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MÄRKTE USA/Wall Street setzt Talfahrt fort - GS-Studie belastet Apple

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 6 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Die Stimmung an der Wall Street bleibt angeschlagen. Nach der Talfahrt am Vortag - vor allem im Technologiesektor - geht es am Dienstag weiter nach unten. Gegen Mittag (Ortszeit New York) verliert der Dow-Jones-Index 1,5 Prozent auf 24.634 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite büßen 1,1 bzw. 0,7 Prozent ein. Damit haben die Indizes einen Teil ihrer Verluste aber schon wieder wettgemacht. Wie schon am Montag fallen an der technologielastigen Nasdaq die Verluste besonders hoch aus. Bereits am Vortag war die Nasdaq in die Nähe eines Siebenmonatstiefs gesunken - die Alphabet-Aktie hatte in den Bärenmarktmodus gedreht.

Einen der Auslöser der Schwäche unter Technologiewerten verorten Marktteilnehmer bei Apple. Denn hier wollen die Sorgen über eine lahmende Nachfrage nach den neuen iPhone-Modellen nicht schwinden. Die Analysten von Goldman Sachs (GS) haben deshalb das Kursziel auf 182 von zuvor 209 Dollar gesenkt, die Empfehlung lautet unverändert "Neutral". Die Aktie sinkt um weitere 3,3 Prozent auf 179,69 Dollar.

Eine Kombination aus mäßigen Ausblicken von Technologieschwergewichten wie Apple oder Facebook, Befürchtungen, das Hoch bei den Unternehmensergebnissen könnte bereits überschritten sein, und die frostigen Handelsbeziehungen zwischen den USA und China machten besonders Technologietitel anfällig für Verkäufe, heißt es im Handel. "Der Technologiesektor, speziell in den USA, ist stärker an politische und regulative Risiken gekoppelt, als viele Investoren sich vorgestellt hatten", analysiert Marktstratege Jared Woodard von Bank of America-Merrill Lynch.

Dazu passt ein Medienbericht, wonach China einigen ausländischen Chipherstellern wettbewerbswidriges Verhalten vorwirft. Betroffen seien Samsung Electronics und SK Hynix aus Korea, aber auch Micron Technology. Die Ermittlungen der chinesischen Behörden könnten zur Folge habe, dass sich im Handelskonflikt die Fronten verhärten, befürchten Marktteilnehmer. Micron büßen 1,5 Prozent ein.



Fonds steigen bei Technikwerten aus


Die jüngste Befragung von Fondsverwaltern durch die Bank of America-Merrill Lynch hat zu Tage gefördert, dass die Allokation von Fondsgeldern im Sektor im Oktober den höchsten Absturz seit der Finanzkrise verbucht hat. Der Handelskonflikt gebe die Marschrichtung vor und dürfte kurzfristig kaum zu lösen sein. Woodard rechnet daher mit weiteren bitteren Pillen für den Finanzmarkt. Das negative Börsensentiment wird derweil von schwachen Immobiliendaten untermauert. Im Oktober wurden in den USA weniger Wohnbauvorhaben in Angriff genommen als erhofft.

Unter den Einzelwerten ziehen Analog Devices nach der Vorlage von Viertquartalszahlen 2,8 Prozent an und trotzen damit dem Trend im Technologiesektor. Das gilt nicht für die Titel des Discounters Target, die über 10 Prozent einbrechen. Das Unternehmen hat im dritten Quartal den Gewinn zwar kräftig gesteigert, aber dennoch weniger verdient als am Markt erwartet. Auch der Umsatz auf vergleichbarer Fläche enttäuscht. Bei Kohl's bemängeln Beobachter, dass der Einzelhändler die Erwartungen der Analysten nur dank niedrigerer Steuern übertroffen hat. Die Aktie bricht um 8,5 Prozent ein.

Best Buy beweisen Stärke und steigen um 2,3 Prozent. Der Einzelhändler für Unterhaltungselektronik hat die Markterwartungen in der dritten Periode geschlagen und die Jahresprognose angehoben. Mit Urban Outfitters wird eine weitere Einzelhandelsaktie im Plus gehandelt, sie legt um 2,6 Prozent zu. Das Mode-Unternehmen verbuchte ein Rekordergebnis im dritten Quartal. L Brands stürzen dagegen um rund 13 Prozent ab. Die Muttergesellschaft von Victoria's Secret, Bed & Body Works und anderen Einzelhandelsmarken hat im Rahmen der Prognosen liegende Geschäftszahlen vorgelegt, zugleich aber eine Dividendenkürzung angekündigt.

Die Aktien von Intuit tendieren kaum verändert. Erstquartalszahlen und Ausblick des Softwareunternehmens übertreffen die Marktvorhersagen, die Schwäche im Technologiesektor bremst aber den Kurs. Die Geschäftszahlen zum dritten Quartal von Pure Storage kommen am Markt gut an. Die Aktien des Datenspeicherunternehmens klettern um 2,5 Prozent.



