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MARKT-AUSBLICK/CAC-40 und Euro-Stoxx-50 ziehen den DAX mit nach oben

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)Auch die jüngste Konsolidierung am deutschen Aktienmarkt dürfte laut Marktteilnehmern bald in eine neue Aufwärtswelle münden. Zwar gilt der DAX als überkauft, und aktuell steckt er in einer Handelsspanne um die 13.200er Marke fest. Die Chancen sind aber gut, dass er bald über die 13.300er Marke nach oben ausbricht. Anlass zum Optimismus liefern unter anderem der CAC-40 und der Euro-Stoxx-50, die ihre Rally bereits fortsetzen.

Zwar bleiben die Indizes auf den hohen Niveaus wacklig, "ein Tweet von US-Präsident Donald Trump könnte genügen, dass der DAX aus der Handelsspanne nach unten herausfällt und die charttechnische Lücke an der 13.000er Marke schließt", wie ein Marktteilnehmer sagt. Solche Rückschläge dürften aber auf so genannte Intraday-Bewegungen im Tagesverlauf beschränkt bleiben. Eine übergeordnete Trendwende zeichnet sich weit und breit nicht ab.

Denn gestützt wird die Stimmung von den drehenden Konjunkturerwartungen einerseits und von der Liquiditätsschwemme andererseits. Am Rentenmarkt dürften Anleger Erholungen zu Gewinnmitnahmen nutzen. Denn selbst geringfügig steigende Renditen reißen bei den Langläufern bereits deutliche Löcher in die Portfolios. Da die Anleger aber durch den Renditerückgang in den ersten acht Monaten immer noch auf hohen Gewinnen sitzen, ist die Motivation für Verkäufe vergleichsweise groß. Als Alternativen bieten sich neben Direktinvestitionen in die Infrastruktur aber vermutlich nur Aktien an.

Denn der Rohstoffmarkt ist zu klein und zu eng, und der Immobilienmarkt wird mit den steigenden Renditen und dem politischen Gegenwind für Mieterhöhungen zunehmend unattraktiv, wie auch die zuletzt tendenziell fallenden Kurse der Immobilien-Aktien zeigen. Außerdem sind viele Immobilien in der Preis-Hausse der vergangenen Jahre deutlich teurer geworden als Aktien. Während in Großstädten wie München zuletzt zum Teil mehr als die 20-fache Jahresmiete für Objekte bezahlt wurde, bewegt sich das KGV am Aktienmarkt auch bei den alles andere als starken Gewinnen in diesem Jahr bei knapp 16 und im kommenden Jahr bei knapp 15 Prozent.

Dabei ist dem 2020er KGV dieses Mal nur ein geringer Gewinnanstieg um 4 bis 5 Prozent zu Grunde gelegt. Hier ist eine positive Überraschung drin, denn die Gewinnaussichten hellen sich derzeit mit den Konjunkturaussichten auf. Eine Lösung des Handelskonflikts vorausgesetzt dürfte die Weltwirtschaft im kommenden Jahr wieder mit einer Rate deutlich über 3 Prozent wachsen - und das deutsche BIP könnte das geringe Plus von einem halben Prozent in diesem Jahr im kommenden Jahr etwa verdoppeln. Das Wachstum in der Eurozone könnte bei 1 Prozent liegen statt bei den bisher erwarteten 0,9 Prozent, sagt Holger Schmieding von Berenberg: "die erste Aufwärtsrevision nach einer Reihe von Downgrades", ergänzt er. Von besseren Konjunkturerwartungen könnten dann wiederum besonders die Zykliker profitieren.


Marktbreite "brillant"

Das deutet sich bereits an: "Die Marktbreite bei den europäischen Branchenindizes sieht brillant aus", sagt Petra von Kerssenbroch, Marktanalystin der Commerbank. Zuletzt haben der Chemie-, der Pharma-, der Bau- und der Industrie-Index neue Allzeithochs markiert, der Technologie-Index neue Dekaden-Rekorde. Technisch deutlich verbessert haben sich die Indizes der Öl- und der Rohstoff-Aktien sowie der Banken. Der Index der Auto-Aktien hat sich technisch ebenfalls verbessert, er könnte allerdings kurzfristig die überkaufte Lage noch etwas abbauen.

Bei einem Ausbruch des DAX über 13.300 Punkte würden sich die Perspektiven deutlich aufhellen: "Ein klarer Durchbruch sollte für Rückenwind sorgen, einem Test des Allzeithochs knapp unter 13.600 Zählern würde dann aus charttechnischer Sicht nichts im Wege stehen", sagt Milan Cutkovic, Marktanlyst von AxiTrader.

Die Agenda für die kommende Woche gibt erst einmal nicht allzu viel her. Die Berichtssaison ist bis auf ein paar Nachzügler zu Ende. Und das Protokoll der letzten Sitzung der US-Notenbank dürfte ebenfalls nicht mehr viel hergeben, nachdem Fed-Chef Jerome Powell in den vergangenen Tagen bereits eine Zinspause angedeutet hat. Damit rückt der Donnerstag in den Blick mit dem Konjunkturindex der Notenbank-Filiale in Philadelphia. Erwartet wird eine leichte Verbesserung, genauso wie bei den europäischen Einkaufsmanager-Indizes, die dann am Freitag auf der Agenda stehen.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/hru/ros

END) Dow Jones Newswires

November 15, 2019 06:04 ET ( 11:04 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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