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MÄRKTE USA/Wall Street nach Berg- und Talfahrt im Plus

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 6 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
(Wiederholung)

Von Florian Faust

NEW YORK (Dow Jones)Die Wall Street hat zur Wochenmitte nach einer Achterbahnfahrt mit Aufschlägen geschlossen. Hatten am Vortag die Sorgen um das globale Wachstum und den Handelskonflikt zwischen den USA und China noch stärker belastet, schien zunächst wieder etwas Optimismus aufzukeimen. Denn die US-Regierung hatte Medienberichte dementiert, wonach die Vorbereitungsgespräche für die Handelsgespräche Ende Januar abgesagt worden seien. Allerdings hielt das positive Sentiment nicht lange, die Kurse drehten ins Minus. Konjunkturskeptiker hatten bereits zuvor auf schwache japanische Exportdaten im Dezember verwiesen.

Zwischenzeitlich belasteten Aussagen von US-Präsident Donald Trump. Der machte erneut klar, dass es keine Einigung mit China geben werde, solange Peking nicht substanzielle Änderungen an seinem Wirtschaftsmodell vornehme. Darüber hinaus warnte der wichtigste Wirtschaftsberater Trumps davor, dass die US-Wirtschaft im ersten Quartal möglicherweise überhaupt nicht wachsen werde, wenn die Haushaltssperre andauere. Doch hier schien es Bewegung zu geben, denn der Senat hat für Donnerstag eine Abstimmung zur Wiederaufnahme der Arbeit von Behörden und anderen Regierungseinrichtungen angesetzt. Letztlich blieb die Verunsicherung, die Wall Street erholte sich aber deutlich von den Tagestiefs - auch dank positiv aufgenommener Geschäftsberichte.

Am Ende gewann der Dow-Jones-Index 0,7 Prozent auf 24.576 Punkte - gestützt von IBM, United Technologies und Procter. S&P-500 und Nasdaq-Composite legten um 0,2 bzw. 0,1 Prozent zu. Umgesetzt wurden 771 (Dienstag: 969) Millionen Aktien. Dabei standen sich an der Nyse 1.446 (685) Kursgewinner und 1.499 (2.308) -verlierer gegenüber, während 107 (67) Titel unverändert schlossen. "Der Markt sich schwer, die Befürchtungen einer Verlangsamung des globalen Wachstums, der Handelsbeziehungen zwischen China und den USA und des Regierungsstillstandes zu überwinden. Diese Kulmination deutet auf Herausforderungen, die Aktien am Steigen hindern, obwohl die Geschäftsberichte besser als gedacht ausgefallen sind", fasste Investmentstratege Michael Arone von State Street Global Advisors die Berg- und Talfahrt am Aktienmarkt zusammen.



IBM-Rally nach Zahlenausweis


Ein positives Ausrufezeichen setzte IBM. Der Technologiekonzern übertraf bei Gewinn und Umsatz die Erwartungen der Analysten. Die Aktie legte um 8,5 Prozent zu. Das US-Industriekonglomerat United Technologies verdiente mehr und setzte auch mehr um als erwartet. Zudem hatte das Unternehmen einen optimistischen Ausblick präsentiert. Die Aktie stieg um 5,4 Prozent.

Auch Procter & Gamble hatte dank einer regen Nachfrage nach Schönheitsprodukten in ihrem Zweitquartal des Geschäftsjahres 2018/19 die Erwartungen übertroffen. Beim erwarteten organischen Umsatzwachstum für das Gesamtgeschäftsjahr wurde der Konsumgüterkonzern zudem optimistischer. Die Aktie legte um 4,9 Prozent zu.

Für Comcast ging es um 5,5 Prozent nach oben. Der US-Kabelkonzern war im vierten Quartal dank seiner Tochter NBC Universal und dem Geschäft mit schnellem Internet stärker gewachsen als prognostiziert. Die Dividende für das Schlussquartal 2018 hob Comcast um 10 Prozent an.

Abbott Laboratories verloren 2,2 Prozent. Der US-Pharmakonzern blieb bei Gewinn und Umsatz leicht unter den Erwartungen des Marktes. Tesla litten unter einem negativen Analysten-Kommentar. RBC hatte die Aktie auf "Underperform" nach unten genommen. Die Titel büßten 3,8 Prozent ein.

Restaurant Brands hatte überzeugende Daten zum Umsatz im vierten Quartal vorgelegt. Überdies durften sich die Aktionäre des Restaurantbetreibers, zu dem unter anderem die Kette Burger King gehört, über eine höhere Dividende freuen. Ferner teilte das Unternehmen mit, dass Jose Cil, bislang Präsident von Burger King, zum neuen CEO ernannt wurde. Die Aktie von Restaurant Brands wurde 9,8 Prozent höher gehandelt.

Kimberly-Clark ermäßigten sich um 2,7 Prozent. Der Hygieneartikelhersteller verfehlte in der vierten Periode die Marktschätzungen. Synchrony Financial schnellten um 10,7 Prozent empor. Der Finanzdienstleister erweiterte die Kooperation mit dem Einzelhändler Walmart. Verizon Communications will Kreisen zufolge in ihrer Mediensparte rund 7 Prozent der Belegschaft abbauen, die Titel stiegen um 1,4 Prozent.



