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MÄRKTE USA/Wall Street startet mit deutlichen Abschlägen

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Die US-Börsen zeigen sich zu Handelsbeginn am Mittwoch mit kräftigen Abschlägen. Der Dow-Jones-Index gibt 1,5 Prozent nach auf 30.482 Punkte, der S&P-500 verliert 1,7 Prozent. Für den technologielastigen Nasdaq-Composite geht es um 1,9 Prozent nach unten.

Im Fokus der Anleger steht der Zinsentscheid der US-Notenbank um 20.00 Uhr (MEZ). Am Markt wird mit unveränderten Leitzinsen gerechnet, daher dürften vor allem die Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell im Mittelpunkt stehen. Da die neue US-Regierung von Präsident Joe Biden ein weiteres Konjunkturpaket auf den Weg gebracht hat, wird erwartet, dass die Fed zunächst untätig bleibt und die Wirkungen der bereits erfolgten geldpolitischen Lockerungen weiter beobachtet. Die zuletzt aufgekommene Debatte über ein Abschmelzen der Anleihenkäufe ("Tapering") hatte Powell zuletzt als "viel zu verfrüht" abgetan.

Der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter ist im Dezember indessen lediglich um 0,2 Prozent gestiegen. Ökonomen hatten hingegen mit einem Plus von 0,8 Prozent gerechnet.

Für Bewegung bei Einzelwerten sorgt insbesondere die auf vollen Touren laufende Berichtssaison. Vor allem die Technologieriesen stehen dabei im Blick, da sie als Profiteure der Corona-Pandemie gelten. Nach Handelsschluss am Mittwoch werden Facebook, Tesla und Apple mit Geschäftszahlen erwartet. "Die Messlatte für Tech-Aktien liegt ziemlich hoch, da wir uns noch immer in einem Lockdown befinden, und dennoch scheinen sie sich im Vergleich zu den hohen Erwartungen gut zu schlagen", so Hani Redha, Portfoliomanager bei Pinebridge Investments.


Berichtssaison gibt Vollgas

Microsoft klettern um 0,6 Prozent. Das starke Cloudgeschäft und die hohe Nachfrage nach Videospielen und Rechnern hatten dem Softwarekonzern auch in seinem zweiten Geschäftsquartal ein starkes Wachstum beschert. Der Gewinn legte ebenfalls zu und übertraf die Erwartungen der Analysten.

Advanced Micro Devices (AMD) büßen 6,6 Prozent ein, obwohl der Halbleiterkonzern mit guten Geschäftszahlen glänzte und auch einen besser als erwartet ausgefallenen Ausblick lieferte. Die Aktie hatte im vergangenen Jahr aber um 88 Prozent zugelegt, was darauf hindeutet, dass Anleger aufgelaufene Gewinne mitnehmen. Texas Instruments geben 3,0 Prozent nach. Der Chipkonzern hatte im vierten Quartal besser abgeschnitten als erwartet, was auch für den Ausblick galt. Auch hier dürften Anleger nach der jüngsten Rally Gewinne einstreichen.

Starbucks verlieren 4,5 Prozent. Die US-Kaffeehauskette hatte in ihrem ersten Geschäftsquartal per Ende Dezember wegen der Pandemie zwar wieder einen Umsatzrückgang um 5 Prozent verzeichnet. Mit dem Ergebnis übertraf der Konzern aber die eigenen Prognosen. Gleichwohl fiel das Nettoergebnis um 30 Prozent. AT&T geben 0,7 Prozent nach. Eine massive Abschreibung auf den Satelliten-TV-Betreiber DirecTV hat dem Telekommunikations- und Unterhaltungskonzern im vierten Quartal einen Milliardenverlust beschert. Gleichwohl schnitt der Konzern nicht so schlecht ab wie von Analysten befürchtet.

Boeing rücken 3,8 Prozent nach unten. Der Luftfahrtriese hat auch das vierte Quartal mit Verlust beendet, dabei aber noch deutlich schlechter abgeschnitten als von Analysten erwartet. Der Konzern verbuchte einen Fehlbetrag von 8,44 Milliarden Dollar. Im Vorjahr lag das Minus lediglich bei 1,01 Milliarden. Abbott steigen 0,3 Prozent. Die Nachfrage nach Tests für Covid-19 hat dem US-Pharmakonzern Abbott Laboratories im vierten Quartal einen kräftigen Gewinnanstieg beschert. Sowohl mit den Zahlen für das Quartal auch mit dem Ausblick auf 2021 übertraf Abbott die Erwartungen der Analysten.

Gamestop schießen um weitere 97 Prozent nach oben. Bullisch gestimmte Privatanleger treiben die Aktie seit Wochen über die Sozialen Medien nach oben. Ihr Kurs hat seit Jahresbeginn bereits über 600 Prozent zugelegt. Walgreens Boots Alliance springen 9,7 Prozent nach oben. Die Apothekenkette wird die Starbucks-Managerin Rosalind Brewer zur neuen CEO ernennen. Brewer wird Stefano Pessina bei Walgreens ersetzen.


