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Massiver Ansehensverlust für Herkunftslabel "Made in Germany"

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Das Herkunftslabel "Made in Germany" leidet in den wichtigsten Industrie- und Schwellenländern einem Zeitungsbericht zufolge unter einem massiven Verlust an Ansehen. Nach dem renommierten "Trust Barometer" der amerikanischen Kommunikationsagentur Edelman stürzte das Vertrauen der entwickelten Volkswirtschaften in deutsche Unternehmen innerhalb von wenig mehr als zwölf Monaten um 15 Prozentpunkte auf 44 Prozent ab - weit in die Misstrauenszone, wie die Welt am Sonntag berichtet. Nie zuvor seit Beginn der regelmäßigen Messungen habe es einen derartigen Vertrauensverfall gegeben. "Das ist ein Weckruf", ordnete die Agentur das Resultat ein.

In Deutschland hängen jeder zweite Industriearbeitsplatz und jeder dritte Arbeitsplatz insgesamt direkt oder indirekt vom Export ab. Ursache des Vertrauensverlustes im Ausland seien Skandale in Serie wie der Dieselskandal und Bank-Affären, aber auch eine generell als intransparent, wenig bürgerschaftlich und korruptionsanfällig wahrgenommene Unternehmenskultur. Der Negativtrend verschont keine wichtige Branche. Automobilherstellern bescheinigt die Studie ebenso einen Vertrauensverlust wie der Chemie- und Pharma-Industrie, Technologiefirmen und Banken.

Der kumulative Effekt der Skandale beginnt, Folgen zu zeigen", heißt es in der Auswertung. Besonders drastisch sei der Ansehensverlust in den USA. Viele potenzielle Kunden kauften konkret weniger deutsche Produkte. Vor allem Briten erklärten, nur noch nach Erzeugnissen "Made in Germany" zu greifen, wenn es keine Alternative gebe. Als vergleichsweise stabil erwies sich das Image Deutschlands in den Schwellenländern, vor allem in China.

Edelman hat für den Report zwischen dem 22. Juli und dem 5. August jeweils 1.000 Menschen in acht Ländern befragt, wobei Frankreich, Großbritannien und die USA als entwickelte Märkte eingestuft werden, während Brasilien, China, Indien und Mexiko als Schwellenländer gelten. In Deutschland selbst schwärmten die Befrager ebenfalls aus.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/hab

END) Dow Jones Newswires

October 19, 2019 18:00 ET ( 22:00 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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