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Merck KGaA passt Wechselkurssicherung globaler Situation an

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Nina Trentmann

LONDON (Dow Jones)Der Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck reagiert mit einer veränderten Absicherungspolitik auf die von Spannungen geprägte Situation im globalen Handel. Sicherungsmaßnahmen gegen ungünstige Wechselkursentwicklungen gibt es nach Angaben von Finanzchef Marcus Kuhnert inzwischen für alle Währungen, in denen der Konzern Geschäfte tätigt. Überdies habe man den Horizont der Absicherungsgeschäfte auf ein Jahr von bisher drei Jahren verkürzt, sagte Kuhnert dem Wall Street Journal.

Die Währungen sind volatiler geworden, und es gibt mehr Risikopotenzial durch internationale Handelsstreitigkeiten", sagte Kuhnert. Die Merck KGaA ist in 60 Ländern der Erde tätig, hatte sich bislang jedoch nur bei sechs Währungen abgesichert: US-Dollar, chinesischer Yuan, japanischer Yen, koreanischer Won, Taiwan-Dollar und Schweizer Franken.

Nun hat sich Merck überdies eine Obergrenze für die maximalen negativen Auswirkungen auf die Mittelflüsse im Konzern gesetzt. "Wir haben umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um sicherzustellen, dass der potenzielle Effekt von Währungsverlusten nicht mehr als 5 Prozent unseres Cashflows ausmacht", sagte Kuhnert.

Im laufenden Jahr erwartet der Konzern durch Wechselkurseffekte einen positiven Ergebniseffekt, der bis zu 2 Prozent ausmachen könnte. "Im Jahr 2019 werden wir von der Stärke des US-Dollars und der asiatischen Währungen profitieren", sagte Kuhnert. Eine Abwertung einzelner südamerikanischer Währungen und der türkischen Lira könnte diesen Effekt jedoch mindern. Das gilt besonders für das Healthcare-Geschäft, wo Merck einen erheblichen Teil seiner Umsätze in Lateinamerika macht. Der Konzern hatte zuvor für 2019 negative Währungseffekte auf das Ergebnis in der Größenordnung von 3 bis 4 Prozent prognostiziert.

Unternehmen sichern ihre Währungsrisiken in der Regel dadurch ab, dass sie gegen eine geringe Gebühr den Wechselkurs bestimmter Währungspaare für die Zukunft festlegen. Dies schützt das Unternehmen vor negativen Wechselkursschwankungen, kann aber auch dazu führen, dass es vorteilhafte Währungsentwicklungen verpasst.

Merck ändert seine Sicherungsmaßnahmen zu einem Zeitpunkt, da die globalen Währungen angesichts neuer Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China und Befürchtungen hinsichtlich der Weltkonjunktur wild schwanken. Politische Unsicherheiten und schwächere Wirtschaftsdaten aus Schwellenländern wie Argentinien und Türkei haben dortige Währungen geschwächt. Merck sichert derzeit rund 40 Prozent seines Fremdwährungsrisikos ab. "Dieser Anteil kann bei Bedarf auf 90 Prozent erhöht werden", sagte Kuhnert.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/DJN/rio/sha

END) Dow Jones Newswires

May 15, 2019 02:52 ET ( 06:52 GMT)

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