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MÄRKTE USA/Wall Street im Plus erwartet - Vorsicht dominiert weiter

| Quelle: Dow Jones Newswire Web | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Thomas Rossmann

NEW YORK (Dow Jones)Nach den Kursverlusten vom Freitag dürfte die Wall Street mit einem leichten Aufschlag in die neue Handelswoche starten. Allerdings bleiben die Belastungsfaktoren weiter erhalten. Syrien-Krise, neue Sanktionen der USA gegen Russland und der weiter schwelende Handelskonflikt zwischen den USA und China dürften die Anleger weiter zur Vorsicht mahnen. Zwar kam es am Wochenende zu einem Militärschlag in Syrien, jedoch nur auf Ziele, die im Zusammenhang mit der Chemiewaffen-Produktion stehen. Zudem hat Russland nur verbal auf die Angriffe reagiert. Das sorgt für etwas Entspannung.

Der Future auf den S&P-500 deutet aktuell auf eine etwas festere Eröffnung am Kassamarkt hin.

In der laufenden Berichtssaison steht erneut der Banken-Sektor im Fokus. Nachdem die Zahlen von JP Morgan, Citigroup und Wells Fargo am Freitag die Investoren nur auf den ersten Blick überzeugen konnten, folgte nun die Bank of America. Das Institut hat im ersten Quartal unter anderem von niedrigeren Steuern und einem starken Handelsgeschäft profitiert. Im Zeitraum Januar bis März steigerte die Bank ihren Gewinn um 30 Prozent auf den Rekordwert von 6,9 Milliarden US-Dollar. Das Ergebnis je Aktie betrug 62 Cent. Analysten hatten mit 59 Cent gerechnet. Die Aktie legt vor der Startglocke um 0,3 Prozent zu.

Als letzte der großen US-Banken werden am Dienstag Goldman Sachs und am Mittwoch Morgan Stanley ihre Berichte für das erste Quartal vorlegen.



US-Konjunkturdaten liefern keinen Impuls


Wenig Auswirkungen auf das Handelsgeschehen haben die vorbörslich veröffentlichten US-Daten. Während der Empire State Manufacturing Index für den April deutlich unter der Erwartung blieb, legten die Einzelhandelsumsätze im März mit einem Plus von 0,6 Prozent doppelt so stark zu wie erwartet. Eine halbe Stunde nach Handelsbeginn werden noch die Lagerbestände aus dem Februar bekannt gegeben.

Die Daten reihen sich ein in die Serie zuletzt eher gemischt ausgefallener Daten, die eine Verlangsamung der Weltwirtschaft andeuten. Die Stimmung wird unter anderem von der Furcht vor einem internationalen Handelskonflikt belastet.



Ölpreise geben mit Syrien-Entspannung nach


Für die Ölpreise geht es mit der ausgebliebenen Eskalation in der Syrien-Krise deutlicher nach unten. Die Sorgen vor einem militärischen Konflikt zwischen den USA und Russland hatten die Preise zuletzt angetrieben. Die Commerzbank-Analysten warnen allerdings, der Rücksetzer könnte sich als kurzlebig erweisen. Denn zum einen plane die Trump-Regierung Sanktionen gegen den Iran. Und zum anderen könnten sich auch neue Sanktionen gegen Russland als preistreibend erweisen. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI fällt um 1,1 Prozent auf 66,66 Dollar. Für Brent geht es ebenfalls 1,1 Prozent auf 71,79 Dollar nach unten.

Auch der Goldpreis hatte mit den Entwicklungen in Syrien zwischenzeitlich leicht nachgegeben. Aktuell liegt der Preis für die Feinunze aber unverändert bei 1.345 Dollar.

Der "sichere Hafen" der US-Anleihen zeigt sich mit leichten Abgaben. Die Rendite zehnjähriger Papiere steigt um 3 Basispunkte auf 2,86 Prozent.



Leichtes Lampenfieber vor Netflix-Zahlen


Die Netflix-Aktie gewinnt 1,2 Prozent. Der Streaming-Dienst wird nach der Schlussglocke die Ergebnisse für das erste Quartal vorlegen. Der vorherige Quartalsbericht im Januar wartete mit einer Rekordzahl neuer Kunden auf und übertraf die ohnehin schon hohen Erwartungen. Das sorgte für Schub bei der Aktie, die seitdem um 37 Prozent zugelegt hat. Seit Jahresbeginn hat sie 62 Prozent an Wert gewonnen. Das bedeutet aber auch, dass die Ergebnisvorlage am Montag ein "Blockbuster" werden muss, heißt es von einem Teilnehmer.

Die Navistar-Aktie legt um 2,5 Prozent zu. Volkswagen hat die Übernahme des US-Lkw-Herstellers grundsätzlich auf der Agenda. Das würde irgendwann schon Sinn machen, sagte Matthias Gründler, Finanzvorstand von VW Truck & Bus. Aktuell hält der Wolfsburger Konzern knapp 17 Prozent an Navistar.

Für die Aktie von General Electric geht es um 0,1 Prozent nach unten, nachdem das Unternehmen rückwirkend aktualisierte Bilanzinformationen geliefert hat. Gegenüber der Securities and Exchange Commission hat der Mischkonzern Bilanzdaten für die vergangenen zwei Jahren vorgelegt, die nach veränderter Rechnungslegung ermittelt wurden. Dabei verschlechterte sich das Ergebnis je Aktie für 2017 um 17 Cent. General Electric selbst hatte mit 16 Cent gerechnet.



US-Anleihen
Laufzeit Akt. Rendite Bp zu Vortag Rendite Vortag +/-Bp YTD
2 Jahre 2,38 3,3 2,34 117,5
5 Jahre 2,70 2,7 2,67 77,2
7 Jahre 2,81 3,0 2,78 55,9
10 Jahre 2,86 3,2 2,83 41,3
30 Jahre 3,06 3,1 3,03 -0,7

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 7.53 Uhr Do, 17.38 Uhr % YTD
EUR/USD 1,2371 +0,31% 1,2330 1,2319 +3,0%
EUR/JPY 132,75 +0,11% 132,17 132,23 -1,9%
EUR/CHF 1,1875 +0,02% 1,1878 1,1862 +1,4%
EUR/GBP 0,8647 -0,14% 0,8654 1,1552 -2,7%
USD/JPY 107,30 -0,20% 107,19 107,35 -4,7%
GBP/USD 1,4306 +0,45% 1,4248 1,4231 +5,9%
Bitcoin
BTC/USD 8.055,11 -2,7% 8.053,75 7.591,63 -41,0%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 66,66 67,39 -1,1% -0,73 +10,6%
Brent/ICE 71,79 72,58 -1,1% -0,79 +9,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.345,78 1.345,43 +0,0% +0,35 +3,3%
Silber (Spot) 16,67 16,66 +0,1% +0,02 -1,5%
Platin (Spot) 930,55 930,90 -0,0% -0,35 +0,1%
Kupfer-Future 3,08 3,07 +0,3% +0,01 -7,1%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/smh

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April 16, 2018 09:02 ET ( 13:02 GMT)

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