Sichere Häfen werden angesteuert


Die Aktienverluste und die gestiegene Risikoaversion treiben Anleger in den vermeintlich sicheren Rentenhafen. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen gibt im Gegenzug 1 Basispunkt auf 3,06 Prozent nach. Zudem wird die Wahrscheinlichkeit einer Dezemberzinserhöhung durch die US-Notenbank nur noch mit einer Wahrscheinlichkeit von 65 nach 76 Prozent in der Vorwoche am Zinsterminmarkt eingepreist.

Am Devisenmarkt erholt sich der Dollar vom schwachen Start in die Woche. Der ICE-Dollarindex gewinnt 0,2 Prozent - gestützt von der Schwäche des Euro. Dieser sinkt auf rund 1,1390 Dollar nach einem Tageshoch bei 1,1473 Dollar. Brexit-Sorgen und der Fiskalstreit mit Italien setzten der Gemeinschaftswährung zu, heißt es. Der britische Notenbankgouverneur Mark Carney warnte in einer Rede vor dem Parlament in London eindringlich vor den Folgen eines harten Brexits und machte deutlich, dass die Geldpolitik die negativen Folgen kaum werde abfedern können. Spanien, Frankreich und die Niederlande äußerten indes Bedenken über den ausgehandelten EU-Austrittsentwurf der Briten.

Der feste Dollar dämpft das Interesse der Anleger an Gold, trotz der Risikoaversion und des makroökonomischen Minenfeldes. Die Feinunze ermäßigt sich um 0,1 Prozent auf 1.223 Dollar. Allerdings war das Edelmetall in den vorigen Sitzungen gefragt. Händler sprechen von einem für Gold günstigen Umfeld.

Das lässt sich für Erdöl nicht behaupten. Konjunktursorgen befeuern Befürchtungen einer nachlassenden Nachfrage nach dem "schwarzen Gold". Damit wächst die Furcht vor einer Überversorgung des Marktes, zumal Russland und Saudi-Arabien auf Rekordniveau fördern - trotz aller Bemühungen um eine Senkung der Förderquoten. US-Leichtöl der Sorte WTI verbilligt sich um 5,5 Prozent auf 54,08 Dollar, Nordseeöl der Sorte Brent um 5,2 Prozent auf 63,30 Dollar.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 24.634,23 -1,53 -383,21 -0,34
S&P-500 2.662,48 -1,05 -28,25 -0,42
Nasdaq-Comp. 6.980,49 -0,68 -47,98 1,12
Nasdaq-100 6.596,04 -0,71 -46,88 3,12

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 2,80 1,2 2,78 159,3
5 Jahre 2,87 0,5 2,87 95,1
7 Jahre 2,97 0,1 2,97 72,6
10 Jahre 3,06 -1,0 3,07 61,4
30 Jahre 3,31 -0,7 3,32 24,7

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:08 Mo, 17.34 % YTD
EUR/USD 1,1390 -0,55% 1,1452 1,1450 -5,2%
EUR/JPY 128,41 -0,34% 128,91 128,83 -5,1%
EUR/CHF 1,1333 -0,40% 1,1370 1,1382 -3,2%
EUR/GBP 0,8892 -0,07% 0,8914 0,8907 +0,0%
USD/JPY 112,72 +0,19% 112,51 112,50 +0,1%
GBP/USD 1,2808 -0,46% 1,2858 1,2857 -5,2%
Bitcoin
BTC/USD 4.752,58 -2,4% 4.669,53 5.096,92 -65,2%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 54,08 57,20 -5,5% -3,12 -6,4%
Brent/ICE 63,30 66,79 -5,2% -3,49 +0,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.223,37 1.224,10 -0,1% -0,74 -6,1%
Silber (Spot) 14,34 14,43 -0,7% -0,09 -15,4%
Platin (Spot) 843,65 853,50 -1,2% -9,85 -9,2%
Kupfer-Future 2,77 2,80 -0,9% -0,02 -17,2%


Kontakt zum Autor: florian.faust@wsj.com

DJG/DJN/cln/bam

END) Dow Jones Newswires

November 20, 2018 12:06 ET ( 17:06 GMT)

Copyright (c) 2018 Dow Jones & Company, Inc.
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ANALOG DEVICES 99,01 -0,04%
EUR -0,04
BEST BUY 61,32 -3,51%
EUR -2,23
INTUIT 235,00 +0,13%
EUR +0,30
KOHLS 41,00 -2,15%
EUR -0,90
MICRON TECHN. INC. DL-,10 40,35 +2,85%
EUR +1,12
TARGET CORP. DL-,0833 100,98 -0,82%
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URBAN OUTFITTERS DL-,0001 25,40 +7,63%
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NASDAQ 100 7.940,33 +0,91%
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NASDAQ COMP. 8.162,99 +0,91%
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