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MARKT USA/Türkei-Krise dürfte auch die Wall Street belasten

| Quelle: Dow Jones Newswire Web | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Die sich weiter zuspitzende Türkei-Krise dürfte zum Wochenausklang auch an der Wall Street für Abgaben sorgen. Die Lira knickt, ausgelöst durch die diplomatischen Verspannungen mit den USA, weiter ein und markierte zum Dollar ein neues Rekordtief. Einem Bericht der Financial Times zufolge sorgt sich auch die EZB-Bankenaufsicht um das Engagement einiger europäischer Geldhäuser in der Türkei. Dies könne angesichts des Lira-Verfalls zu Problemen führen. Vor dem Hintergrund des zudem weiter schwelenden Handelskonflikts zwischen den USA und China sorgen die jüngsten Entwicklungen für Unsicherheit unter den Investoren.

Mit Spannung wird auf eine Rede des türkischen Finanzministers am Mittag gewartet. Einige Punkte des Modells von Berat Albayrak, Schwiegersohn von Präsident Erdogan, seien schon durchgesickert, heißt es von der Commerzbank. Demnach wolle er die Wachstumsprognose etwas zurücknehmen auf 3 bis 4 Prozent von 5,5 Prozent. Vor dem Hintergrund der schwierigen Lage im Land möge das optimistisch sein, die Anpassung gehe aber zumindest in die richtige Richtung. Anders sei das bei der Teuerung, wo Albayrak bereits wieder von einstelligen Raten spreche, die "so schnell wie möglich" erreicht werden sollen. In der Realität sehe es derzeit danach aus, dass es in eine ganz andere Richtung gehe, so die Commerzbank weiter.

Der Future auf den S&P-500 deutet auf eine etwas leichtere Eröffnung am Kassamarkt hin. Damit dürften auch neue Rekordstände von S&P-500 und Nasdaq-Composite erst einmal vom Tisch sein. Am Vortag waren die Indizes ihren Allzeithochs schon recht nahe gekommen. Ob die anstehenden US-Konjunkturdaten Auswirkungen auf das Geschehen haben werden, bleibt abzuwarten. Es stehen die Verbraucherpreise für Juli auf der Agenda.

Bei den Einzelwerten dürfte es für die Aktie des Medienkonzerns News Corp nach unten gehen. Die Konsolidierung australischer Fernsehaktivitäten hat dem Konzern im vierten Geschäftsquartal zwar einen Umsatzschub, jedoch auch einen Nettoverlust beschert. Zu dem Konzern gehören unter anderem die New York Post, das Wall Street Journal und diese Nachrichtenagentur. Die Aktie ist vor der Startglocke noch nicht aktiv, verlor nachbörslich allerdings 2,3 Prozent.

Einen kräftigen Satz nach oben dürften dagegen die Aktien von Universal Display machen. Der Hersteller organischer Leuchtdioden hat im zweiten Quartal einen unerwartet hohen Umsatz ausgewiesen, während der Gewinn je Aktie die Erwartungen verfehlte. Die Aktie hatte in den vergangenen 12 Monaten über 13 Prozent verloren. Hier ging es nachbörslich um 10,5 Prozent aufwärts.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/raz

END) Dow Jones Newswires

August 10, 2018 06:02 ET ( 10:02 GMT)

Copyright (c) 2018 Dow Jones & Company, Inc.
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