stattdessen beobachten Börsianer einen Favoritenwechsel hin zu so genannten Value-Aktien.

Ein Auslöser dieses Umdenkens könnte die Entwicklung an den Rentenmärkten sein. Dort haben sich die Renditen gegenüber den jüngsten Tiefs wieder deutlich erholt - manche Marktteilnehmer sehen die Tiefs bereits als hinter dem Markt liegend. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen steigt um knapp einen Basispunkt auf 1,65 Prozent, nachdem sie am Vortag zwischenzeitlich auf einem Vierwochenhoch gelegen hatte. Impulse könnte der Rentenmarkt von der Emission dreijähriger Schuldtitel im Tagesverlauf im Volumen von 38 Milliarden US-Dollar erhalten.

Die zuletzt gestiegenen Marktzinsen lassen den Glanz des Goldes verblassen - trotz der bevorstehenden Lockerungsrunde der Geldpolitik zu beiden Seiten des Atlantiks. Der Goldpreis steht erstmals seit drei Wochen wieder unter 1.500 Dollar. Die Feinunze verbilligt sich 0,3 Prozent auf 1.494 Dollar. "Da sich die Anleihenmärkte beruhigen, ist das nicht überraschend", so ein Marktteilnehmer.

Die Ölpreise steigen auf Sechswochenhochs. Anleger setzten weiter darauf, dass der neue saudische Ölminister, Prinz Abdulaziz bin Salman, auf Einhaltung der Produktionsdrosselungen des Erdölkartells Opec dringen werde, heißt es. US-Leichtöl der Sorte WTI verteuert sich um 1,1 Prozent auf 58,49 Dollar, europäisches Referenzöl der Sorte Brent um 1,1 Prozent auf 63,28 Dollar.

Unter den Einzelwerten stehen Apple im Blick: Der Technologiegigant wird im Tagesverlauf neue Produkte präsentieren. Vorbörslich zeigt sich der Titel mit einem Abschlag von 0,1 Prozent noch unauffällig.

Das gilt nicht für Ford, die um 4,2 Prozent absacken. Moody's hatte die Bonitätsnote des Autokonzerns gesenkt und sieht die Kreditwürdigkeit des Unternehmens nun knapp im Ramschbereich. Der Schritt spiegele erhebliche operative und marktbezogene Herausforderungen wider sowie die schwache Generierung von Erträgen und freiem Cashflow aufgrund der eingeleiteten kostspieligen Restrukturierung.

Wendy's verlieren mit 6,7 Prozent noch deutlicher. Die Schnellrestaurantkette will einmalig 20 Millionen Dollar investieren, um im kommenden Jahr landesweit sein Frühstücksmenu anzubieten. Um die Geschäftsausweitung zu unterstützen, plant der Konzern etwa 20.000 zusätzliche Mitarbeiter einzustellen. Für 2019 wird aufgrund der Investitionen das bereinigte Ergebnis konstant bleiben oder bis zu 2 Prozent sinken sowie ein Rückgang beim bereinigten Ergebnis je Aktie erwartet. Der Ausblick für 2020 wurde zurückgezogen

Ctrip geben 3,3 Prozent nach. Der chinesischen Anbieter von Touristikdienstleistungen hat schwach aufgenommene Geschäftszahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Translate Bio knicken um 8,3 Prozent ein, nachdem das Pharmaunternehmen die Entwicklung einer Behandlung eines Enzymdefekts eingestellt hat.

HD Supply sinken um 3,9 Prozent, der Industrievertrieb hat mit durchwachsenen Geschäftszahlen aufgewartet. Die Erlösentwicklung verfehlt die Markterwartungen, auch der Ausblick enttäuscht.



US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,58 -0,8 1,59 38,3
5 Jahre 1,50 -0,1 1,50 -42,7
7 Jahre 1,58 -0,3 1,58 -67,2
10 Jahre 1,63 -1,1 1,64 -81,1
30 Jahre 2,11 -2,1 2,13 -96,0

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:25 Mo, 17:20 % YTD
EUR/USD 1,1040 -0,08% 1,1043 1,1056 -3,7%
EUR/JPY 118,44 -0,05% 118,50 118,46 -5,8%
EUR/CHF 1,0932 -0,22% 1,0960 1,0955 -2,9%
EUR/GBP 0,8924 -0,22% 0,8948 0,8952 -0,8%
USD/JPY 107,28 +0,03% 107,32 107,13 -2,2%
GBP/USD 1,2371 +0,17% 1,2341 1,2353 -3,1%
USD/CNY 7,1058 -0,23% 7,1194 7,1218 +3,3%
Bitcoin
BTC/USD 10.254,00 -0,24% 10.241,25 10.311,49 +175,7%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 58,22 57,85 +0,6% 0,37 +21,2%
Brent/ICE 63,18 62,59 +0,9% 0,59 +14,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.495,36 1.498,40 -0,2% -3,05 +16,6%
Silber (Spot) 17,97 18,00 -0,2% -0,03 +16,0%
Platin (Spot) 941,77 948,98 -0,8% -7,21 +18,2%
Kupfer-Future 2,59 2,61 -0,7% -0,02 -2,0%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/smh

END) Dow Jones Newswires

September 10, 2019 09:07 ET ( 13:07 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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