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MÄRKTE USA/Wall Street legt leicht zu - Investoren bleiben vorsichtig

| Quelle: Dow Jones Newswire Web | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Thomas Rossmann

NEW YORK (Dow Jones)Nach den Kursverlusten vom Freitag legt die Wall Street zu Beginn der neuen Handelswoche leicht zu. Die weiter schwelenden Belastungsfaktoren Syrien-Krise, neue Sanktionen der USA gegen Russland und der weiter schwelende Handelskonflikt zwischen den USA und China mahnen die Anleger weiter zur Vorsicht. Für etwas Entspannung sorgt, dass Russland nach dem Militärschlag in Syrien durch die USA, Großbritannien und Frankreich bislang nur verbal reagiert hat.

Die Unsicherheit kann zwar jederzeit wieder zunehmen, aber die größten Sorgen scheinen erst einmal überwunden", merkt Stratege Viraj Patel von der ING Bank an.

Der Dow-Jones-Index gewinnt 0,6 Prozent auf 24.507 Punkte. Der S&P-500 legt um 0,4 Prozent zu und für den Nasdaq-Composite geht es um 0,3 Prozent aufwärts.



Bankenwerte weiter im Fokus


Nachdem die Quartalszahlen von JP Morgan, Citigroup und Wells Fargo am Freitag die Investoren auf den ersten Blick zwar überzeugten, bevor dann hier und da doch negative Aspekte entdeckt wurden, hat am Montag die Bank of America ihre Bücher geöffnet. Das Institut hat im ersten Quartal unter anderem von niedrigeren Steuern und einem starken Handelsgeschäft profitiert und steigerte den Gewinn um 30 Prozent auf den Rekordwert von 6,9 Milliarden US-Dollar. Das Ergebnis je Aktie betrug 62 Cent. Analysten hatten mit 59 Cent gerechnet. Die Aktie legt um 0,1 Prozent zu.

Der Index der Bankenaktien im S&P-500 gibt leicht nach, nachdem er am Freitag noch um 2,6 Prozent abgesackt war. Viele Bankenaktien setzen ihre negative Entwicklung vom Wochenausklang fort. Die Citigroup-Aktie fällt um weitere 0,2 Prozent und Wells Fargo geben um 0,8 Prozent nach. Die Aktie von JP Morgan gewinnt dagegen 0,5 Prozent. Als letzte der großen US-Banken werden am Dienstag Goldman Sachs und am Mittwoch Morgan Stanley ihre Berichte für das erste Quartal vorlegen.



US-Konjunkturdaten liefern keinen Impuls


Wenig Auswirkungen auf das Handelsgeschehen haben vorbörslich veröffentlichten US-Konjunkturdaten. Während der Empire State Manufacturing Index für den April deutlich unter der Erwartung blieb, legten die Einzelhandelsumsätze im März mit einem Plus von 0,6 Prozent doppelt so stark zu wie erwartet. Eine halbe Stunde nach Handelsbeginn werden noch die Lagerbestände aus dem Februar bekannt gegeben.

Die Zahlen reihen sich ein in die Serie zuletzt eher gemischt ausgefallener Daten, die eine Verlangsamung der Weltwirtschaft andeuten. Die Stimmung wird unter anderem von der Furcht vor einem internationalen Handelskonflikt belastet.



Ölpreise geben mit Syrien-Entspannung nach


Für die Ölpreise geht es mit der ausgebliebenen Eskalation in der Syrien-Krise deutlicher nach unten. Die Sorgen vor einem militärischen Konflikt zwischen den USA und Russland hatten die Preise zuletzt angetrieben. Die Commerzbank-Analysten warnen allerdings, der Rücksetzer könnte sich als kurzlebig erweisen. Denn zum einen plane die Trump-Regierung Sanktionen gegen den Iran und zum anderen könnten sich auch neue Sanktionen gegen Russland als preistreibend erweisen. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI fällt um 1,2 Prozent auf 66,55 Dollar. Für Brent geht es 0,7 Prozent auf 72,07 Dollar nach unten.

Der Goldpreis kann sich von zwischenzeitlichen Abgaben, ausgelöst durch die Entwicklungen in Syrien, wieder erholen. Aktuell legt der Preis für die Feinunze um 0,1 Prozent auf 1.347 Dollar zu.

Der "sichere Hafen" der US-Anleihen zeigt sich mit leichten Abgaben. Die Rendite zehnjähriger Papiere steigt um 3 Basispunkte auf 2,85 Prozent.



Leichtes Lampenfieber vor Netflix-Zahlen


Die Netflix-Aktie gewinnt 0,5 Prozent. Der Streaming-Dienst wird nach der Schlussglocke die Ergebnisse für das erste Quartal vorlegen. Der vorherige Quartalsbericht im Januar wartete mit einer Rekordzahl neuer Kunden auf und übertraf die ohnehin schon hohen Erwartungen. Das sorgte für Schub bei der Aktie, die seitdem um 37 Prozent zugelegt hat. Seit Jahresbeginn hat sie 62 Prozent an Wert gewonnen. Das bedeutet aber auch, dass die Ergebnisvorlage am Montag ein "Blockbuster" werden muss, heißt es von einem Teilnehmer.

Die Navistar-Aktie legt um 4,0 Prozent zu. Sie profitiert davon, dass Volkswagen die Übernahme des US-Lkw-Herstellers grundsätzlich auf der Agenda hat. Das würde irgendwann schon Sinn machen, sagte Matthias Gründler, Finanzvorstand von VW Truck & Bus. Aktuell hält der Wolfsburger Konzern knapp 17 Prozent an Navistar.

Für General Electric geht es um 0,1 Prozent nach unten, nachdem das Unternehmen rückwirkend aktualisierte Bilanzinformationen geliefert hat. Dabei verschlechterte sich das Ergebnis je Aktie für 2017 um 17 Cent. General Electric selbst hatte mit 16 Cent gerechnet.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 24.507,11 0,60 146,97 -0,86
S&P-500 2.667,30 0,41 11,00 -0,24
Nasdaq-Comp. 7.129,06 0,32 22,41 3,27
Nasdaq-100 6.650,75 0,34 22,41 3,98

US-Anleihen
Laufzeit Akt. Rendite Bp zu Vortag Rendite Vortag +/-Bp YTD
2 Jahre 2,39 4,1 2,34 118,3
5 Jahre 2,70 2,7 2,67 77,2
7 Jahre 2,80 2,5 2,78 55,4
10 Jahre 2,85 2,7 2,83 40,8
30 Jahre 3,05 2,5 3,03 -1,3

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 7.53 Uhr Do, 17.38 Uhr % YTD
EUR/USD 1,2383 +0,41% 1,2330 1,2319 +3,1%
EUR/JPY 132,81 +0,15% 132,17 132,23 -1,8%
EUR/CHF 1,1874 +0,00% 1,1878 1,1862 +1,4%
EUR/GBP 0,8646 -0,14% 0,8654 1,1552 -2,8%
USD/JPY 107,24 -0,26% 107,19 107,35 -4,8%
GBP/USD 1,4320 +0,54% 1,4248 1,4231 +6,0%
Bitcoin
BTC/USD 7.925,73 -4,2% 8.053,75 7.591,63 -42,0%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 66,55 67,39 -1,2% -0,84 +10,4%
Brent/ICE 72,07 72,58 -0,7% -0,51 +10,0%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.346,77 1.345,43 +0,1% +1,34 +3,4%
Silber (Spot) 16,71 16,66 +0,3% +0,05 -1,4%
Platin (Spot) 930,70 930,90 -0,0% -0,20 +0,1%
Kupfer-Future 3,10 3,07 +1,0% +0,03 -6,4%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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April 16, 2018 10:02 ET ( 14:02 GMT)

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