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MÄRKTE USA/Wall Street etwas erholt - Ölpreis stürzt ab

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Nach zwei Handelstagen mit kräftigen Abgaben zeigt sich die Wall Street am Dienstag fester und stabilisiert sich damit. Zum Wochenstart waren S&P-500 und Nasdaq auf die tiefsten Stände seit Herbst 2017 gesunken. Die anhaltenden Sorgen über einen globalen Konjunkturabschwung treten zumindest aktuell etwas in den Hintergrund - nicht allerdings am Ölmarkt, der kräftig nachgibt. Ohnehin warnen Händler, dass der noch immer nicht gelöste Handelskonflikt mit China ein Thema bleibt.

Dies gelte umso mehr, weil sich der chinesische Präsident Xi Jinping am Vortag wenig versöhnlich geäußert hatte. Ausgerechnet vor einer als sicher erwarteten Zinserhöhung am Mittwoch rafft sich der Aktienmarkt zu einer moderaten Erholung auf. Der Dow-Jones-Index steigt gegen Mittag New Yorker Zeit um 1 Prozent auf 23.821 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite legen um 0,6 bzw 0,7 Prozent zu.



Fed wird taubenhaft erwartet


Für positive Stimmung sorgt die Spekulation auf einen taubenhaften Ausblick der US-Notenbank am Mittwoch. Derzeit herrscht große Verunsicherung über die Anzahl der 2019 zu erwartenden Zinsschritte, doch sinken die Prognosen über die zu erwartenden Zinserhöhungen seit geraumer Zeit kontinuierlich.

Abzulesen ist dies auch am Devisenmarkt, denn der Dollar gibt etwas nach. "Vielleicht nehmen einige Dollarhändler vor der Zinsentscheidung morgen Gewinne mit. Der Markt preist eine Zinserhöhung mit einer Wahrscheinlichkeit von fast 70 Prozent ein. Doch dürfte die Aufmerksamkeit sehr schnell den wirtschaftlichen Aussichten und den künftigen Zinsschritten gelten", sagt Marktanalyst Charalambos Pissouros von JFD Brokers.

Auch der Rentenmarkt unterstreicht die gesunkenen Erwartungen an künftige US-Zinserhöhungen. Denn die Notierungen steigen und die Renditen geben nach. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen verliert 2,7 Basispunkte auf 2,83 Prozent. Vor einigen Wochen waren es noch rund 3,0 Prozent. Auch die Enttäuschung über die Rede des chinesischen Präsidenten Xi stütze die Anleihen, heißt es.

Der schwache Dollar und die geänderten Zinsaussichten helfen dem Goldpreis. Die Feinunze verteuert sich um 0,2 Prozent auf 1.248 Dollar. Zwischenzeitlich kletterten die Preise auf ein Einwochenhoch.



Ölmarkt offenbart Konjunktursorgen


Deutlicher als an den anderen Märkten dringen am Ölmarkt die Konjunktursorgen massiv durch und lassen die Preise regelrecht auf neue Jahrestiefs abstürzen. Der Preis für ein Fass der europäischen Referenzsorte Brent fällt um 4,2 Prozent auf 57,09 Dollar, für US-Leichtöl der Sorte WTI geht es um 5,6 Prozent auf 47,11 Dollar nach unten. Die Stabilisierung am Ölmarkt sei damit schon wieder Geschichte und die Wirkung der angekündigten Produktionskürzungen nach der Opec-Sitzung vollends verpufft, merkt die Commerzbank an. Die lange gehegten Bedenken wegen einer Ölflut in Verbindung mit einem nachlassenden Wachstum drückt auf Stimmung und Preise. Dies zumal Russland über einen Anstieg der Rohölproduktion auf ein Rekordniveau im Dezember berichtet hat. Damit werden Zweifel geweckt, ob Russland seine Produktion wie mit der Opec vereinbart ab Januar kürzen werde, so die Analysten.

Unter den Einzelaktien haben Oracle die Gewinne aus dem frühen Handel abgegeben und notieren nun unverändert. Der Softwarekonzern hat im zweiten Geschäftsquartal die Markterwartungen übertroffen. Sowohl beim Umsatz als auch Gewinn lag der SAP-Konkurrent über den Schätzungen der Analysten. Allerdings wurden die Erwartungen eher knapp geschlagen und zudem ist das Unternehmen gegenüber dem Vorjahr nicht gewachsen.

Lockheed Martin erhöhen sich um 0,7 Prozent. Der US-Rüstungskonzern steht vor einem Milliardenauftrag für seine Kampfflugzeuge aus Japan. Johnson & Johnson steigen um 1,6 Prozent. Das Konsumgüterunternehmen hat seine angepasste Gewinn- und Umsatzprognose für 2018 bekräftigt und ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 5 Milliarden Dollar angekündigt.

Die Titel des englischen Fußballklubs Manchester United gewinnen 4,8 Prozent. Der Verein hat sich von Trainer Jose Mourinho getrennt. United, das erfolgreichste Team seit Bestehen der Premier League, erlebt derzeit die schlechteste Saison seit 28 Jahren. Einen Nachfolger für den Portugiesen benannte der Club zunächst nicht.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 23.821,45 0,97 228,47 -3,63
S&P-500 2.560,32 0,56 14,38 -4,24
Nasdaq-Comp. 6.800,34 0,69 46,61 -1,49
Nasdaq-100 6.500,76 0,81 52,37 1,63

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 2,67 -2,1 2,69 146,9
5 Jahre 2,66 -2,5 2,69 74,0
7 Jahre 2,75 -2,2 2,77 49,8
10 Jahre 2,83 -2,7 2,86 38,6
30 Jahre 3,08 -3,2 3,11 1,3

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:21 Mo, 17:30 % YTD
EUR/USD 1,1363 +0,14% 1,1346 1,1344 -5,4%
EUR/JPY 127,86 -0,13% 127,75 128,19 -5,5%
EUR/CHF 1,1285 +0,13% 1,1267 1,1269 -3,6%
EUR/GBP 0,8982 -0,15% 0,8986 0,8999 +1,0%
USD/JPY 112,53 -0,26% 112,60 112,98 -0,1%
GBP/USD 1,2650 +0,29% 1,2626 1,2601 -6,4%
Bitcoin
BTC/USD 3.524,13 +1,54% 3.491,76 3.422,26 -75,5%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 47,11 49,88 -5,6% -2,77 -18,4%
Brent/ICE 57,09 59,61 -4,2% -2,52 -9,4%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.248,19 1.245,86 +0,2% +2,33 -4,2%
Silber (Spot) 14,65 14,66 -0,1% -0,01 -13,5%
Platin (Spot) 791,00 795,00 -0,5% -4,00 -14,9%
Kupfer-Future 2,67 2,75 -3,2% -0,09 -20,5%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/raz/flf

END) Dow Jones Newswires

December 18, 2018 12:30 ET ( 17:30 GMT)

Copyright (c) 2018 Dow Jones & Company, Inc.
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