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MÄRKTE USA/Wall Street weiter auf Talfahrt

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Florian Faust

NEW YORK (Dow Jones)Die Stimmung an der Wall Street bleibt schlecht. Nach der Talfahrt des Vortages - vor allem im Technologiesektor - geht es am Dienstag weiter nach unten. Im frühen Handel verliert der Dow-Jones-Index 1,7 Prozent auf 24.585 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite büßen 1,4 bzw. 1,7 Prozent ein. Wie schon am Vortag fallen an der technologielastigen Nasdaq die Startverluste deftig aus. Bereits am Vortag war die Nasdaq in die Nähe eines Siebenmonatstiefs gesunken - die Alphabet-Aktie hatte in den Bärenmarktmodus gedreht.

Einen der Auslöser der Schwäche unter Technologiewerten verorten Marktteilnehmer bei Apple. Denn hier wollen die Sorgen über eine lahmende Nachfrage nach den neuen iPhone-Modellen nicht schwinden. Die Analysten von Goldman Sachs haben indes das Kursziel auf 182 von zuvor 209 Dollar gesenkt, die Empfehlung lautet unverändert "Neutral". Die Aktie sinkt um weitere 3,3 Prozent auf 179,75 Dollar.

Eine Kombination aus mäßigen Ausblicken von Technologieschwergewichten wie Apple oder Facebook, Befürchtungen, das Hoch bei den Unternehmensergebnissen könnte bereits überschritten sein, und die frostigen Handelsbeziehungen zwischen den USA und China machten insbesondere Technologietitel anfällig für Verkäufe, heißt es im Handel. "Der Technologiesektor, speziell in den USA, ist stärker an politische und regulative Risiken gekoppelt, als viele Investoren erwartet hatten", analysiert Marktstratege Jared Woodard von Bank of America-Merrill Lynch.



Fonds steigen bei Technikwerten aus


Die jüngste Befragung von Fondsverwaltern durch die Bank hat zu Tage gefördert, dass die Allokation von Fondsgeldern im Sektor im Oktober den höchsten Absturz seit der Finanzkrise verbucht hat. Der Handelskonflikt gebe die Marschrichtung vor und dürfte kurzfristig kaum zu lösen sein. Woodard rechnet daher mit weiteren bitteren Pillen für den Finanzmarkt. Das negative Börsensentiment wird derweil von schwachen Immobiliendaten untermauert. Die Aktivität bei Wohnungsneubauten in den USA hat im Oktober weniger stark als erhofft zugenommen.

Unter den Einzelwerten ziehen Analog Devices nach der Vorlage von Viertquartalszahlen 1,7 Prozent an und trotzen damit dem Trend im Technologiesektor. Das gilt nicht für die Titel des Discounters Target, die über 10 Prozent einbrechen. Das Unternehmen hat im dritten Quartal den Gewinn zwar kräftig gesteigert, aber dennoch weniger verdient als am Markt erwartet. Auch der Umsatz auf vergleichbarer Fläche enttäuscht.

Best Buy beweisen Stärke und steigen um 2,2 Prozent. Der Einzelhändler für Unterhaltungselektronik hat die Markterwartungen in der dritten Periode geschlagen und die Jahresprognose angehoben. Mit Urban Outfitters wird eine weitere Einzelhandelsaktie im Plus gehandelt, sie legt um 2,5 Prozent zu. Das Mode-Unternehmen verbuchte ein Rekordergebnis im dritten Quartal. L Brands stürzen dagegen um 15,3 Prozent ab. Die Muttergesellschaft von Victoria's Secret, Bed & Body Works und anderen Einzelhandelsmarken hat im Rahmen der Prognosen liegende Geschäftszahlen vorgelegt, zugleich aber eine Dividendenkürzung angekündigt.

Die Aktien von Intuit fallen um 1,5 Prozent. Erstquartalszahlen und Ausblick des Softwareunternehmens übertreffen die Marktvorhersagen, die Schwäche im Technologiesektor drückt den Kurs. Die Geschäftszahlen zum dritten Quartal von Pure Storage kommen am Markt gut an. Die Aktien des Datenspeicherunternehmens klettern um 1,0 Prozent.



Sichere Häfen werden angesteuert


Die Aktienverluste und die gestiegene Risikoaversion treiben Anleger in den vermeintlich sicheren Rentenhafen. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen gibt im Gegenzug 1,5 Basispunkte auf 3,05 Prozent nach. Zudem wird die Wahrscheinlichkeit einer Dezemberzinserhöhung durch die US-Notenbank nur noch mit einer Wahrscheinlichkeit von 65 nach 76 Prozent in der Vorwoche am Zinsterminmarkt eingepreist.

