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Metro und Ceconomy beim Börsendebüt schwächer

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
FRANKFURT (Dow Jones)--Auch an der Börse ist der Handelsriese Metro jetzt Geschichte. Nach der Aufspaltung in die beiden Teilkonzerne Ceconomy (Elektronikhandel) und Metro (Lebensmittelgroß- und -einzelhandel) werden auch ihre Aktien seit Donnerstag eigenständig gehandelt. Zum Eröffnungskurs von 20 Euro läutete Metro-Chef Olaf Koch am Morgen die Börsenglocke, anschließend gab die Notierung aber nach. Die Ceconomy-Aktie starte bei 9,32 Euro, später ging es für sie zeitweilig steil nach oben.

Koch sprach von einem "historischen Tag" und kündigte an, die Wachstumschancen für den Lebensmittelhändler zu heben. Mittelfristig werden 3 Prozent jährliches Wachstum im Konzern angepeilt. Deutlich höhere Raten erwartet er im Bereich der Lieferdienste für die Gastronomie, die mit 4 Milliarden Euro inzwischen gut ein Siebtel zum Großhandelsumsatz beitragen.

Von der zugekauften Technologieplattform Hitmeister verspricht sich Koch einen Wachstumsschub für das Online-Geschäft der Real-Warenhäuser. 8 Millionen Produkte werden hier angeboten, es könnten noch deutlich mehr werden. Auch für die seit langem schwächelnden Real-Märkte sieht Koch eine Zukunft. Der mit mehr Service und mehr Einkaufserlebnis aufgerüstete Real-Markt der Zukunft in Krefeld treffe den Nerv. Das zeigten 30 Prozent mehr Kunden.

Im Lebensmittelgroßhandel will Koch damit punkten, dass er das Geschäft konsequent darauf ausrichtet, seine Kunden - überwiegend kleine und mittelständische Firmen wie Caterer, Kioske oder Restaurants - erfolgreich zu machen. Nicht nur das Angebot soll vermehrt auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten werden, Koch will ihnen auch bei der Digitalisierung helfend unter die Arme greifen.

Koch hatte die Aufspaltung des Handelskonzerns vor 15 Monaten in Gang gesetzt. Beide Teile sollen ihr jeweiliges Geschäft so besser entwickeln können und für Anleger damit attraktiver werden.

Am ersten Handelstag zeigten sich die Notierungen wie zu erwarten schwankend. Die Ceconomy-Aktie setzte nach 40 Minuten zu einem Kursanstieg an, der bis 10,47 Euro ging. Marktbeobachter sprachen davon, dass Fonds und Vermögensverwalter aus technischen Gründen erst verzögert in die Aktie des Elektronikhändlers hätten umschichten können. Später gab die Ceconomy-Aktie wieder nach. Am späten Vormittag notierte sie bei 9,73 Euro und damit noch im Plus.

Dagegen steht die Metro-Aktie seit der Eröffnungsauktion unter Verkaufsdruck. Ihre Notierung bröckelte bis zum späten Vormittag auf 19,02 Euro. Zusammen sind beide Aktien damit weniger wert als am Vorabend. Da hatte sich die "alte" Metro zum Kurs von 29,18 Euro von der Börse verabschiedet.

Kontakt zum Autor: olaf.ridder@wsj.com

DJG/rio/smh

END) Dow Jones Newswires

July 13, 2017 05:49 ET (09:49 GMT)

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