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MÄRKTE USA/Wall Street legt eindrucksvolle Erholung hin

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Florian Faust

NEW YORK (Dow Jones)Nach einem verhaltenen Start haben die Kurse an der Wall Street am Dienstag angezogen. Der Dow-Jones-Index gewann 2,1 Prozent auf 26.643 Punkte und der S&P-500 kletterte um 1,3 Prozent. An der Nyse gab es insgesamt 1.931 (Montag: 1.093) Kursgewinner und 1.060 (1.899) -verlierer. Unverändert schlossen 56 (73) Titel. Der Nasdaq-Composite hinkte mit einem Aufschlag von 0,8 Prozent hinterher. Allerdings hatte die technologielastige Nasdaq zunächst deutlich im Minus gelegen - auch hier zeigte der Pfeil im Sitzungsverlauf nach oben.

Etwas gestützt wurde der Markt im späten Geschäft durch Fed-Gouverneurin Lael Brainard. Sie machte zwar nach wie vor erhebliche Risiken wegen der Coronavirus-Pandemie für die Konjunktur aus. Sie versprach aber ausgedehnte und nachhaltige Käufe von Wertpapieren durch die Notenbank, um die Wirtschaft zu unterstützen. Das beruhigte Anleger, denn US-Notenbankpräsident James Bullard aus St. Louis hatte die Pandemie als hartnäckigeren Schlag für die US-Konjunktur als ursprünglich angenommen bezeichnet. Es gab auch so genügend Gründe, die zur Vorsicht mahnten: 41 US-Bundesstaaten und Regionen zeigten in den vergangenen zwei Wochen steigende Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Kalifornien hat deshalb bereits mit neuen Abriegelungsmaßnahmen reagiert, allerdings hatte die Wall Street darauf bereits am Vortag negativ reagiert.

Die Spannungen zwischen China und den USA nahmen derweil zu, womit Händler die Schwäche des Technologiesektors erklärten. Die US-Regierung wies Chinas Ansprüche im Südchinesischen Meer zurück und schlug sich klar auf die Seite der Anrainerstaaten. China hat indes Sanktionen gegen das US-Unternehmen Lockheed Martin erlassen, nachdem eine Rüstungslieferung nach Taiwan von der US-Regierung genehmigt worden war. Die Titel stiegen davon unberührt um 0,7 Prozent.

Da die Märkte ein rosiges Erholungsszenario einpreisen, haben die jüngsten Hürden die Risikobereitschaft gebremst. Aber wir glauben, dass die Märkte durch die vor uns liegenden Risiken nicht völlig entgleisen und allmählich voranschreiten werden", sagte Marktstrategin Esty Dwek von Natixis Investment Managers. Im Blick standen die Quartalsberichte der drei Großbanken JP Morgan, Wells Fargo und Citigroup. Während JP Morgan und Citigroup beim Ergebnis überzeugten, verschreckte Wells Fargo mit einem Verlust. Händler sprachen von einer "extremen Enttäuschung". JP Morgan stiegen um 0,6 Prozent, Citigroup verloren 3,9 Prozent. Kritisiert wurde die hohe Risikovorsorge, die für die Zukunft nichts Gutes verheiße, so Händler. Well Fargo stürzten um 4,6 Prozent ab.


Delta schwach - Boeing gesucht

Neben den Banken hatte auch Delta Air Lines über das abgelaufene Quartal berichtet. Der Verlust der Fluglinie fiel höher aus als befürchtet, die Aktie büßte 2,6 Prozent ein. Boeing legten dagegen um 2,5 Prozent zu, nachdem der Flugzeughersteller einen Auftrag des US-Verteidigungsministeriums erhalten hatte.

Die Bemühungen von Harley-Davidson, das Geschäft umzukrempeln, wurden von BMO Capitalmit einer Hochstufung der Aktie gewürdigt. Die Titel des Motorradherstellers rückten um 5,6 Prozent vor. Bed Bath & Beyond sah eine positive Entwicklung bei den flächenbereinigten Umsätzen sowie beim Cashflow im Juni. Darüber hinaus bezifferte das Unternehmen den Umfang möglicher Verkäufe von Vermögenswerten, die nicht zum Kerngeschäft gehörten, auf 350 bis 450 Millionen Dollar. Die Papiere kletterten um 8,6 Prozent.

Moderna darf auf den Beginn einer großangelegten Phase-3-Studie für einen Impfstoff gegen den Coronavirus um den 27. Juli hoffen. Die Titel zogen um 4,5 Prozent an. Der schweizerische Pharmakonzern Roche beteiligt sich an der Entwicklung des Kinasehemmers Pralsetinib des US-Unternehmens Blueprint Medicines. Der Kurs gewann 4,3 Prozent.


Dollar erneut abwärts

Am Devisenmarkt gab der Dollar zwischenzeitliche Tagesgewinne wieder ab, der ICE-Dollarindex verlor 0,2 Prozent. Der Euro sprang kurz über die Marke von 1,14 Dollar. Die Analysten von Metzler gehen davon aus, dass der Euro in den kommenden Tagen die Marke von 1,14 Dollar testen werde. Denn für das Währungspaar sei "nicht nur die erwartete Unterstützung aus Brüssel maßgeblich, sondern auch eine generelle Schwäche - oder besser Lethargie - des Greenback."

Der Goldpreis stiegt dank der Dollarschwäche - um 0,4 Prozent auf 1.810 US-Dollar. Die Gewinnmitnahmen an der Marke von 1.800 Dollar seien abgeschlossen, heiß es. Die US-chinesischen Spannungen und die neuen Abriegelungen in den USA lüden zu Goldkäufen ein.

Ähnlich wie Gold befeuerte der schwache Dollar auch die Ölpreise, die ins Plus drehten. Das Erdölkartell Opec reduzierte seine Prognose für den Nachfrageeinbruch 2020 etwas. Die US-Sorte WTI verteuerte sich um 0,5 Prozent auf 40,29 Dollar, Nordseeöl der Sorte Brent um 0,4 Prozent auf 42,90 Dollar.

Mit der verbesserten Stimmung am Aktienmarkt gaben die US-Rentennotierungen nach einem äußerst volatilen Handelstag nach. Fallende Kurse sorgten für ein Plus der Zehnjahresrendite von 1,1 Basispunkten auf 0,63 Prozent. Zwischenzeitlich hatte die Corona-Entwicklung in den USA sowie die US-chinesischen Spannungen die Renten noch gestützt.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 26.642,59 2,13 556,79 -6,64
S&P-500 3.197,52 1,34 42,30 -1,03
Nasdaq-Comp. 10.488,58 0,94 97,73 16,90
Nasdaq-100 10.689,52 0,82 87,31 22,40

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,16 3,6 0,13 -104,1
5 Jahre 0,29 1,3 0,28 -163,1
7 Jahre 0,46 0,0 0,46 -178,3
10 Jahre 0,63 1,0 0,62 -181,7
30 Jahre 1,31 0,2 1,31 -175,5

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:34 h Mo, 17:51 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1392 +0,41% 1,1344 1,1365 +1,6%
EUR/JPY 122,21 +0,42% 121,65 121,90 +0,3%
EUR/CHF 1,0713 +0,28% 1,0678 1,0695 -1,3%
EUR/GBP 0,9075 +0,44% 0,9045 0,9010 +7,2%
USD/JPY 107,28 +0,01% 107,31 107,26 -1,4%
GBP/USD 1,2554 -0,03% 1,2542 1,2614 -5,3%
USD/CNH (Offshore) 7,0108 +0,12% 7,0118 6,9979 +0,6%
Bitcoin
BTC/USD 9.257,39 +0,13% 9.193,01 9.280,76 +28,4%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 40,29 40,10 +0,5% 0,19 -30,9%
Brent/ICE 42,83 42,72 +0,3% 0,11 -31,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.810,06 1.803,43 +0,4% +6,63 +19,3%
Silber (Spot) 19,35 19,13 +1,2% +0,23 +8,4%
Platin (Spot) 830,93 832,50 -0,2% -1,58 -13,9%
Kupfer-Future 2,92 2,94 -0,9% -0,03 +3,6%


Kontakt zum Autor: florian.faust@wsj.com

DJG/DJN/flf

END) Dow Jones Newswires

July 14, 2020 16:25 ET ( 20:25 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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