DAX ®13.579,33-0,62%TecDAX ®3.237,15-0,83%Dow Jones28.992,41-0,78%NASDAQ 1009.446,69-1,88%
finanztreff.de

MÄRKTE USA/Wall Street dürfte sich von Vortagesverlusten erholen

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Die Wall Street könnte am Mittwoch die Vortagesverluste wettmachen. Der Aktienterminmarkt suggeriert einen etwas festeren Handelsbeginn am Kassamarkt. Die Sorgen vor einer Ausbreitung des Coronavirus, die am Vortag die US-Börsen belastet hatten, scheinen Anleger etwas zurückzufahren. China hatte das Hochfahren von Präventivmaßnahmen in den Krankenhäusern zur Verhinderung einer Pandemie verkündet. Investoren zeigten ein hohes Maß an Vertrauen, dass die chinesischen Behörden die Ausbreitung des Virus eindämmen können, sagt Marktstratege James Athey von Aberdeen Standard Investments. "Die globalen makroökonomischen Auswirkungen des Virus' in Asien dürften nach allem, was wir wissen, voraussichtlich äußerst bescheiden ausfallen", so Athey.

Allerdings warnen Händler vor einer kurzfristigen Erholung, denn die Gefahr sei keineswegs gebannt. Die Zahl der Toten und Infizierten steigt. Der für Gesundheitspolitik zuständige Vizeminister Li Bin warnte, dass das Virus mutieren und sich weiter ausbreiten könnte. Auch in den USA ist ein erster Fall des neuartigen Coronavirus festgestellt worden. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos beschwichtigte US-Präsident Donald Trump allerdings: Er sieht den Virus "unter Kontrolle".

Darüber hinaus steht die Fahrt aufnehmende Berichtssaison im Fokus: Unter anderem haben Johnson & Johnson, IBM und Netflix Geschäftszahlen vorgelegt. Marktstratege Bethel Loh von ThinkMarkets glaubt, dass Anleger in den Vortagesverlusten nun Kaufgelegenheiten sähen, "um sich zu Beginn der Berichtssaison richtig zu positionieren." Bei Johnson & Johnson sehen Investoren offensichtlich keine Kaufgelegenheit, der Kurs fällt vorbörslich um 1,3 Prozent. Zwar hat der Pharmakonzern den Gewinn im vierten Quartal um ein Drittel erhöht, der ebenfalls gesteigerte Umsatz verfehlte jedoch die Markterwartungen knapp.


IBM und Netflix im Blick

Der IT-Riese IBM erzielte in der vierten Periode dank des milliardenschweren Zukaufs von Red Hat nach fünf rückläufigen Quartalen in Folge wieder ein kleines Wachstum. Umsatz und Gewinn fielen zudem besser als gedacht aus, der Kurs legt um 4,1 Prozent zu.

Netflix legen um 1,7 Prozent zu. Zwar blieb das Nutzerwachstum in den USA im vierten Quartal bereits das dritte Quartal in Folge hinter den Erwartungen zurück, doch stieg die weltweite Zahl der Nutzer des Streamingdienstes stärker als prognostiziert.

Einen Aufschlag von 0,8 Prozent verzeichnen United Airlines. Die US-Fluglinie verdiente im vierten Quartal dank höherer Einnahmen und niedrigeren Treibstoffkosten mehr als erwartet. Der Öldienstleister Baker Hughes verfehlte die Marktprognosen, die Titel büßen 0,2 Prozent ein.

Abbott Laboratories ziehen um 1,0 Prozent an, der Gesundheitskonzern steigerte die Erlöse deutlicher als vorausgesagt. Akcea Therapeutics schnellen nach positiven Studienergebnissen bei einem Medikamentenhoffnungsträger um 19 Prozent in die Höhe. Die Titel des Mehrheitsaktionärs Ionis ziehen um 3,1 Prozent an.


Gold von Virus ausgebremst

Am Devisenmarkt legt der Dollarindex 0,1 Prozent zu. Mit dem Auspreisen von Sorgen einer Pandemie in Asien zieht der Greenback vor allem zum Yen an, der zuvor noch als Fluchtwährung in unsicheren Zeiten profitiert hatte. Der Goldpreis verliert weiter an Boden, die Feinunze verbilligt sich um weitere 0,2 Prozent auf 1.555 Dollar. Da China einer der wichtigsten Absatzmärkte für physisches Gold sei, müsse mit Nachfrageeinbußen gerechnet werden, sollte sich das Virus weiter ausbreiten, heißt es. Diese Sorge hatte das Edelmetall bereits am Vortag belastet. Mit der zurückgehenden Risikoaversion entfalle ein weiterer Grund, Gold zu kaufen, heißt es.

Auch mit den Erdölpreisen geht es weiter bergab: US-Leichtöl der Sorte WTI verbilligt sich um 1,1 Prozent auf 57,75 Dollar je Barrel, europäisches Referenzöl der Sorte Brent ermäßigt sich um 0,8 Prozent auf 64,07 Dollar. Die Internationale Energie-Agentur sieht eine weiter steigende US-Schieferölproduktion, die den Einfluss ausländischer Anbieter wie den des Erdölkartells Opec reduzieren dürfte.

Am US-Rentenmarkt passiert nicht viel, die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen steigt um 0,5 Basispunkte auf 1,77 Prozent. Die gestiegene Risikoneigung mit den abgeschwächten Sorgen über eine Pandemie drückt die Rentennotierungen leicht.



US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,53 0,4 1,52 32,4
5 Jahre 1,58 1,1 1,57 -34,3
7 Jahre 1,69 1,1 1,68 -55,4
10 Jahre 1,78 0,7 1,77 -66,8
30 Jahre 2,23 -0,5 2,23 -83,9

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:50 Di, 17.29 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1089 +0,05% 1,1083 1,1097 -1,1%
EUR/JPY 121,94 +0,15% 121,90 122,01 +0,0%
EUR/CHF 1,0756 +0,19% 1,0748 1,0742 -0,9%
EUR/GBP 0,8447 -0,55% 0,8490 0,8503 -0,2%
USD/JPY 109,96 +0,09% 110,03 109,96 +1,1%
GBP/USD 1,3127 +0,62% 1,3056 1,3051 -0,9%
USD/CNH (Offshore) 6,9051 -0,07% 6,9003 6,9066 -0,9%
Bitcoin
BTC/USD 8.622,51 -0,94% 8.697,26 8.630,01 +19,6%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 57,75 58,38 -1,1% -0,63 -5,0%
Brent/ICE 64,06 64,59 -0,8% -0,53 -3,0%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.555,75 1.558,65 -0,2% -2,90 +2,5%
Silber (Spot) 17,85 17,80 +0,3% +0,05 +0,0%
Platin (Spot) 1.004,00 1.001,35 +0,3% +2,65 +4,0%
Kupfer-Future 2,78 2,79 -0,4% -0,01 -0,5%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/mgo

END) Dow Jones Newswires

January 22, 2020 09:02 ET ( 14:02 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

Im Artikel erwähnt...

ABBOTT LABS
ABBOTT LABS - Performance (3 Monate) 80,34 -3,16%
EUR -2,62
Porträt - Chart - Kennzahlen - Firmenprofil
Nachrichten
18.02. MÄRKTE USA/Technologiesektor dürfte Wall Street belasten APPLE 287,80 -0,59%
22.01. MÄRKTE USA/Neue Rekorde an Wall Street - Tesla auf Allzeithoch ABBOTT LABS 80,34 -3,16%
22.01. MÄRKTE USA/Börse nimmt Rekordjagd wieder auf - Tesla auf Allzeithoch ABBOTT LABS 80,34 -3,16%
Weitere Wertpapiere...
IBM 137,65 -1,92%
EUR -2,70
JOHNS. & JOHNS. 137,72 ±0,00%
EUR ±0,00
NETFLIX INC. DL-,001 351,15 -1,64%
EUR -5,85
Dow Jones 28.992,41 -0,78%
PKT -227,57
NASDAQ 100 9.446,69 -1,88%
PKT -181,14
S&P 500 I 3.338,75 -0,85%
PKT -28,70
NASDAQ COMP. 9.576,59 -1,79%
PKT -174,37
UTD AIRLINES HLDGS DL-,01 73,57 -0,15%
EUR -0,11
BTC/CHF 9.426,6500 -5,13%
CHF -509,3950
BTC/EUR 8.878,7850 -5,09%
EUR -476,1600
BTC/USD 9.666,2550 +0,47%
USD +45,0000
N_Retailing_Eur_Pi 0,000 ±0,00%
PKT ±0,000
IONIS PHARMAC.144A DL-001 55,42 -1,95%
EUR -1,10
AKCEA THERAP. DL-,001 16,30 -4,48%
EUR -0,76
BAKER HUGHES CO. 19,11 -2,63%
EUR -0,52
+ alle anzeigen

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Wie, glauben Sie, wird der DAX am Ende dieser Woche - KW 9 - stehen?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen