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MÄRKTE USA/Yellen-Rede drückt Dollar - Aktien leicht im Plus

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
NEW YORK (Dow Jones)--Die Wall Street zeigt sich am Freitagmittag New Yorker Zeit etwas fester. Die mit Spannung erwartete Rede von Fed-Chefin Janet Yellen auf dem Notenbankertreffen in Jackson Hole erbrachte nichts zur Geldpolitik. Dennoch reagierte der Dollar mit Verlusten, da einige Teilnehmer möglicherweise mit Aussagen in Richtung einer weiteren Straffung gerechnet hatten. Die Aktienindizes hielten zunächst ihre Gewinne, die sie bereits vor der Rede verbucht hatten. Mit etwas Verzögerung reduzierten sie dann ihre Aufschläge. Mit Abstand schwächster Sektor sind die Halbleiterwerte, die die Nasdaq nach unten ziehen.

Der Dow-Jones-Index steigt um 0,3 Prozent auf 21.838 Punkte. Für den S&P-500 geht es ebenfalls um 0,3 Prozent nach oben und der Nasdaq-Composite verzeichnet einen Abschlag von 0,1 Prozent.

Ein stützender Faktor für die US-Aktien ist die wieder belebte Hoffnung auf eine Steuerreform, die manche Marktteilnehmer wegen der Turbulenzen um die Regierung von US-Präsident Donald Trump schon abgeschrieben hatten. Trumps Wirtschaftsberater Gary Cohn kündigte in einem Interview an, der Präsident strebe eine solche Reform bis Ende 2017 an.

Neue Konjunkturdaten erbrachten keinen eindeutigen Impuls. Die US-Industrie hat im Juli deutlich weniger Aufträge für langlebige Güter erhalten. Allerdings überdeckte ein starker Rückgang bei Flugzeugbestellungen eine grundsätzlich solide Nachfrage nach Industriegütern. Das Minus von 6,8 Prozent lag leicht über der Schätzung der Ökonomen eines Rückgangs um 6,0 Prozent.

Für den Dollar ging es während der Yellen-Rede abwärts. Fehlende Aussagen zur Geldpolitik standen offenbar im Gegensatz zu den Erwartungen mancher Teilnehmer. Darauf rückte der Euro um etwa ein Dreiviertelcent zum Dollar vor und steht nun bei 1,1870. Auch gegen den Yen und andere Währungen gibt der Greenback nach. Nächster Impuls dürfte die Rede von EZB-Präsident Mario Draghi gegen 21.00 Uhr MESZ sein.

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Hurrikan Harvey sorgt für steigende Ölpreise

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Die Ölpreise legen leicht zu. Mit der Hochstufung des Sturms "Harvey" zu einem Hurrikan vor der Küste von Texas geraten dort wichtige Förderanlagen in Gefahr. Einige Raffinerien sollen bereits geschlossen worden sein. Rund die Hälfte aller Raffinerie-Kapazitäten der USA konzentriert sich auf den Bereich zwischen Alabama und Texas. Daher könnten mögliche Beschädigungen durch "Harvey" deutliche Auswirkungen haben. Zudem haben erste Unternehmen Mitarbeiter von Förderplattformen im Golf von Mexiko evakuiert und die Produktion gedrosselt. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI steigt um 0,4 Prozent auf 47,62 Dollar. Für Brent geht es ebenfalls um 0,4 Prozent auf 52,24 Dollar nach oben.

Der Goldpreis zeigt sich mit den Aussagen Yellens nach einem volatilen Verlauf im Vorfeld etwas befestigt. Offenbar hatten auch hier einige Anleger mit einem eher "falkenhhaften" Statement der Fed-Chefin gerechnet. Gold profitiert von einer lockeren Geldpolitik. Der Preis für die Feinunze steigt um 0,4 Prozent auf 1.292 Dollar. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen verliert mit leicht steigenden Notierungen 1 Basispunkt auf 2,18 Prozent.

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Broadcom trotz guter Zahlen mit Abgaben

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Bei den Einzelwerten gibt die Broadcom-Aktie trotz besser als erwarteter Zahlen und einem erhöhten Umsatzziel um 3,6 Prozent nach. Einige Marktteilnehmer hatten wohl mit einem noch besseren Abschneiden gerechnet. So kommentierte RBC-Analyst Amit Daryanani, die Zahlen hätten im Großen und Ganzen die Erwartungen der Wall Street erfüllt, doch das sei "derzeit nicht genug". Auch Gewinnmitnahmen könnten einsetzen, denn die Aktie hat seit Jahresbeginn um 45 Prozent zugelegt.

Gamestop fallen um 12,1 Prozent. Der Einzelhändler hatte zwar dank des regen Umsatzes mit der Spielekonsole Switch von Nintendo die Umsatzerwartungen übertroffen, doch schwächelte das Geschäft mit gebrauchten Spielekonsolen, was die Margen drückte. Überdies lag das bereinigte Ergebnis je Aktie unter den Erwartungen.

Für die Aktie des Software-Anbieters Autodesk geht es um 3,1 Prozent nach oben. Das Unternehmen hatte mit seinen Zweitquartalszahlen die Erwartungen übertroffen.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 21.838,33 0,25 54,93 10,50
S&P-500 2.445,36 0,26 6,39 9,22
Nasdaq-Comp. 6.266,10 -0,08 -5,23 16,40
Nasdaq-100 5.825,87 -0,15 -8,57 19,78

US-Anleihen
Laufzeit Akt. Rendite Bp zu Vortag Rendite Vortag +/-Bp YTD
2 Jahre 1,33 -0,4 1,33 12,3
5 Jahre 1,77 -1,0 1,78 -15,8
7 Jahre 2,01 -1,0 2,02 -24,2
10 Jahre 2,18 -1,1 2,19 -26,0
30 Jahre 2,76 -1,4 2,77 -31,0

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:32 Do, 17:15 % YTD
EUR/USD 1,1871 +0,64% 1,1795 1,1802 +12,9%
EUR/JPY 129,73 +0,35% 129,27 129,02 +5,5%
EUR/CHF 1,1374 -0,12% 1,1387 1,1380 +6,2%
EUR/GBP 0,9220 +0,11% 0,9210 1,0850 +8,2%
USD/JPY 109,28 -0,29% 109,59 109,30 -6,5%
GBP/USD 1,2876 +0,54% 1,2807 1,2804 +4,4%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 47,62 47,43 +0,4% 0,19 -16,5%
Brent/ICE 52,24 52,04 +0,4% 0,20 -11,0%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.290,36 1.286,41 +0,3% +3,95 +12,1%
Silber (Spot) 17,06 16,98 +0,5% +0,08 +7,1%
Platin (Spot) 974,45 981,00 -0,7% -6,55 +7,8%
Kupfer-Future 3,03 3,03 -0,3% -0,01 +19,9%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/raz/ros

END) Dow Jones Newswires

August 25, 2017 11:55 ET (15:55 GMT)

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