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MÄRKTE USA/Wall Street von Konjunkturoptimismus getrieben

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Die US-Börsen haben am Montag nach dem langen Feiertagswochenende kräftige Aufschläge verzeichnet. Am Freitag waren die Börsen wegen der Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag geschlossen.

Der Dow-Jones-Index gewann 1,8 Prozent auf 26.287 Punkte, während der S&P-500 um 1,6 Prozent zulegte. Für den Nasdaq-Composite ging es um 2,2 Prozent aufwärts. Der Index markierte im Handelsverlauf dabei bei 10.462 Punkten ein neues Rekordhoch. Dabei gab es insgesamt 2.022 (Donnerstag: 1.855) Kursgewinner und 976 (1.103) -verlierer. Unverändert schlossen 58 (91) Titel.

Getrieben wurde die überaus gute Stimmung vor allem von den sich weiter deutlich erholenden Konjunkturdaten. In den USA hat sich der Markit-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor im Juni in zweiter Lesung weiter verbessert und der ISM-Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe rückte viel kräftiger als erwartet in den Expansion anzeigenden Bereich vor. Der Konjunkturoptimismus lenkte die Aufmerksamkeit der Anleger indessen von der steigenden Zahl der Corona-Infektionen in den USA ab.

Rückenwind kam zudem aus China, wo die Börsen eine Hausse erlebt hatten. Beobachter verwiesen auf die in jüngster Zeit wieder merklich besseren chinesischen Wirtschaftsdaten. Und in Europa hatte am Montag der Einzelhandelsumsatz im Euroraum für Mai positiv überrascht. Die deutschen Auftragseingänge hatten im Mai ebenfalls kräftig angezogen, jedoch weniger stark als erwartet.

Die meisten Menschen rechneten nicht mehr damit, dass bei einer neuen Corona-Welle erneut derart drakonische Beschränkungen angeordnet würden wie zu Beginn der Pandemie, erklärte James Athey von Aberdeen Standard Investments die positive Entwicklung an den Aktienmärkten. Die Nachrichtenlage um die Entwicklung von Impfstoffen stimme viele Investoren ebenfalls zuversichtlich.


Buffett-Investition lässt Anleger Vertrauen fassen

Die Anleger dürften auch von Investorenlegende Warren Buffett inspiriert worden sein: Seine Holdinggesellschaft Berkshire Hathaway, die während des Corona-Crashs an den Aktienmärkten Milliardenverluste geschrieben hat, geht wieder auf Einkaufstour. Für rund 10 Milliarden Dollar kauft Berkshire Erdgastransport- und -speicherkapazitäten von Dominion Energy. Die B-Aktie von Berkshire Hathaway stieg um 2,1 Prozent.

Die Dominion-Aktie knickte hingegen um 11 Prozent ein. Belastend dürfte hier der Umstand gewirkt haben, dass das Unternehmen und Duke Energy die geplante Atlantikküsten-Pipeline wegen des wachsenden umweltpolitischen Widerstandes gegen neue Leitungen für fossile Brennstoffe aufgegeben haben. Duke Energy fielen um 2,5 Prozent.

Die Tesla-Aktie sprang derweil auf ein neues Rekordhoch, nachdem ein bärischer Analyst sich ein kleines bisschen weniger pessimistisch gezeigt hatte: Ryan Brinkman von JP Morgan hat das Kursziel für Tesla auf 295 von 275 Dollar erhöht, die Einstufung "Underweight" jedoch bekräftigt, weil er die Aktie für überkauft hält und befürchtet, dass mögliche bessere Ergebnisse allein auf Sondereffekte zurückzuführen sind. Analyst Emmanuel Rosner von der Deutschen Bank hat sein Kursziel ebenfalls erhöht, und zwar auf 1.000 von 900 Dollar, empfiehlt jedoch nur, die Aktie zu halten. Tesla verbesserten sich um 13,5 Prozent auf 1.372 Dollar.

Uber rückten 6,0 Prozent vor. Der Fahrdienstvermittler baut sein Geschäft mit Essenlieferungen mit einem Milliardenkauf aus. Uber übernimmt laut eigenen Angaben den Essenslieferdienst Postmates für rund 2,65 Milliarden US-Dollar. Zudem veröffentlichte Uber Eats am Montag starke operative Eckzahlen für das zweite Quartal.


