DAX ®12.011,04+0,49%TecDAX ®2.844,87+0,12%Dow Jones25.585,69+0,37%NASDAQ 1007.300,96-0,10%
finanztreff.de

MÄRKTE USA/Wenig Bewegung - Brexit-Abstimmung belastet nicht

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 6 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Thomas Rossmann

NEW YORK (Dow Jones)Mit einer wenig veränderten Tendenz hat die Wall Street am Donnerstag den Handel beendet. Schwache Konjunkturdaten aus China und wieder aufkommende Zweifel über ein bald bevorstehendes Handelsabkommen drückten auf die Stimmung und sorgten für Zurückhaltung bei den Investoren. Dagegen sorgte das Votum des britischen Parlaments, den Brexit über den 29. März hinaus zu verschieben nur für wenig Bewegung, denn ein solches Ergebnis war erwartet worden.

Eine deutliche Mehrheit des britischen Parlaments stellte sich hinter einen Antrag der Regierung, der vorsieht, bei der EU einen Aufschub des Brexit zu beantragen. Premierministerin Theresa May will zudem den mit Brüssel ausgehandelten Austrittsvertrag, den die Abgeordneten bereits zweimal ablehnten, nun bis zum kommenden Mittwoch erneut im Unterhaus zur Abstimmung stellen.

May schlägt eine Verschiebung des für den 29. März geplanten Brexit bis zum 30. Juni vor, falls die Abgeordneten den Vertrag im dritten Anlauf absegnen sollten. Fällt das Abkommen jedoch erneut durch, soll der EU-Austritt nach dem Willen der Regierung noch über den 30. Juni hinaus aufgeschoben werden.

Der Dow-Jones-Index gewann sieben auf 25.710 Punkte. Der S&P-500 fiel um 0,1 Prozent auf 2.808 Punkte. Am Vortag war der Index noch auf den höchsten Stand seit vier Monaten geklettert. Der Nasdaq-Composite reduzierte sich um 0,2 Prozent auf 7.631 Punkte. Es wurden 909 (Mittwoch: 954) Millionen Aktien umgesetzt. Dabei standen den 1.380 (2.009) Kursgewinnern 1.563 (930) -verlierer gegenüber, während 92 (93) Titel unverändert schlossen.

Das nach dem Repräsentantenhaus auch der Senat gegen den von US-Präsident Donald Trump ausgerufenen Notstand zur Finanzierung der Grenzmauer gestimmt hat, belastete nicht. Der Präsident will sich über den Beschluss beider Kongresskammern hinwegsetzen und ihn mit seinem Veto brechen, um die Notstandserklärung aufrechtzuerhalten.



Handelsgespräche wohl doch noch nicht auf der Zielgeraden


Nachdem zuletzt immer wieder von Fortschritten bei den Verhandlungen zwischen China und den USA die Rede war, sieht US-Präsident Trump nun keinen Grund mehr zur Eile. Trump warnte Peking, dass er kein Abkommen abschließen würde, das nicht die Forderungen der USA erfüllt. Zu Reportern sagte er, dass er sich von einem schlechten Angebot abwenden würde, wie er es beim Gipfel in Hanoi mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un getan hatte.

Daneben standen US-Konjunkturdaten im Blickpunkt. So ist die Zahl der Erstanträge etwas stärker als erwartet gestiegen, was aber nicht weiter ins Gewicht fällt, weil in den USA praktisch Vollbeschäftigung herrscht. Die Importpreise stiegen ebenfalls etwas deutlicher als erwartet. Die US-Neubauverkäufe sind im Januar etwas stärker zurückgegangen als prognostiziert.



