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MÄRKTE USA/Wall Street tritt vor Handelsabkommen auf der Stelle

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Kurz bevor am Mittwoch das mühsam ausgehandelte Phase-1-Handelsabkommen zwischen den USA und China unterzeichnet werden soll, wollen die Anleger sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Zum Start in den Handel pendeln die Indizes leicht über den Schlussständen des Vortags. Der Dow-Jones-Index gewinnt 0,1 Prozent auf 28.976 Punkte. Der S&P-500 und die Nasdaq-Indizes tendieren ebenfalls gut behauptet.

Schon am Dienstag hatte sich Nervosität breitgemacht. Zwar erreichten die Indizes im Verlauf Rekordstände, auch gestützt von den Hoffnungen, die Anleger in das Abkommen setzen, doch konnten sie die Gewinne nicht bis zum Handelsende halten. Beobachter geben zu bedenken, dass mit dem Phase-1-Abkommen die Streitigkeiten noch nicht vollständig beigelegt sind. Vor allem der Streit um den Boykott des chinesischen Telekomausrüsters Huawei, den die USA als Bedrohung ihrer nationalen Sicherheit sehen, sei noch nicht beendet.

Zur Beunruhigung der Anleger trug auch bei, dass die USA trotz des Phase-1-Abkommens die bestehenden Zölle auf Importe aus China vorerst nicht senken wollen. Damit könnte sich ein Phase-2-Abkommen verzögern.


Durchwachsene Zahlen von Bank of America und Goldman Sachs

Etwas Ablenkung vom Handelsstreit bietet die Bilanzsaison. Nach JP Morgan, Citigroup und Wells Fargo am Dienstag haben am Mittwoch vor Handelsstart mit Goldman Sachs und der Bank of America zwei weitere Schwergewichte der US-Bankenlandschaft über den Verlauf des Schlussquartals 2019 berichtet. Die Zahlen der beiden Banken werden in einer ersten Einschätzung als durchwachsen bezeichnet, was die Aktien schwächer tendieren lässt. Bank of America verlieren 2,6 Prozent und Goldman Sachs 2,3 Prozent.

An Konjunkturdaten wurden vor der Startglocke die Erzeugerpreise aus dem Dezember und der Empire State Manufacturing Index veröffentlicht. Bei den Erzeugerpreisen zeigte sich das gleiche Bild wie tags zuvor bei den Verbraucherpreisen: Sie stiegen im vergangenen Monat sowohl insgesamt als auch in der Kernrate etwas weniger stark als erwartet. Die geringe Teuerung spricht für weiter niedrige Zinsen in den USA.

Der Empire-State-Index lag im Januar mit 4,8 Punkten über der Konsensprognose der Ökonomen von 4,0. Im Dezember war ein Indexstand von 3,3 ermittelt worden.

Um 20.00 Uhr MEZ folgt noch das Beige Book der US-Notenbank.


Geringe Inflation positiv für Anleihen und Gold

Die Aussicht auf eine Fortsetzung der Niedrigzinsphase unterstützt die Anleihenotierungen und den Goldpreis. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen fällt um 2,1 Basispunkte auf 1,79 Prozent. Die Feinunze Gold verteuert sich um 0,4 Prozent auf 1.552 Dollar.

Der Euro zieht zum US-Dollar leicht an und steigt von Kursen um 1,1120 im Tagestief auf 1,1150 Dollar. Die Preisentwicklung in den USA und der US-chinesische Handelskonflikt gehen den Dollar-Optimisten als Argumente verloren, wie Commerzbank-Experte Ulrich Leuchtmann mit Blick auf die Preis- und Lohnentwicklung befindet. Beide zeigten, dass mehr als ein Jahrzehnt ultraexpansiver Geldpolitik nicht annähernd so inflationär wirke, wie es sein müsste. Und gerade wo die Wirkung des Handelskonflikts in der US-Handelsbilanz sichtbar werde, einigten sich beide Seiten.

Überraschend schwache britische Inflationsdaten belasten derweil das Pfund. Die Entwicklung dürfte die jüngst bereits entfachte Fantasie noch befeuern, dass die Bank of England (BoE) auf ihrer geldpolitischen Sitzung Ende Januar die Zinsen senken könnte. Das Pfund sinkt auf gut 1,30 Dollar von etwa 1,3040.

Zurückhaltung prägt das Geschehen am Ölmarkt, wo die Preise leicht nachgeben. Die Akteure warten auf die offiziellen wöchentlichen Daten des US-Energieministeriums zu den US-Rohölvorräten. Am Vorabend hatte der US-Branchenverband API einen überraschend deutlichen Aufbau der Lagerbestände gemeldet. Übergeordnet stützt jedoch die Hoffnung auf eine Belebung der Ölnachfrage nach Beilegung des Handelsstreits die Preise. Passend dazu hat die Opec ihre Prognosen für Ölnachfrage und Weltwirtschaftswachstum angehoben. Das Barrel US-Rohöl der Sorte WTI kostet mit 58,06 Dollar 0,3 Prozent weniger als am Dienstag. Die europäische Referenzsorte Brent ermäßigt sich um 0,3 Prozent auf 64,29 Dollar.

Im Finanzsektor hat neben Goldman und Bank of America auch der Vermögensverwalter Blackrock Geschäftszahlen vorgelegt. Das verwaltete Vermögen stieg im vergangenen Jahr erstmals über 7 Billionen Dollar. Für die Aktie geht es um 0,7 Prozent aufwärts.

Der Krankenversicherer Unitedhealth hat im Schlussquartal zwar mehr verdient als erwartet, wenngleich der Umsatz die Konsensschätzung verfehlte. Seinen Ausblick bekräftigte das Unternehmen jedoch. Der Kurs der Aktie steigt um 1,4 Prozent.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 28.976,38 0,13 36,71 1,53
S&P-500 3.288,75 0,17 5,60 1,79
Nasdaq-Comp. 9.274,12 0,25 22,79 3,36
Nasdaq-100 9.059,84 0,29 26,42 3,74

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,56 -0,8 1,56 35,4
5 Jahre 1,60 -2,0 1,62 -32,2
7 Jahre 1,71 -1,7 1,73 -53,4
10 Jahre 1,79 -2,1 1,81 -65,4
30 Jahre 2,24 -2,7 2,27 -82,5

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:06 Di, 17:20 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1161 +0,31% 1,1136 1,1124 -0,5%
EUR/JPY 122,63 +0,20% 122,42 122,48 +0,6%
EUR/CHF 1,0759 -0,07% 1,0774 1,0771 -0,9%
EUR/GBP 0,8566 +0,25% 0,8548 0,8553 +1,2%
USD/JPY 109,87 -0,11% 109,93 110,09 +1,0%
GBP/USD 1,3029 +0,06% 1,3031 1,3007 -1,7%
USD/CNH (Offshore) 6,8930 +0,07% 6,8922 6,8833 -1,1%
Bitcoin
BTC/USD 8.846,75 +1,02% 8.642,50 8.579,75 +22,7%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 58,06 58,23 -0,3% -0,17 -4,9%
Brent/ICE 64,29 64,49 -0,3% -0,20 -2,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.552,15 1.546,30 +0,4% +5,85 +2,3%
Silber (Spot) 17,92 17,80 +0,7% +0,12 +0,4%
Platin (Spot) 1.017,55 984,50 +3,4% +33,05 +5,5%
Kupfer-Future 2,86 2,87 -0,6% -0,02 +2,1%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/ros

END) Dow Jones Newswires

January 15, 2020 09:47 ET ( 14:47 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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