Konjunkturoptimismus schwächt Dollar

Am Devisenmarkt schlug sich die gute und risikobereite Stimmung in einem schwächeren Dollar nieder. Der Dollar-Index gab 0,4 Prozent nach. Der Euro stieg auf 1,1312 Dollar gegenüber 1,1291 am Montagmorgen. Die Gemeinschaftswährung erhielt nach Einschätzung von Marktteilnehmern zusätzlich Unterstützung von einem Bericht, wonach die Deutsche Bundesbank ihr Anleihekaufprogramm im Zuge des EZB-Kaufprogramms fortsetzen wird. Im Mai hatte das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) der EZB eine Frist von drei Monaten gesetzt für eine Rechtfertigung ihres Kaufprogramms, andernfalls dürfe die Bundesbank dabei nicht mehr mitwirken.

Nun berichtete die Financial Times, die Bundesbank werde dem Bundesfinanzminister und dem Parlament folgen, die in der vergangenen Woche erklärt hätten, dass die EZB die Forderungen erfüllt habe. Laut Lee Hardman von MUFG deutet der Bericht "sehr stark darauf hin", dass das durch den Richterspruch der Eurozone und dem Euro auferlegte Risiko rechtzeitig beseitigt wird.

Am Ölmarkt legte der Brent-Preis mit den Hoffnungen auf eine Konjunkturbelebung und damit eine steigende Nachfrage etwas zu. Dass der staatliche saudi-arabische Ölkonzern Aramco die Preise erhöht hat, sei zwar ein bullisches Signal, aber gleichwohl erwartet worden, sagte Giovanni Staunovo von der UBS. Brent gewann 0,6 Prozent auf 43,05 Dollar je Barrel. Die US-Sorte WTI notierte indessen 0,1 Prozent leichter bei 40,61 Dollar.

Gold profitierte derweil etwas vom schwächeren Dollar, der das Edelmetall für Käufer aus dem Nicht-Dollarraum verbilligt. Die Feinunze notierte 0,6 Prozent höher bei 1.787 Dollar.

Staatsanleihen als vermeintliche "sichere Anlagen" waren nicht gefragt. Sinkende Notierungen ließen die Zehnjahresrendite um 0,8 Basispunkte auf 0,68 Prozent steigen.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 26.287,03 1,78 459,67 -7,89
S&P-500 3.179,72 1,59 49,71 -1,58
Nasdaq-Comp. 10.433,65 2,21 226,02 16,28
Nasdaq-100 10.604,06 2,54 262,17 21,42

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,16 0,4 0,15 -104,6
5 Jahre 0,31 1,1 0,30 -161,6
7 Jahre 0,50 0,4 0,50 -174,3
10 Jahre 0,68 0,8 0,67 -176,5
30 Jahre 1,44 1,0 1,43 -162,6

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:28 h Fr, 17:32 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1312 +0,59% 1,1291 1,1244 +0,9%
EUR/JPY 121,44 +0,48% 121,58 120,87 -0,4%
EUR/CHF 1,0649 +0,20% 1,0646 1,0625 -1,9%
EUR/GBP 0,9054 +0,41% 0,9034 0,9019 +7,0%
USD/JPY 107,35 -0,15% 107,68 107,51 -1,3%
GBP/USD 1,2493 +0,16% 1,2497 1,2467 -5,7%
USD/CNH (Offshore) 7,0148 -0,76% 7,0423 7,0672 +0,7%
Bitcoin
BTC/USD 9.286,51 +2,79% 9.188,26 9.090,26 +28,8%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 40,61 40,65 -0,1% -0,04 -30,4%
Brent/ICE 43,05 42,80 +0,6% 0,25 -31,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.786,71 1.776,28 +0,6% +10,43 +17,8%
Silber (Spot) 18,30 18,08 +1,2% +0,23 +2,5%
Platin (Spot) 828,10 811,00 +2,1% +17,10 -14,2%
Kupfer-Future 2,77 2,73 +1,2% +0,03 -1,7%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/err/

END) Dow Jones Newswires

July 06, 2020 16:13 ET ( 20:13 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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PKT +3,80
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