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MÄRKTE USA/Wall Street von Hoffnung auf Zollverschiebung leicht gestützt

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Marktakteure an der Wall Street rechnen am Dienstag mit einer Fortsetzung des lustlosen Vortageshandels. Der Aktienterminmarkt suggeriert einen gut behaupteten Start am Kassamarkt. Im Fokus steht weiter das Thema Handelsstreit zwischen den USA und China. Zwar läuft die Frist auf eine erste Einigung am Sonntag ab, doch legen Kreisemeldungen nahe, dass die zum Wochenschluss drohenden neuen US-Strafzölle auf chinesische Einfuhren verschoben werden. US-Landwirtschaftsminister Sonny Perdue sagte, es sei unwahrscheinlich, dass die neuen Zölle am Sonntag in Kraft treten. Auch chinesische Medienberichte legen dies nahe. Doch wirklich euphorisch zeigen sich Anleger nicht.

Sollten die Zölle dennoch kommen, wären Waren im Umfang von 160 Milliarden Dollar betroffen. Leidtragende könnten diesmal US-Unternehmen wie Apple sein, weil US-Präsident Donald Trump auch Zölle auf elektronische Geräte wie Mobiltelefone und Laptops plant, die zu großen Teilen in China gefertigt werden. Außerdem planen US-Abgeordnete bereits den nächsten Schlag gegen chinesische Importe. So soll laut Kreisen die Verwendung von Bundesmitteln zum Kauf von chinesischen Bussen und Eisenbahnfahrzeugen untersagt werden.


Skepsis in Sachen Handelsstreit bleibt

"Einerseits kann man von falschem Alarm sprechen, den Investoren bereits mehrfach zuvor vernommen haben. Andererseits beeinträchtigte eine Einführung den Aktienmarkt auf die ein oder andere Weise, denn die Gewinnkennziffern großer Technologiekonzerne wären betroffen", sagt Marktanalyst Oliver Jones von Capital Economics zu den drohenden Zusatzzöllen. Wie schon am Montag verweisen Händler aber auch auf die zahlreichen Unwägbarkeiten, die im Wochenverlauf lauerten und das Eingehen von Risiken bremsten. So stehen die Sitzungen von US-Notenbank und Europäischer Zentralbank an, zudem finden in Großbritannien Unterhauswahlen statt.

Nervös schielen Anleger zudem auf die US-Innenpolitik. Die Demokraten im US-Repräsentantenhaus wollen laut Medienberichten voraussichtlich bereits am Dienstag die Anklagepunkte für ein mögliches Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Donald Trump vorlegen.

Mit den Schlagzeilen über eine mögliche Verschiebung der neuen US-Zölle kommen US-Rentenpapiere von ihren Tageshochs zurück, die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sinkt im Gegenzug nur noch um 0,4 Basispunkt auf 1,82 Prozent. Am Rentenmarkt schauen Anleger zudem auf die Emission zehnjähriger Anleihen im Volumen von 24 Milliarden Dollar im Tagesverlauf.


Pfund auf Achtmonatshoch

Am Devisenmarkt verliert der ICE-Dollarindex 0,1 Prozent. Die Pfund-Rally hält unvermindert an, die britische Währung steigt auf das Achtmonatshoch von 1,3195 Dollar - aktuell geht Sterling bei 1,3176 Dollar um. Im Laufe des Tages wird eine wichtige Umfrage zu den britischen Unterhauswahlen erwartet, Anleger setzen auf einen Sieg der Konservativen von Premierminister Boris Johnson.

Der Goldpreis steigt mit der noch immer herrschenden Risikoscheu der Investoren um 0,4 Prozent auf 1.467 Dollar je Feinunze. Am Erdölmarkt stagnieren die Preise mehr oder weniger.

Unter den Einzelaktien steigt die Aktie des Verbrauchersoftware-Unternehmens Nortonlifelock vorbörslich um 3,2 Prozent. Die vormals als Symantec bekannte Gesellschaft ist das Ziel zahlreicher Übernahmeinteressenten. Kreisen zufolge gehört zu den Optionen auch eine Übernahme durch den Wettbewerber und Antivirussoftware-Experten McAfee.

Für die Titel von Construction Partners geht es nach Zahlenausweis um 12,7 Prozent abwärts. Zwar hat das Bauunternehmen im abgeschlossenen Geschäftsjahr den Umsatz um gut 15 Prozent gesteigert, doch das Nettoergebnis sank in etwa in der gleichen Höhe. Anders sieht es bei Stitch Fix aus, deren Aktie um 10,9 Prozent abhebt. Der Online-Bekleidungseinzelhändler hat im ersten Geschäftsquartal besser abgeschnitten als erwartet.

Autozone ziehen um 5,9 Prozent an, der Autoteilehändler schnitt im ersten Quartal besser als gedacht ab. Designer Brands brechen um 15,9 Prozent ein, der Einzelhändler verfehlte die Markterwartungen.



US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,62 0,4 1,62 41,9
5 Jahre 1,66 0,5 1,66 -26,3
7 Jahre 1,76 0,6 1,75 -48,8
10 Jahre 1,82 -0,1 1,82 -62,6
30 Jahre 2,25 -0,5 2,26 -81,6

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:15 Uhr Mo, 17.23 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1078 +0,12% 1,1070 1,1072 -3,4%
EUR/JPY 120,34 +0,16% 120,21 120,25 -4,3%
EUR/CHF 1,0922 -0,08% 1,0929 1,0938 -3,0%
EUR/GBP 0,8410 -0,11% 0,8413 0,8416 -6,6%
USD/JPY 108,64 +0,05% 108,60 108,62 -0,9%
GBP/USD 1,3172 +0,22% 1,3158 1,3156 +3,2%
USD/CNH (Offshore) 7,0313 -0,07% 7,0359 7,0370 +2,4%
Bitcoin
BTC/USD 7.318,51 -0,18% 7.331,01 7.430,76 +96,8%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 58,96 59,02 -0,1% -0,06 +21,6%
Brent/ICE 64,13 64,25 -0,2% -0,12 +15,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.465,84 1.461,90 +0,3% +3,94 +14,3%
Silber (Spot) 16,65 16,61 +0,3% +0,04 +7,5%
Platin (Spot) 916,99 895,50 +2,4% +21,49 +15,1%
Kupfer-Future 2,75 2,75 +0,1% +0,00 +3,8%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/kla

END) Dow Jones Newswires

December 10, 2019 09:13 ET ( 14:13 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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