Am Devisenmarkt erholt sich der Dollar vom schwachen Start in die Woche. Der ICE-Dollarindex gewinnt 0,2 Prozent - gestützt von der Schwäche des Euro. Dieser sinkt auf 1,1404 Dollar nach einem Tageshoch bei 1,1473 Dollar. Brexit-Sorgen und der Fiskalstreit mit Italien setzten der Gemeinschaftswährung zu, heißt es. Der britische Notenbankgouverneur Mark Carney warnte eindringlich in einer Rede vor dem Parlament in London vor den Folgen eines harten Brexits und machte deutlich, dass die Geldpolitik die negativen Folgen kaum werde abfedern können. Spanien, Frankreich und die Niederlande äußerten indes Bedenken über den ausgehandelten EU-Austrittsentwurf der Briten.

Trotz des festen Dollar kaufen Anleger angesichts der Risikoaversion und des makroökonomischen Minenfeldes Gold. Die Feinunze verteuert sich um 0,1 Prozent auf 1.225 Dollar. Seit fünf Sitzungen ist das Edelmetall nun schon gefragt. Händler sprechen von einem für Gold günstigen Umfeld.

Das lässt sich für Erdöl nicht behaupten. Konjunktursorgen befeuern Befürchtungen einer nachlassenden Nachfrage nach dem "schwarzen Gold". Damit wächst die Furcht vor einer Überversorgung des Marktes, zumal Russland und Saudi-Arabien auf Rekordniveau fördern - trotz aller Bemühungen um eine Senkung der Förderquoten. US-Leichtöl der Sorte WTI verbilligt sich um 2,3 Prozent auf 55,87 Dollar, Nordseeöl der Sorte Brent um 2,0 Prozent auf 65,46 Dollar.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 24.585,00 -1,73 -432,44 -0,54
S&P-500 2.652,62 -1,42 -38,11 -0,79
Nasdaq-Comp. 6.910,54 -1,68 -117,94 0,10
Nasdaq-100 6.523,82 -1,79 -119,09 1,99

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 2,79 0,8 2,78 158,9
5 Jahre 2,87 0,0 2,87 94,6
7 Jahre 2,96 -1,3 2,97 71,2
10 Jahre 3,05 -1,8 3,07 60,6
30 Jahre 3,30 -1,7 3,32 23,7

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:08 Mo, 17.34 % YTD
EUR/USD 1,1405 -0,41% 1,1452 1,1450 -5,1%
EUR/JPY 128,26 -0,46% 128,91 128,83 -5,2%
EUR/CHF 1,1331 -0,42% 1,1370 1,1382 -3,2%
EUR/GBP 0,8881 -0,20% 0,8914 0,8907 -0,1%
USD/JPY 112,46 -0,04% 112,51 112,50 -0,2%
GBP/USD 1,2844 -0,18% 1,2858 1,2857 -5,0%
Bitcoin
BTC/USD 4.590,72 -5,7% 4.669,53 5.096,92 -66,4%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 55,88 57,20 -2,3% -1,32 -3,2%
Brent/ICE 65,52 66,79 -1,9% -1,27 +3,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.225,30 1.224,10 +0,1% +1,20 -6,0%
Silber (Spot) 14,40 14,43 -0,2% -0,03 -15,0%
Platin (Spot) 843,50 853,50 -1,2% -10,00 -9,3%
Kupfer-Future 2,81 2,80 +0,4% +0,01 -16,1%


Kontakt zum Autor: florian.faust@wsj.com

DJG/DJN/flf/cln

END) Dow Jones Newswires

November 20, 2018 09:57 ET ( 14:57 GMT)

Copyright (c) 2018 Dow Jones & Company, Inc.
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Weitere Wertpapiere...
ANALOG DEVICES 100,50 ±0,00%
EUR ±0,00
BEST BUY 61,32 -3,51%
EUR -2,23
INTUIT 242,30 -2,28%
EUR -5,65
TARGET CORP. DL-,0833 101,32 -0,63%
EUR -0,64
URBAN OUTFITTERS DL-,0001 23,60 -9,23%
EUR -2,40
Dow Jones 27.001,98 -0,08%
PKT -22,82
NASDAQ 100 7.920,21 -0,29%
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S&P 500 2.993,00 -0,14%
PKT -4,25
NASDAQ COMP. 8.124,18 -0,30%
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FACEBOOK INC.A DL-,000006 172,02 +0,43%
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BTC/EUR 7.497,6450 -0,50%
EUR -37,9350
BTC/USD 7.969,7550 -2,14%
USD -174,2400
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ALPHABET INC.CL C DL-,001 1.122,00 -0,60%
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