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MÄRKTE USA/Wall Street erneut zweigeteilt erwartet

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Der Aktienterminmarkt suggeriert am Freitag einen ähnlich uneinheitlichen Start am US-Kassamarkt wie der Vortagesschluss. Am Vorabend hatte die technologielastige Nasdaq mit Aufschlägen geschlossen, während der breite Markt sich im Minus präsentierte. Ähnlich dürfte sich der Markt auch zum Start in die letzte Sitzung der Woche präsentieren. Die Nasdaq-Indizes dürften befeuert werden von guten Geschäftsausweisen der Schwergewichte des Technologiesektors. Denn Amazon, Apple und Facebook überraschten durchweg positiv mit ihren Geschäftsausweisen nach der Schlussglocke des Vorabends. Vorbörslich werden die drei Aktien bis zu 7,1 Prozent fester gehandelt, wobei Apple auf Rekordhoch notieren.

Der iPhone-Hersteller Apple gehört zu den Gewinnern der Coronakrise, die eine starke Nachfrage nach Apps und Geräten für die Arbeit von zuhause mit sich brachte. Apple kündigte ferner einen Aktiensplit im Verhältnis vier zu eins an. Auch der Online-Händler Amazon hat während der Pandemie gute Geschäfte gemacht und im zweiten Quartal mehr verdient als erwartet. Der Betreiber des gleichnamigen sozialen Netzwerks Facebook hat im zweiten Quartal seinen Gewinn in etwa verdoppelt und damit die Erwartungen geschlagen.


Alphabet hinkt hinterher

Nicht ganz so gut lief es für die Google-Mutter Alphabet, deren Werbeeinnahmen im zweiten Quartal um 8 Prozent zurückgingen. Es handelte sich um den ersten Rückgang in der Unternehmensgeschichte. Der Kurs gewinnt vorbörslich 0,6 Prozent. "Die Technologieunternehmen liefern uns ein potenziell verzerrtes Bild von den Aktienmärkten. Für jedes Unternehmen, das im S&P-500 nach oben drängt, gibt es mehr, die zur Schwäche neigen", sagt Devisenstrategin Jane Foley von Rabobank. Händler machen darauf aufmerksam, dass die Technologiewerte ein Eigenleben in der Krise führen und tendenziell von dieser sogar profitierten. Die Sorgen des breiten Marktes seien aber nicht verschwunden.

Wir haben schrittweise Verbesserungen bei den Impfstoffen gesehen, aber der Markt scheint dies mittelfristig eingepreist zu haben. Aber es besteht immer noch die Gefahr einer zweiten Welle oder einer verlängerten ersten Welle des Virus. Zudem vertiefen sich die Spannungen zwischen China und den USA (...)", sagt Investmentstratege Edward Park von Brooks Macdonald. Während in den USA die Neuinfektionen wieder steigen, konnte sich der US-Kongress bislang nicht auf eine Verlängerung der Coronahilfen zum Beispiel an Arbeitslose verständigen. Die alte Regelung läuft in der Nacht zum Samstag aus. Dazu hat US-Präsident Donald Trump auch noch laut über eine eventuelle Verschiebung der US-Wahl nachgedacht und damit die Angst vor einer waschechten Verfassungkrise in den USA geschürt.

Am Devisenmarkt verliert der ICE-Dollarindex 0,1 Prozent. Der Euro notierte am Morgen erstmals seit Mai 2018 über 1,19 Dollar, seitdem drücken ihn Gewinnmitnahmen auf 1,1843 Dollar. Während in den USA noch über die Verlängerung von Coronahilfen gefeilscht werde, habe Europa seine Hausaufgaben gemacht, heißt es zum Höhenflug des Euro.


Gold glänzt weiter

Der Dollarschwäche treibt den Goldpreis um 0,8 Prozent auf 1.974 Dollar nach oben. Die Sorge vor den Folgen einer möglichen zweiten Coronawelle sowie die Geldflut von Notenbanken und Regierungen lassen das Edelmetall weiter glänzen, heißt es. Die ungewisse Verlängerung der Coronahilfen in den USA stützen auch den US-Rentenmarkt, die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fällt um 2 Basispunkte auf 0,53 Prozent. Die Erdölpreise werden von überzeugenden Daten aus China gestützt. Diese machten Hoffnung auf eine Belebung der lahmenden Nachfrage nach Rohöl, heißt es. Zudem beginnt am Samstag die nächste Runde der Förderkürzungen der Gruppe Opec+. US-Leichtöl der Sorte WTI verteuert sich um 0,9 Prozent auf 40,28 US-Dollar, europäisches Referenzöl der Sorte Brent um 0,8 Prozent auf 43,28 Dollar.

Neben den Technologieschwergewichten haben weitere Unternehmen Geschäftszahlen vorgelegt. Exxon Mobil geben vorbörslich 2,2 Prozent ab. Der Ölmulti veröffentliche Verluste über Markterwartung. Auch Fiat Chrysler ist inmitten der Corona-Pandemie im zweiten Quartal in die roten Zahlen gerutscht. In Nordamerika lief es aber besser als bei den US-Wettbewerbern, die Titel gewinnen 0,5 Prozent.

Ford steigen um 3,1 Prozent, nachdem der Quartalsverlust des Automobilkonzerns nicht so drastisch wie befürchtet ausgefallen ist Überdies zeigte sich Ford für das dritte Quartal optimistischer, als Analysten erwartet hatten.



US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,11 -1,2 0,12 -109,7
5 Jahre 0,22 -1,1 0,23 -170,7
7 Jahre 0,39 -2,2 0,41 -185,9
10 Jahre 0,53 -2,1 0,55 -191,1
30 Jahre 1,20 -1,1 1,21 -187,1

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:11 Uhr Do, 17:22 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1844 +0,02% 1,1887 1,1779 +5,6%
EUR/JPY 124,52 +0,34% 124,02 123,80 +2,1%
EUR/CHF 1,0771 +0,04% 1,0787 1,0753 -0,8%
EUR/GBP 0,9009 -0,40% 0,9050 0,9041 +6,5%
USD/JPY 105,12 +0,30% 104,32 105,11 -3,4%
GBP/USD 1,3148 +0,42% 1,3134 1,3029 -0,8%
USD/CNH (Offshore) 6,9817 -0,31% 6,9928 7,0148 +0,2%
Bitcoin
BTC/USD 11.223,76 +1,17% 11.061,01 10.976,26 +55,7%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 40,29 39,92 +0,9% 0,37 -30,3%
Brent/ICE 43,28 42,94 +0,8% 0,34 -30,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.974,65 1.959,63 +0,8% +15,02 +30,1%
Silber (Spot) 24,28 23,43 +3,6% +0,84 +36,0%
Platin (Spot) 907,13 907,53 -0,0% -0,40 -6,0%
Kupfer-Future 2,90 2,90 -0,3% -0,01 +2,8%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/thl

END) Dow Jones Newswires

July 31, 2020 09:12 ET ( 13:12 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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