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MÄRKTE USA/Wall Street zurückhaltend nach neuen Rekordhochs

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Die Wall Street zeigt sich am Dienstag uneinheitlich. Zwar wurden zu Handelsbeginn neue Allzeithochs erreicht, doch lassen die Anleger im weiteren Handelsverlauf nun Vorsicht walten angesichts der Hängepartie im Handelskonflikt zwischen den USA und China. Für Bewegung sorgen Unternehmensmeldungen, die teilweise enttäuschend ausfielen, so etwa von Home Depot. Auch Äußerungen des New Yorker Präsidenten der Fed John Williams drückten etwas auf die Stimmung.

Der Dow-Jones-Index gibt gegen Mittag (Ortszeit New York) 0,3 Prozent nach auf 27.947 Punkte, der S&P-500 notiert kaum verändert, während der Nasdaq-Composite 0,3 Prozent zulegt.

Mit Blick auf die US-chinesischen Handelsgespräche bleiben die Märkte tendenziell optimistisch, auch wenn die Zeit für eine Einigung langsam ausläuft, bevor Mitte Dezember die Einführung neuer US-Strafzölle auf chinesische Importe anstehen. Als Zeichen des guten Willens wurde bereits am Vortag die Ankündigung der US-Regierung interpretiert, die es US-Unternehmen für weitere 90 Tage ermöglicht, Geschäfte mit Huawei zu tätigen.

Derweil hat sich der New Yorker Präsident der Fed, John Williams, zurückhaltend zur Entwicklung der US-Wirtschaft geäußert. Diese sehe sich klar mit mehreren Herausforderungen konfrontiert, vor allem aus Übersee, so Williams. Die drei Zinssenkungen seit Juli sollten jedoch dazu beitragen, das Wirtschaftswachstum aufrechtzuerhalten. Der Fed-Präsident sieht vor allem Gegenwind durch ein langsameres globales Wachstum, Unsicherheiten im Handel und verhaltenen Inflationsdruck. Aufgrund dieser globalen Faktoren "beginne das Wachstum in den USA sich zu verlangsamen", sagte der Notenbanker.

Zu Wochenbeginn hatte sich US-Präsident Donald Trump mit Fed-Präsident Jerome Powell getroffen. Trump habe seine Sicht der zu hohen Zinsen und des zu starken Dollar artikuliert, während Powell die Hoffnung äußerte, die bisherigen Zinssenkungen würden die Wirtschaft weiter antreiben.

Neue Konjunkturdaten vom Dienstag zeigen indessen, dass in den USA die Neubautätigkeit angezogen hat.


Kohl's Corp brechen ein

Home Depot sacken um 5,2 Prozent ab. Das Unternehmen hat beim Ergebnis einen Rückgang um 3 Prozent zu verkraften und hat die Umsatzprognose gesenkt. Als Grund nannte das Unternehmen den Zeitpunkt gewisser Investitionen. Einige positive Auswirkungen aus den Investitionen habe man für 2019 erwartet, diese würden sich nun aber zeitlich verzögern.

Kohl's Corp fallen zweistellig, nachdem der Betreiber von Warenhäusern seine Prognose für das bereinigte Ergebnis herabgestuft hat. Die Aktie stürzt um 18,1 Prozent ab. Im Schlepptau fallen Macy's um 9,8 Prozent und Nordstrom um 5,3 Prozent.

Die Boeing-Aktie liegt 0,1 Prozent im Plus und zeigt damit relative Stärke. Der Flugzeugbauer steht offenbar kurz davor, einen zwei Jahre alten und stornierten Großauftrag der Fluggesellschaft Emirates für 787 Dreamliner wieder auf die Bücher zu bekommen. Noch diese Woche könne der Auftrag auf der Luftfahrtmesse in Dubai wieder erteilt werden, berichten mehrere Informanten.

Die Aktie des Arzneimittelherstellers Medicines springt um 18,8 Prozent in die Höhe. Laut einem Medienbericht hat der Schweizer Pharmakonzern Novartis mit Medicines Gespräche wegen einer Übernahme geführt. Auch andere potenzielle Käufer hätten Interesse geäußert.

Am Devisenmarkt zeigt sich wenig Bewegung. Der Yen gibt nach seinem Anstieg am Vortag etwas nach, der Dollar steht nun bei 108,53 Yen. Das Pfund kommt nach dem jüngsten Vormarsch etwas zurück und notiert 0,2 Prozent leichter bei 1,2924 Dollar.

Die Vorsicht der Anleger zeigt sich auch bei den "sicheren Assets". Die Zehnjahresrendite fällt mit steigenden Notierungen um 3,1 Basispunkte auf 1,79 Prozent. Die Feinunze Gold legt 0,1 Prozent zu auf 1.473 Dollar.

Die Ölpreise geben deutlich nach, erneut belasten Sorgen über ein mögliches Überangebot. Hintergrund ist die anhaltende Skepsis über die weitere globale Wirtschaftsentwicklung. Zudem wird erwartet, dass neue Förderprojekte in Brasilien und Norwegen das Ölangebot im kommenden Jahr weiter erhöhen könnten. Hinweise über die Angebotsentwicklung könnten am Abend die API-Daten zu den Rohöllagerbeständen geben. Das Barrel der Sorte WTI verliert 1,9 Prozent auf 55,98 Dollar, Brent fällt um 1,5 Prozent auf 61,53 Dollar das Fass.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 27.947,44 -0,32 -88,78 19,80
S&P-500 3.120,82 -0,04 -1,21 24,49
Nasdaq-Comp. 8.574,16 0,28 24,22 29,22
Nasdaq-100 8.343,69 0,18 15,21 31,81

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,59 -0,8 1,60 39,2
5 Jahre 1,62 -2,5 1,64 -30,9
7 Jahre 1,71 -2,6 1,74 -53,6
10 Jahre 1,79 -3,1 1,82 -65,8
30 Jahre 2,26 -4,2 2,30 -81,0
DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:21 Mo, 18:06 % YTD
EUR/USD 1,1079 +0,07% 1,1078 1,1079 -3,4%
EUR/JPY 120,25 -0,05% 120,34 120,25 -4,4%
EUR/CHF 1,0974 +0,20% 1,0963 1,0974 -2,5%
EUR/GBP 0,8573 +0,28% 0,8542 0,8573 -4,8%
USD/JPY 108,53 -0,12% 108,62 108,53 -1,0%
GBP/USD 1,2924 -0,21% 1,2968 1,2924 +1,3%
USD/CNH (Offshore) 7,0280 +0,05% 7,0258 7,0280 +2,3%
Bitcoin
BTC/USD 8.048,26 -1,80% 8.116,76 8.048,26 +116,4%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 55,82 57,05 -2,2% -1,23 +15,4%
Brent/ICE 61,43 62,44 -1,6% -1,01 +11,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.472,84 1.471,00 +0,1% +1,84 +14,8%
Silber (Spot) 17,11 17,07 +0,2% +0,04 +10,4%
Platin (Spot) 909,96 895,00 +1,7% +14,96 +14,2%
Kupfer-Future 2,66 2,62 +1,4% +0,04 +0,4%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.co

DJG/err/raz

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November 19, 2019 12:42 ET ( 17:42 GMT)

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EUR ±0,00
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NASDAQ 100 8.497,06 +0,36%
PKT +30,17
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