Ölpreise drehen ins Minus


Die Ölpreise drehten im Verlauf ins Minus. Belastet wurde der Ölmarkt von der Sorge eines steigenden Angebots. Denn unter Umständen könnte mittelfristig mehr Erdöl aus dem Iran und aus Venezuela auf den Markt strömen. Die EU will einen Mechanismus einführen, der den Nicht-Dollar-Handel mit dem Iran erleichtern und dabei die Sanktionen der USA umgehen soll. Zudem hat US-Präsident Trump den venezolanischen Parlamentspräsidenten Juan Guaidó als "Übergangspräsident" anerkannt. Sollte Diktator Nicolas Maduro stürzen, könnte sich womöglich eine amerikafreundliche Regierung etablieren und die US-Sanktionen könnten aufgehoben werden, hieß es im Handel. Allerdings könnten kurzfristig auch neue Sanktionen drohen, daher erholten sich die Rohölpreise wieder etwas von ihren Tagestiefs. Der Preis für ein Fass US-Leichtöl der Sorte WTI sank um 0,7 Prozent auf 52,62 Dollar. Für die global gehandelte Sorte Brent ging es um 0,6 Prozent auf 61,14 Dollar nach oben.

Am Devisenmarkt neigte der Dollar zur Schwäche, der ICE-Dollarindex sank um 0,2 Prozent - belastet von einer gestiegenen Risikoneigung. Der Euro zog auf 1,1382 Dollar an nach einem Tagestief bei 1,1350. Das Verbrauchervertrauen im Euroraum hatte sich im Januar leicht verbessert. Das britische Pfund stieg gegenüber dem Euro auf den höchsten Stand seit November 2018. Laut den Analysten der Commerzbank dürfte es sich dabei aber nur um eine Verschnaufpause handeln. Es scheine sich eine Mehrheit für eine Verschiebung des EU-Austrittstermins zu bilden. Angesichts der zerstrittenen Lage im britischen Parlament könne man das als positive Entwicklung werten, so die Experten zum Höhenflug des Pfund.

Am Rentenmarkt setzte sich am Ende nach einem Hin und Her eine negative Tendenz durch, die Notierungen sanken. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen gewann 0,9 Basispunkte auf 2,75 Prozent. Im Handel sprach man von steigenden Hoffnungen für den Welthandel, auch weil China mit einer neuen Dosis geldpolitischer Stimuli nachgeholfen habe.

Trotz des schwächelnden Dollar verbilligte sich Gold um 0,2 Prozent auf 1.283 Dollar. Auch hier sei die gestiegene Risikoneigung zu spüren gewesen, hieß es. Allerdings steige die physische Nachfrage als Folge der Sorgen über die weltweite Verschuldungssituation.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 24.575,62 0,70 171,14 5,35
S&P-500 2.638,70 0,22 5,80 5,26
Nasdaq-Comp. 7.025,77 0,08 5,41 5,89
Nasdaq-100 6.658,76 0,18 11,95 5,19

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 2,58 0,0 2,58 138,1
5 Jahre 2,59 0,8 2,58 66,2
7 Jahre 2,65 0,4 2,65 40,7
10 Jahre 2,75 0,7 2,74 30,2
30 Jahre 3,06 0,3 3,06 -0,3

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:26 Di, 17:53 % YTD
EUR/USD 1,1383 +0,17% 1,1368 1,1359 -0,7%
EUR/JPY 124,75 +0,41% 124,65 124,25 -0,8%
EUR/CHF 1,1324 -0,07% 1,1342 1,1330 +0,6%
EUR/GBP 0,8710 -0,67% 0,8767 0,8770 -3,2%
USD/JPY 109,60 +0,24% 109,63 109,37 -0,0%
GBP/USD 1,3069 +0,85% 1,2968 1,2954 +2,4%
Bitcoin
BTC/USD 3.536,25 -1,30% 3.571,75 3.583,87 -4,9%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 52,61 53,01 -0,8% -0,40 +15,1%
Brent/ICE 61,12 61,50 -0,6% -0,38 +12,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.283,24 1.285,38 -0,2% -2,14 +0,1%
Silber (Spot) 15,36 15,34 +0,1% +0,02 -0,9%
Platin (Spot) 795,00 791,50 +0,4% +3,50 -0,2%
Kupfer-Future 2,66 2,66 -0,2% -0,00 +0,9%


Kontakt zum Autor: florian.faust@wsj.com

DJG/DJN/flf

END) Dow Jones Newswires

January 23, 2019 16:15 ET ( 21:15 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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IBM 120,85 +0,25%
EUR +0,30
KIMBERLY CLARK 121,28 +0,31%
EUR +0,38
PROC. & GAMBLE 104,80 -0,76%
EUR -0,80
UTD TECHN. DL 1 124,00 +0,65%
EUR +0,80
VERIZON COMM. INC. DL-,10 54,12 -0,37%
EUR -0,20
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PKT +23,90
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