Dollar vor Fed-Zinsentscheid fester

Der Dollar zieht vor der Entscheidung der US-Notenbank (Fed) am Abend an. Der Dollar-Index legt 0,5 Prozent zu. Der Euro fällt um 0,8 Prozent auf 1,2067 Dollar von frühen Hochs über 1,2160 Dollar. Dass vom Fed-Offenmarktausschuss nichts zu erwarten sei, heiße nicht, dass die Entscheidung ein "Non-Event" werde; der Devisenmarkt werde wie üblich an Fed-Chef Powells Lippen hängen, sagt Commerzbank-Analystin Esther Reichelt. Längst richte sich der Blick darauf, was nach der Pandemie komme.

Die Ölpreise zeigen sich vor der Veröffentlichung der offiziellen Daten der EIA zu den US-Rohöllagerbeständen leichter. Volkswirte prognostizieren hier beim Rohöl eine Zunahme von 0,1 Million Barrel und bei Benzin ein Plus von 1,0 Million Barrel. Die vom Branchenverband API am Dienstag veröffentlichten Lagerbestandsdaten hatten einen Rückgang der Ölbestände um 5,3 Millionen Barrel ausgewiesen, während sich die Benzinbestände um 3,1 Millionen Barrel erhöht hatten. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI gibt 0,8 Prozent nach auf 52,17 Dollar, Brent notiert 0,3 Prozent leichter bei 55,77 Dollar.

US-Anleihen sind vor der Fed-Sitzung gesucht. Die Rendite zehnjähriger Papiere sinkt bei steigenden Notierungen um 2,9 Basispunkte auf 1,01 Prozent. Der Goldpreis gibt mit dem festeren Dollar nach. Der Preis für die Feinunze sinkt um 0,8 Prozent auf 1.836 Dollar.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 30.482,22 -1,47 -454,82 -0,41
S&P-500 3.786,29 -1,65 -63,33 0,80
Nasdaq-Comp. 13.368,98 -1,89 -257,08 3,73
Nasdaq-100 13.253,83 -1,75 -236,36 2,84

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,11 -0,8 0,12 -108,9
5 Jahre 0,40 -0,7 0,41 -152,2
7 Jahre 0,70 -3,0 0,73 -155,2
10 Jahre 1,01 -2,9 1,04 -143,5
30 Jahre 1,76 -2,9 1,79 -130,5

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:32 Di, 17:33 % YTD
EUR/USD 1,2067 -0,78% 1,2154 1,2161 -1,2%
EUR/JPY 125,63 -0,34% 126,03 126,07 -0,4%
EUR/CHF 1,0753 -0,32% 1,0779 1,0791 -0,5%
EUR/GBP 0,8829 -0,28% 0,8845 0,8856 -1,1%
USD/JPY 104,10 +0,44% 103,69 103,67 +0,8%
GBP/USD 1,3669 -0,48% 1,3741 1,3732 +0,0%
USD/CNH (Offshore) 6,4968 +0,34% 6,4766 6,4741 -0,1%
Bitcoin
BTC/USD 29.783,00 -8,92% 31.829,25 31.840,00 +2,5%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 52,17 52,61 -0,8% -0,44 +7,3%
Brent/ICE 55,77 55,91 -0,3% -0,14 +7,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.835,53 1.851,16 -0,8% -15,63 -3,3%
Silber (Spot) 24,78 25,48 -2,7% -0,69 -6,1%
Platin (Spot) 1.066,78 1.104,08 -3,4% -37,30 -0,3%
Kupfer-Future 3,55 3,62 -1,9% -0,07 +0,9%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/err/cln

END) Dow Jones Newswires

January 27, 2021 09:54 ET ( 14:54 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.
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Weitere Wertpapiere...
AT&T Inc. 23,66 -0,36%
EUR -0,09
Abbott Laboratories 99,98 -0,20%
EUR -0,20
AMD - Advanced Micro Devices 67,89 -2,03%
EUR -1,41
The Boeing Company 177,60 -2,65%
EUR -4,84
Microsoft Corporation 189,52 -0,27%
EUR -0,52
Starbucks Corporation 85,24 -1,10%
EUR -0,95
TI - Texas Instruments Inc. 140,80 -4,62%
EUR -6,82
Dow Jones Industrial Average ( 31.402,01 -1,75%
PKT -559,85
NASDAQ 100 12.828,31 -3,56%
PKT -473,88
S&P 500 I 3.845,95 +0,61%
PKT +23,30
NASDAQ Composite 13.119,43 -3,52%
PKT -478,53
BTC/CHF 41.848,6100 -4,19%
CHF -1.828,3400
BTC/EUR 38.110,4600 -3,88%
EUR -1.536,4100
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