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MARKT-AUSBLICK/Volatile Woche voraus

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Auf eine schwierige Handelswoche in DAX & Co stellen sich Marktteilnehmer zum Beginn des August ein. Die Berichtssaison nehme zwar volle Fahrt, werde aber gleichzeitig überlagert von widersprüchlichen Konjunkturdaten und steigenden Risiken der US-Politik. Per Saldo sei es kaum möglich, so viele und unterschiedliche Faktoren in nur einem einzigen Aktienkurs zu kondensieren, heißt es im Handel.

Die Antwort auf so eine Gemengelage ist dann immer nur eine: Volatilität", erklärte ein Händler. Der Markt dürfte sich mal auf den einen, dann den anderen Faktor fokussieren und die Aktien jeweils munter hin- und herschieben.


Unternehmen gut - Konjunktur schlecht

Bereits am Freitag der abgelaufenen Woche wurde dies deutlich - die Kursreaktionen nach Vorlage von Quartalszahlen gingen oft in die entgegengesetzte Richtung: Gute Zahlen wurden mit fallenden, schlechte mit steigenden Kursen belohnt. Anleger sollten sich daher auf eine Berg- und Talfahrt in der kommenden Woche gefasst machen.

Auf Konjunkturseite sind die Signale widersprüchlich: Positiv waren erste Signale der Wirtschaft in China. Gleich am Montag steht daher mit dem Caixin-Einkaufsmanagerindex (PMI) für die dortige Industrie im Juli ein wichtiges Barometer im Fokus. Hier wird ein weiterer Anstieg im expansiven Bereich erhofft. Denn aus Europa kamen bisher nur desaströse Nachrichten: In Italien und Frankreich brachen die BIP im zweiten Quartals um bis zu 19 gegenüber Vorjahr ein - in Spanien sogar um 22 Prozent.


Schlechtem BIP folgt gutes

Doch das ist der Blick in die Vergangenheit: Dem Einbruch im zweiten Quartal könnte schließlich umgekehrt die massive Erholung im dritten Quartal folgen, meint Chef-Ökonom Paul Donovan von der UBS. Vor allem vom optischen Einbruch des US-BIP von fast 33 Prozent sollten sich Anleger nicht ins Bockshorn jagen lassen: "Die Zahlen sind falsch und der Annualisierungsprozess ist Unsinn", urteilt er mit Blick auf die Hochrechnung von Daten eines einzigen Quartals auf das gesamte Jahr. Tatsächlich sei die US-Wirtschaft nur um rund 8 Prozent zum Vorquartal gefallen. Auch hier ist im dritten Quartal mit einer kräftigen Erholung zu rechnen.


Noch immer fehlt neues US-Hilfspaket

Doch die USA machen noch aus vielen anderen Gründen Sorgen: So verheddern sich Demokraten und Republikaner in parteipolitischem Gezänk, während für Millionen Arbeitslose das alte Hilfspaket ohne eine Nachfolgeregelung auslaufen könnte. Dazu hat US-Präsident Donald Trump auch noch laut über eine eventuelle Verschiebung der US-Wahl nachgedacht und damit die Angst vor einer waschechten Verfassungkrise in den USA geschürt.

Und selbst beim reinen Blick auf den Aktienmarkt sind die Gefühle gespalten. Zwar haben mit Apple, Amazon, Facebook und mit Abstrichen auch Google die großen US-Technologiekonzern bombastische Zahlen vorgelegt. Ihre Marktkapitalisierung macht aber bereits um die 16 Prozent im S&P-500-Index aus. Damit dominiert ein Minimum von Unternehmen einer einzigen Branche diesen angeblich so marktbreiten Index. Nicht umsonst werden damit Erinnerungen an das Platzen der Technologieblase Anfang der 2000er wach.


Kein Polster für schlechte Nachrichten mehr

Die Strategen von Nuveen blicken daher vorsichtig auf den Markt. Der US-Vermögensverwalter der Teachers Insurance and Annuity Association (TIAA) hat rund 1 Billion Dollar unter Verwaltung und stört sich an den zu hohen Aktienbewertungen. Sie seien durch die Hilfspakete der Geld- und Fiskalpolitik in Europa und den USA nach oben getrieben worden, warnt Bob Doll, Chefstratege für Aktien. US-Aktien seien mittlerweile mit dem 22-fachen ihrer auf Zwölf-Monatssicht erwarteten Gewinne bewertet. Damit gebe es am US-Aktienmarkt "kein Polster mehr für schlechte Nachrichten".

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/flf

END) Dow Jones Newswires

July 31, 2020 07:56 ET ( 11:56 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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