Schwacher GE-Ausblick keine Überraschung - Aktie legt zu


Für keine große Enttäuschung sorgte der aktualisierte Geschäftsausblick von General Electric (GE). Die Aktie gewann 2,8 Prozent. Zum einen waren die Anleger gewarnt, denn in der vergangenen Woche hatte CEO Larry Culp angedeutet, dass der freie Cashflow in diesem Jahr negativ ausfallen könnte, und damit einen Kursrutsch ausgelöst. Überdies strebt GE für das kommende Jahr wieder einen positiven Cashflow an. Der traditionsreiche Mischkonzern war in den vergangenen Jahren ins Straucheln geraten und die Aktie 2018 nach über 100 Jahren Zugehörigkeit aus dem Dow-Jones-Index entfernt worden.

Facebook gaben um 1,8 Prozent nach. Nachdem das soziale Netzwerk am Mittwoch stundenlang lahmgelegt war, berichtet nun die New York Times, die Datenvereinbarungen Facebooks mit anderen Technologie-Unternehmen würden polizeilich untersucht.

Der Kurs von Johnson & Johnson fiel um 1,0 Prozent. Die Jury an einem kalifornischen Gericht hat einer Klägerin 29 Millionen Dollar Schadensersatz zugesprochen. Die Frau macht ein Körperpuder von Johnson & Johnson für ihre Krebserkrankung verantwortlich.

Die Apple-Aktie rückte um 1,1 Prozent vor. Im laufenden Quartal ist der Anteil von Apple an den schon genutzten Smartphones in China gestiegen, so Morgan Stanley. Und im Februar seien erstmals seit einem halben Jahr die Erwartungen an die iPhone-Produktion nicht gesenkt worden. Die schlechte Nachricht sei, dass chinesische Hersteller Apple im letzten Kalenderquartal des Vorjahres jeden Monat Marktanteile bei den "aktiven" Smartphones abgenommen hätten.



Pfund fällt nach Brexit-Abstimmung zurück


Am Devisenmarkt kam das britische Pfund nach dem Ergebnis der Abstimmung im Parlament unter Druck und rutschte bis auf 1,3215 Dollar ab und damit in die Nähe des Tagestiefs. Im Vorfeld hatte die Devise bei 1,3270 Dollar gelegen. Am Vortag hatte das Pfund bei 1,3337 Dollar noch ein Neunmonatshoch markiert, nachdem sich das Parlament gegen einen Brexit ohne Abkommen mit der EU ausgesprochen hatte. Im späten US-Handel lag das Pfund bei 1,3227 Dollar.

Die Ölpreise zeigten sich mit einer uneinheitlichen Tendenz. US-Öl der Sorte WTI profitierte weiter von dem zur Wochenmitte gemeldeten Rückgang der US-Ölvorräte. Damit legte WTI bereits den vierten Handelstag in Folge zu. Dagegen litt die globale Referenzsorte Brent unter den wieder zunehmenden Sorgen, dass ein Handelsabkommen zwischen den USA und China doch noch nicht bevorsteht. Der Preis für ein Barrel WTI stieg zum US-Settlement um 0,6 Prozent auf 58,61 Dollar. Brent reduzierte sich dagegen um 0,5 Prozent auf 67,23 Dollar.

Der Goldpreis gab nach und fiel wieder deutlicher unter die Marke von 1.300 Dollar. Die bestehenden Sorgen in Bezug auf den Brexit und die Handelsgespräche seien vom Markt ausgeblendet worden, hieß es. Sollte die Feinunze sich unter 1.300 Dollar festsetzen, sei ein weiterer Rückschlag in Richtung 1.280 Dollar wahrscheinlich, hieß es. Der Preis fiel zum US-Settlement um 1,1 Prozent auf 1.295 Dollar.

Der Anleihemarkt bewegte sich kaum. Die jüngsten US-Konjunkturdaten seien gemischt ausgefallen und deuteten auf ein anhaltendes Wachstum hin, wenn auch mit gemäßigter Geschwindigkeit, sagte ein Teilnehmer. Der Markt warte nun auf einen Impuls. Die Rendite zehnjähriger Papiere stieg um 0,4 Basispunkt auf 2,62 Prozent.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 25.709,94 0,03 7,05 10,21
S&P-500 2.808,48 -0,09 -2,44 12,03
Nasdaq-Comp. 7.630,91 -0,16 -12,50 15,01
Nasdaq-100 7.243,01 -0,19 -13,97 14,42

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 2,45 -0,0 2,45 125,2
5 Jahre 2,43 -0,3 2,43 50,5
7 Jahre 2,52 0,1 2,52 27,3
10 Jahre 2,62 0,4 2,62 18,0
30 Jahre 3,04 2,8 3,02 -2,3

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:44 Mi, 17:20 % YTD
EUR/USD 1,1302 -0,31% 1,1323 1,1305 -1,4%
EUR/JPY 126,27 +0,11% 126,35 125,73 +0,4%
EUR/CHF 1,1348 -0,22% 1,1370 1,1361 +0,8%
EUR/GBP 0,8546 +0,32% 0,8529 0,8554 -5,0%
USD/JPY 111,71 +0,41% 111,60 111,21 +1,9%
GBP/USD 1,3227 -0,62% 1,3278 1,3218 +3,6%
Bitcoin
BTC/USD 3.850,27 -0,04% 3.842,00 3.850,88 +3,5%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 58,50 58,26 +0,4% 0,24 +27,0%
Brent/ICE 67,17 67,55 -0,6% -0,38 +22,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.296,21 1.309,91 -1,0% -13,70 +1,1%
Silber (Spot) 15,19 15,46 -1,7% -0,27 -2,0%
Platin (Spot) 823,55 844,73 -2,5% -21,18 +3,4%
Kupfer-Future 2,89 2,93 -1,5% -0,04 +9,6%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros

END) Dow Jones Newswires

March 14, 2019 16:18 ET ( 20:18 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
Werbung

Passende Hebelprodukte von

WKN Bezeichnung Hebel
Long  DC297V Apple WaveUnlimited L 154.8529 (DBK) 7,231
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

Im Artikel erwähnt...

APPLE
APPLE - Performance (3 Monate) 159,53 -0,38%
EUR -0,60
Porträt - Chart - Kennzahlen - Firmenprofil
Fundamentale Analysen Urteil
23.05. UBS Positiv
22.05. GOLDMAN SACHS Neutral
21.05. GOLDMAN SACHS Neutral
Nachrichten

24.05.
boerse.ARD.de
Dax: Gibt Apple jetzt die Richtung vor?

23.05.
wikifolio
ThyssenKrupp - ein wenig Rebound nach dem Fall
23.05. dpa-AFX: *DZ BANK CUTS FAIR VALUE FOR APPLE TO 185 (220) USD - 'HOLD'
Weitere Wertpapiere...
GEN. ELECTRIC 8,43 -1,81%
EUR -0,16
JOHNS. & JOHNS. 124,13 +0,27%
EUR +0,33
Dow Jones 25.585,69 +0,37%
PKT +95,22
NASDAQ 100 7.300,96 -0,10%
PKT -6,97
S&P 500 I 2.829,38 +0,39%
PKT +11,13
NASDAQ COMP. 7.637,01 +0,11%
PKT +8,72
FACEBOOK INC.A DL-,000006 162,79 +1,31%
EUR +2,11
BTC/CHF 7.750,9200 ±0,00%
CHF ±0,0000
BTC/EUR 6.901,5000 ±0,00%
EUR ±0,0000
BTC/USD 8.054,2450 +0,02%
USD +1,7500
+ alle anzeigen
Werbung

News-Suche

Suchbegriff:
Werbung

Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclubschliessen
Börse Stuttgart

Wir machen Sie fit für die Börse!

Aktuelle Nachrichten, umfangreiche
Hintergrundinformationen und essentielles
Finanzwissen rund um das Thema Börse.

Jetzt kostenfrei zum Anlegerclub anmelden.
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Aktuelle Umfrageschliessen
Wie, glauben Sie, wird der DAX am Ende dieser Woche - KW 22 - stehen?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen