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MÄRKTE USA/Zinssenkungsfantasie gibt Börse weiter Auftrieb

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Hoffnungen auf einen "großen" Zinsschritt der US-Notenbank verleihen der Wall Street auch am Freitag Auftrieb. Darüber treten sogar der Handelsstreit und politische Spannungen in den Hintergrund. Kurz nach der Startglocke steigt der Dow-Jones-Index um 0,3 Prozent auf 27.294 Punkte. Der S&P-500 gewinnt ebenfalls 0,3 Prozent und der Nasdaq-Composite 0,4 Prozent.

Schon am Donnerstag hatten Zinssenkungsspekulationen die Aktienkurse ins Plus gehievt. Ursächlich waren Äußerungen des Präsidenten der New Yorker Fed-Fililale: John Williams hatte gesagt, es zahle sich aus, die Zinsen schon bei ersten Hinweisen auf eine schwächere Wirtschaft zu senken. Daraufhin stiegen am Markt die Erwartungen, dass die US-Notenbank bei ihrer Sitzung Ende des Monats die Zinsen gleich um 50 Basispunkte statt um nur 25 senken werde.

Dass ein Sprecher der New Yorker Fed später einschränkte, Williams' Äußerungen seien im Rahmen eines "akademischen Vortrags" gefallen und hätten sich nicht auf geldpolitische Entscheidungen bezogen, dämpfte die Spekulationen kaum. An den asiatischen Börsen ging es am Freitag deutlich nach oben, und auch die europäischen erholen sich etwas von den Verlusten der beiden vorherigen Tage.

Beobachter bezeichneten es indes als ungewöhnlich, dass die New Yorker Fed die Äußerungen ihres Präsidenten relativierte. Offenbar gebe es Befürchtungen, dass die Märkte vorschnell einen großen Zinsschritt einpreisten, vermutet Michael Hewson, Chief Market Analyst bei CMC Markets.

Während Zinshoffnungen den Aktienmarkt abermals stützen, scheinen die Akteure am Devisenmarkt ihre Erwartungen schon wieder zurückgeschraubt zu haben, denn der Dollar erholt sich von zwischenzeitlichen Verlusten. Der Euro, der im Zuge der Spekulation auf einen großen Fed-Zinsschritt auf 1,1280 Dollar gestiegen war, notiert nun mit 1,1220 auf dem Niveau, auf dem er sich vor den Williams-Aussagen bewegte.



Bericht über Drohnenabschuss treibt Ölpreise


Nach dem Rücksetzer vom Donnerstag machen auch die Ölpreise Boden gut. Die USA hatten am Donnerstag den Abschuss einer iranischen Drohne über der Straße von Hormus gemeldet. Teheran bestreitet dies allerdings. Iran habe keine Drohne verloren, sagte Vize-Außenminister Abbas Araghschi. Er vermutete, dass die USA vielleicht versehentlich eine eigene Drohne abgeschossen hätten. Der Preis für ein Barrel US-Leichtöl der Sorte WTI steigt um 0,4 Prozent auf 55,52 Dollar. Brent rückt um 0,8 Prozent vor auf 62,45 Dollar.

Beim Gold, das am Vortag von den Zinssenkungsspekulationen profitiert hatte, kommt es nun zu Gewinnmitnahmen. Die Feinunze ermäßigt sich um 0,6 Prozent auf 1.438 Dollar.

Auch am Anleihemarkt nehmen die Anleger die Gewinne des Vortags mit. Sinkende Notierungen lassen die Zehnjahresrendite um 3 Basispunkte auf 2,05 Prozent steigen.



Microsoft beeindruckt mit Rekordumsatz


An Konjunkturdaten ist für Freitag nur der Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan angekündigt. Das Ergebnis der ersten Umfrage soll eine halbe Stunde nach Handelsbeginn veröffentlicht werden. Ohnehin gilt das Interesse der laufenden Bilanzsaison.

Hier hat Microsoft nach Börsenschluss am Vortag positiv überrascht. Der Softwarekonzern hat in seinem vierten Geschäftsquartal einen Rekordumsatz verzeichnet und die Erwartungen der Analysten übertroffen. Die Aktie legt daraufhin am Freitag um 2,4 Prozent zu.

Um 2,3 Prozent geht es für die Boeing-Aktie nach oben. Der Flugzeugbauer muss zwar wegen des Flugverbots für die 737 Max im zweiten Quartal eine milliardenschwere Belastung stemmen, hofft aber, dass die betroffenen Maschinen bis zum Herbst wieder für den Flugverkehr zugelassen werden.

Die am Freitagmorgen (Ortszeit) veröffentlichten Zahlen der Kreditkartengesellschaft American Express kommen nicht gut an. Die Aktie fällt um 0,9 Prozent. Das Unternehmen hat zwar im zweiten Quartal mehr verdient als erwartet, die Jahresprognose aber nur bestätigt.

Beim Ölfelddienstleister Schlumberger übertraf zwar der Umsatz die Analystenschätzungen, der Gewinn lag aber nur im Rahmen der Erwartungen. Die Aktie tendiert 0,6 Prozent niedriger, könnte aber im Verlauf von den wieder steigenden Ölpreisen profitieren.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 27.294,48 0,26 71,51 17,01
S&P-500 3.003,61 0,28 8,50 19,82
Nasdaq-Comp. 8.240,62 0,41 33,38 24,19
Nasdaq-100 7.942,67 0,49 38,54 25,48

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,81 5,8 1,75 60,4
5 Jahre 1,81 4,5 1,76 -11,8
7 Jahre 1,92 3,5 1,88 -33,0
10 Jahre 2,05 2,7 2,02 -39,5
30 Jahre 2,58 1,7 2,56 -48,6

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 7:41 Uhr Do, 17:20 % YTD
EUR/USD 1,1226 -0,44% 1,1257 1,1222 -2,1%
EUR/JPY 120,90 -0,05% 121,16 120,99 -3,8%
EUR/CHF 1,1021 -0,42% 1,1076 1,1074 -2,1%
EUR/GBP 0,8970 -0,18% 0,8983 0,8987 -0,3%
USD/JPY 107,70 +0,40% 107,64 107,81 -1,8%
GBP/USD 1,2516 -0,26% 1,2532 1,2488 -1,9%
Bitcoin
BTC/USD 10.365,75 -2,20% 10.452,50 10.406,81 +178,7%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 55,52 55,30 +0,4% 0,22 +16,6%
Brent/ICE 62,45 61,93 +0,8% 0,52 +13,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.438,21 1.446,40 -0,6% -8,20 +12,1%
Silber (Spot) 16,51 16,35 +1,0% +0,16 +6,6%
Platin (Spot) 856,77 854,50 +0,3% +2,27 +7,6%
Kupfer-Future 2,79 2,71 +3,0% +0,08 +5,5%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln/raz

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July 19, 2019 09:45 ET ( 13:45 GMT)

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