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MÄRKTE USA/Wall Street erholt mit Hoffnung auf Handelsgespräche

| Quelle: Dow Jones Newswire Web | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Thomas Rossmann

NEW YORK (Dow Jones)Die Hoffnungen auf eine Lösung des Handelsstreits zwischen den USA und China am Verhandlungstisch treiben am Donnerstag die Kurse an der Wall Street an. Am Vortag hatte US-Präsident Donald Trump mit der Androhung neuer Strafzölle die Börsen weltweit noch auf Talfahrt geschickt. Sicher ist derzeit nur, dass neue Aussagen aus Washington und Peking die Börsen derzeit bewegen - abseits anderer Nachrichten.

Die Hoffnung besteht darin, dass China und die USA in der Lage sein werden, die Probleme über ein bilaterales Abkommen zu lösen. (...)", sagt Marktanalyst Naeem Aslam von Think Markets. "Wir denken, dass die Fundamentaldaten ausreichen dürften, den stetigen Strom an Handelskriegrhetorik und -aktionen zu überwinden", ergänzt CIO Jim Smigiel von SEI Investments.

Allerdings dürfte die beginnende Berichtssaison den Radar der Investoren verstärkt auf die Entwicklung der Unternehmen legen. Hier steht zum Wochenausklang mit den Ergebnissen von JP Morgan, Wells Fargo und der Citigroup gleich das erste Highlight auf der Agenda.

Der Dow-Jones-Index verbessert sich am Mittag (Ortszeit) um 0,7 Prozent auf 24.884 Punkte, nachdem er am Vortag noch um 0,9 Prozent eingeknickt war. Der S&P-500 steigt um 0,6 Prozent und für den Nasdaq-Composite geht es um 0,9 Prozent nach oben.



Inflationsdaten finden kaum Beachtung


Wenig Impulse setzen die aktuellen Inflationsdaten. Der Inflationsdruck in den USA hat sich im Juni verstärkt, obwohl der monatliche Anstieg der Verbraucherpreise geringer als erwartet blieb. Die Verbraucherpreise lagen 2,9 (Mai: 2,8) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats und damit auf dem höchsten Niveau seit Februar 2012. Die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten fielen indes deutlich besser als erwartet aus. Allerdings könnten saisonale Faktoren durch den Unabhängigkeitsfeiertag am 4. Juli für Verzerrungen gesorgt haben.



Broadcom unter Abgabedruck


Unter den Einzelwerten stürzen Broadcom nach der Übernahme des Softwareherstellers CA um 15,3 Prozent ab. Broadcom lässt sich den Zukauf 18,9 Milliarden Dollar kosten. CA springen dagegen um 18,0 Prozent nach oben. Comcast legen um 1,4 Prozent zu. Das Unternehmen hat im Bieterwettstreit mit Twenty-First Century Fox seine Offerte für den britischen Bezahlfernsehsender Sky erhöht. Die Aktien von Twenty-First Century Fox sinken um 0,2 Prozent.

Die Amazon-Aktie legt um 1,6 Prozent auf 1.783 Dollar zu. Die Analysten von Canaccord Genuity haben ihr Kursziel von 1.800 Dollar auf 2.000 angehoben. Das neue Ziel entspreche einer Marktkapitalisierung von 970,5 Milliarden Dollar. Nach Ansicht der Analysten werden Anleger sich zunehmend bewusst, dass Umfang und Tempo der Investitionen von Amazon auf lange Sicht Hürden für Wettbewerber schafften. Die fundamentalen Daten seien so stark wie gewohnt. E-Commerce wachse um fast 30 Prozent.

Die Netflix-Aktie verliert 2,0 Prozent, nachdem die UBS die Aktie auf "Neutral" abgestuft hat. Die Analysten verweisen auf die hohe Bewertung. Das Papier des Streaming-Unternehmens habe sich im bisherigen Jahresverlauf um 118 Prozent verteuert. Die erfreulichen Geschäftsaussichten seien in den Kurs eingepreist. Risikofaktoren wie konkurrierende Streamingunternehmen dagegen dürften unterschätzt werden.

Papa John's erholen sich um 12,4 Prozent. Am Vortag hatte die Aktie kräftig verloren, nachdem das Magazin Forbes über sprachliche Entgleisungen des Unternehmensgründers und Chairmans John H. Schnatter berichtet hatte. Schnatter legte nun das Amt des Chairman bei der Pizzakette nieder.

Wegen hoher Kraftstoffpreise senkt Delta Air Lines den Gewinnausblick. Doch auch die reduzierte Gewinnprognose liegt noch immer über dem Vorjahreswert, weil die Fluggesellschaft bereits Sparmaßnahmen ergriffen hat. Die Aktie zieht um 1,2 Prozent an.



Dollar neigt weiterhin zur Stärke


Am Devisenmarkt legt der US-Dollar zu den wichtigsten Währungen etwas zu. Der Euro fällt zunächst, nachdem die EU-Kommission ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum des Euroraums im laufenden Jahr gesenkt und zugleich vor den Wachstumsrisiken gewarnt hat, die sich aus dem Handelskonflikt mit den USA ergeben. Mit den US-Preisdaten unter Erwartungen macht der Euro seine ohnehin moderaten Verluste wieder wett und zeigt sich mit 1,1687 Dollar praktisch auf Vorabendniveau.

Nach den Vortagesabgaben erholt sich der Goldpreis um 0,5 Prozent auf 1.248 Dollar. Das Edelmetall scheint schon seit Wochen nicht auf den Handelskonflikt zu reagieren. Händler sagen, Gold spiele als vermeintlich sicherer Anlagehafen derzeit kaum eine Rolle. Vielmehr werde der Preis von der Geldpolitik getrieben. Die hohe US-Inflation könnte Gold als Schutz vor Geldentwertung attraktiv machen, heißt es.

Nach der steilsten Talfahrt seit Zweieinhalbjahren am Vortag erholen sich auch die Ölpreise zunächst etwas. Im Anschluss drehen die Ölpreise allerdings wieder nach unten. Hintergrund ist der Monatsbericht der International Energy Agency (IEA), der eine Verlangsamung der Rohölnachfrage andeutete und einen Anstieg des weltweiten Angebots aufzeigte. US-Leichtöl der Sorte WTI fällt um weitere 1,1 Prozent auf 69,62 Dollar je Fass zurück. Brent zeigt sich dagegen wenig verändert bei 73,28 Dollar - hatte aber zuvor auch schon deutlicher zugelegt.

Am Rentenmarkt ziehen die Renditen leicht an. Zehnjährige US-Staatsanleihen werfen mit 2,85 Prozent einen halben Basispunkt mehr ab als noch am Vortag. Die Preisdaten stünden graduellen Leitzinserhöhungen in den USA nicht im Wege, heißt es im Handel.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 24.884,42 0,74 183,97 0,67
S&P-500 2.790,10 0,58 16,08 4,36
Nasdaq-Comp. 7.784,33 0,88 67,72 12,76
Nasdaq-100 7.328,66 1,17 84,68 14,57

US-Anleihen
Laufzeit Akt. Rendite Bp zu Vortag Rendite Vortag +/-Bp YTD
2 Jahre 2,59 1,2 2,58 139,2
5 Jahre 2,75 0,0 2,75 82,3
7 Jahre 2,82 0,6 2,81 57,3
10 Jahre 2,85 0,5 2,85 40,8
30 Jahre 2,95 0,2 2,95 -11,6

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8.11 Uhr Mi, 17.32 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1687 +0,11% 1,1674 1,1719 -2,7%
EUR/JPY 131,41 +0,56% 131,07 130,70 -2,9%
EUR/CHF 1,1703 +0,67% 1,1629 1,1643 -0,1%
EUR/GBP 0,8833 -0,07% 0,8844 1,1295 -0,6%
USD/JPY 112,43 +0,45% 112,27 111,55 -0,2%
GBP/USD 1,3230 +0,18% 1,3201 1,3235 -2,1%
Bitcoin
BTC/USD 6.193,05 -3,0% 6.347,23 6.429,14 -54,7%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 69,62 70,38 -1,1% -0,76 +17,2%
Brent/ICE 73,28 73,40 -0,2% -0,12 +13,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.248,20 1.242,18 +0,5% +6,02 -4,2%
Silber (Spot) 15,98 15,81 +1,1% +0,17 -5,6%
Platin (Spot) 844,90 827,75 +2,1% +17,15 -9,1%
Kupfer-Future 2,77 2,74 +1,3% +0,04 -16,8%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/flf

END) Dow Jones Newswires

July 12, 2018 12:08 ET ( 16:08 GMT)

Copyright (c) 2018 Dow Jones & Company, Inc.
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