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MIDDAY BRIEFING - Unternehmen und Märkte -2-

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 10 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
DJ MIDDAY BRIEFING - Unternehmen und Märkte

Der Markt-Überblick am Mittag, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:




+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

MONTAG: In Deutschland, Dänemark, Norwegen, Österreich und der Schweiz bleiben die Börsen wegen Pfingsten geschlossen.

+++++ AKTIENMÄRKTE ( 12:50 Uhr) +++++


INDEX Stand +-% +-% YTD
S&P-500-Future 3.032,00 -0,30% -6,23%
Euro-Stoxx-50 3.076,36 -0,59% -17,86%
Stoxx-50 2.918,87 -0,57% -14,23%
DAX 11.668,42 -0,96% -11,93%
FTSE 6.156,30 -1,00% -17,55%
CAC 4.738,98 -0,68% -20,73%
Nikkei-225 21.877,89 -0,18% -7,52%
EUREX Stand +/- Punkte
Bund-Future 172,21 0,16


+++++ ROHSTOFFMÄRKTE +++++


ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 32,60 33,71 -3,3% -1,11 -44,6%
Brent/ICE 34,28 35,29 -2,9% -1,01 -46,0%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.726,56 1.719,65 +0,4% +6,91 +13,8%
Silber (Spot) 17,54 17,50 +0,2% +0,04 -1,7%
Platin (Spot) 836,70 838,25 -0,2% -1,55 -13,3%
Kupfer-Future 2,41 2,41 -0,2% -0,01 -14,4%


Nach den Aufschlägen am Vortag geht es zum Wochenausklang mit den Ölpreisen wieder nach unten. Händler verweisen auf die Sorge, dass sich der Ölmarkt nicht so schnell ausbalancieren dürfte wie zunächst noch angenommen. Dies habe sich am unerwartet deutlichen Anstieg der US-Lagerbestände am Vortag gezeigt. "Die US-Nachfrage hat sich die zweite Woche in Folge abgeschwächt, was eine leicht beunruhigende Tenden ist", sagt Analyst Helge Martinsen von DNB. Zudem seien die Blicke auf die Pressekonferenz von US-Präsident Trump und mögliche Sanktionen gegen China gerichtet.

+++++ AUSBLICK AKTIEN USA +++++

Die Sorge vor einer weiteren Verschärfung des Konflikts zwischen den USA und China dürfte auch zum Wochenausklang die Wall Street belasten. Die Ankündigung einer Pressekonferenz von US-Präsident Donald Trump zum Thema Hongkong hatte schon am Donnerstag im späten Handelsverlauf den US-Aktienmarkt ins Minus gedrückt. Es wird befürchtet, dass weitere Sanktionen gegen China verhängt werden könnten, was den Streit zwischen Washington und Peking weiter anheizen würde. Für einen Impuls könnten auch die anstehenden US-Daten sorgen. Bei den Einzelwerten geht es vorbörslich für die Dell-Aktie kräftig nach oben. Der PC-Hersteller hatte im ersten Quartal besser abgeschnitten als erwartet. Das Unternehmen profitierte nach eigenen Angaben von der Coronavirus-Krise und der daraus folgenden Schließung von Büros und Schulen, die viele Menschen dazu zwingt, zuhause zu arbeiten oder zu lernen.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR ++++++


- US
14:30 Persönliche Ausgaben und Einkommen April
Persönliche Ausgaben
PROGNOSE: -12,9% gg Vm
zuvor: -7,5% gg Vm
Persönliche Einkommen
PROGNOSE: -5,0% gg Vm
zuvor: -2,0% gg Vm

15:45 Index Einkaufsmanager Chicago Mai
PROGNOSE: 40,0
zuvor: 35,4

16:00 Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan
Mai (2. Umfrage)
PROGNOSE: 74,0
1. Umfrage: 73,7
zuvor: 71,8


+++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

Gewinnmitnahmen prägen am Freitagmittag das Bild an den europäischen Börsen. "Die Anleger sind vorsichtig und warten auf die Maßnahmen, die US-Präsident Donald am Nachmittag als Reaktion auf die Hongkong-Politik Pekings bekannt geben will", sagt ein Händler. Bereits die Ankündigung einer Reaktion hatte an der Wall Street am späten Donnerstag einen Schwächeanfall ausgelöst. Teilnehmer befürchten unter anderem eine weitere Eskalation im Handelsstreit. Unter Druck stehen damit weiter die Autowerte, bei denen es am Vortag wegen ihrer China-Abhängkeit schon zu kräftigen Verkäufen gekommen war. Nissan und Geely sind in Asien um die 10 Prozent wegen einer Kapitalerhöhung bei Geely beziehungsweise schwachen Geschäftszahlen bei Nissan abgestürzt. VW und Daimler verlieren jeweils über 3 Prozent, BMW kommen mit einem Abschlag von 2,4 Prozent davon. VW erhöht in der Hongkong-Krise sein China-Engagement mit der Anteilsaufstockung an Jianghuai. In Paris fallen Renault um 5,9 Prozent. Der Automobilkonzern will bis zu 15.000 Beschäftigte weltweit entlassen. Der europäische Branchensektor fällt um 2,7 Prozent. Sehr schwach zeigen sich auch Autozulieferer, so fallen Continental mit einem Minus von 4,1 Prozent noch stärker als die Aktien der deutschen Hersteller.Noch schwächer als der Auto-Index liegt am Mittag der Index der Reise-Aktien im Markt. Er verliert 3,9 Prozent. TUI brechen nach der jüngsten Erholung nun wieder um 12,6 Prozent ein, die Aktien der Kreuzfahrt-Reederei Carnival um 7,6 Prozent. Bei den Fluggesellschaften liegen Lufthansa mit einem Minus von 6,6 Prozent mit an der Verliererspitze in der Branche, im DAX bilden sie sogar das Schlusslicht. Der Abstieg aus dem DAX lässt sich wohl nicht mehr vermeiden. Einen großen Börsengang gibt es mit JDE Peets in Amsterdam. Das Unternehmen stellt die Nummer Zwei auf dem Kaffeemarkt. Die Aktien wurden zu 31,50 Euro ausgegeben, der Unternehmenswert liegt damit bei über 15 Milliarden Euro. Aktuell werden die Titel 14,9 Prozent höher bei 36,20 Euro gehandelt.

+++++ DEVISEN +++++


DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:41 h Do, 17:22 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1137 +0,53% 1,1091 1,1056 -0,7%
EUR/JPY 119,39 +0,14% 118,93 119,01 -2,1%
EUR/CHF 1,0704 +0,23% 1,0690 1,0670 -1,4%
EUR/GBP 0,9027 +0,41% 0,8990 0,8972 +6,7%
USD/JPY 107,21 -0,38% 107,21 107,63 -1,4%
GBP/USD 1,2336 +0,11% 1,2334 1,2324 -6,9%
USD/CNH (Offshore) 7,1599 -0,17% 7,1634 7,1571 +2,8%
Bitcoin
BTC/USD 9.395,76 -0,39% 9.527,76 9.457,26 +30,3%


Der Euro klettert erstmals seit zwei Monaten wieder über die Marke von 1,11 Dollar. Zu Wochenbeginn hatte die Gemeinschaftswährung noch bei 1,09 Dollar gelegen. Weiterhin treibt vor allem das von der EU-Kommission vorgeschlagene Wiederaufbaupaket im Volumen von 750 Milliarden Euro die Devise an. Allerdings zeigt sich der Dollar erneut auf breiter Front schwächer. Einen wichtigen Impuls für den Devisenmarkt könnte im Verlauf die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Pressekonferenz zu China liefern. Es wird die Verhängung neuer Sanktionen und ddamit eine Verschärfung des Konflikts mit China befürchtet.

+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

Zum Wochenausklang war an den Börsen in Ostasien und Australien keine einheitliche Tendenz auszumachen. Die Anleger agierten im Spannungsfeld aus der Hoffnung auf eine Erholung der Wirtschaft nach dem Abflauen der Coronakrise und der Sorge um die Zukunft Hongkongs, dessen Autonomie von China untergraben wird. In Peking hatte am Donnerstag der Nationale Volkskongress das international umstrittene Sicherheitsgesetz für Hongkong gebilligt, mit dem "Separatismus" und "Aufruhr" in der Sonderverwaltungszone offiziell verboten werden sollen. Damit reagierte China auf die monatelangen, mitunter gewalttätigen Proteste der Hongkonger Demokratiebewegung im vergangenen Jahr. Die US-Regierung entzog der Finanzmetropole Hongkong aus Protest gegen das Gesetz ihren Sonderstatus. Präsident Donald Trump kündigte für Freitag eine Pressekonferenz zur Entwicklung um Hongkong an. Es wird erwartet, dass die USA neue Sanktionen gegen China verhängen und damit der Handelsstreit zwischen den beiden Ländern wieder hochkocht. Unter den Einzelwerten verteuerten sich in Schanghai die Aktien von Anhui Jiang Automobile um gut 8 Prozent. Volkswagen übernimmt 50 Prozent an der Muttergesellschaft des chinesischen Autoherstellers. Der deutsche Autokonzern werde voraussichtlich auch seine Beteiligung an dem Joint Venture mit Anhui Jiang auf 75 Prozent erhöhen, teilten die Chinesen mit. In Tokio brach die Aktie des japanischen Autokonzerns Nissan um 10,8 Prozent ein, nachdem das Unternehmen am Vortag nach Börsenschluss einen Milliarden-Verlust ausgewiesen hatte.

+++++ CREDIT +++++

Uneinheitlich zeigen sich am Freitag die Risikoprämien gegen den Ausfall europäischer Staats- und Unternehmensanleihen. Monatsultimo und Portfolioanpassungen sorgen für selektive Käufe. Dazu sind neue Risikofaktoren mit dem Thema US-Reaktion auf Chinas Hongkong-Gesetz aufgetaucht. Eine Eskalation in Richtung neuer Handelskonflikte werde am Markt zwar nicht für wahrscheinlich gehalten, aber ebenfalls nicht für unmöglich, heißt es. Klar gestützt wird der Markt aber von Hoffnungen auf weitere Lockerungs- oder Stützungsmaßnahmen auf der EZB-Sitzung kommender Woche.

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 7.30 UHR +++++

BASF begibt Anleihen über 2 Milliarden Euro

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

May 29, 2020 06:52 ET ( 10:52 GMT)

BASF hat Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 2,0 Milliarden Euro erfolgreich am Kapitalmarkt platziert. Die erste Tranche mit einem Emissionsvolumen von 1,0 Milliarde Euro, einer Laufzeit von drei Jahren und einem jährlichen Zinskupon von 0,101 Prozent dient der allgemeinen Unternehmensfinanzierung, wie der Chemiekonzern mitteilte. Mit der zweiten Tranche hat BASF erstmals eine grüne Anleihe begeben. Diese hat eine Laufzeit von sieben Jahren, ein Volumen von 1,0 Milliarde Euro und einen jährlichen Zinskupon von 0,25 Prozent; sie dient der Finanzierung nachhaltiger Produkte und Projekte.

Fresenius kauft Krankenhaus in NRW

Der Gesundheitskonzern Fresenius übernimmt über seine Tochter Helios ein Krankenhaus in Nordrhein-Westfalen. Das Krankenhaus Seliger Gerhard in Bonn der Schwerpunktversorgung verfügt über 400 Betten und erzielte im Jahr 2019 einen Umsatz von rund 66 Millionen Euro, wie der Konzern mitteilte. Rund 750 Mitarbeiter behandelten jährlich rund 13.000 Patienten. Fresenius Helios wird neben dem Krankenhaus auch zwei Medizinische Versorgungszentren (MVZ) sowie eine Apotheke mit angeschlossenem Logistikzentrum erwerben.

Merck KGaA rechnet bald mit neuen Bavencio-Zulassungen

Die Merck KGaA setzt darauf, ihren Hoffnungsträger Bavencio bald nicht nur in den USA, sondern auch in Japan und der EU in der Erstlinientherapie gegen Blasenkrebs auf den Markt zu bringen: Bislang wird Bavencio gegen diesen Krebs nur dann eingesetzt, wenn Patienten auch nach einer Chemotherapie noch eine schlechte Prognose haben.

Heideckers verkaufen knapp die Hälfte ihrer Encavis-Aktien

Einer der Familienaktionäre der Encavis AG hat seine Beteiligung am Solar- und Windparkbetreiber deutlich reduziert. 2,95 Millionen Aktien aus dem Bestand der Pelaba Anlageverwaltungs GmbH & Co KG wechselten am Donnerstag ihren Besitzer, wie das Unternehmen mitteilte. Das entspricht rund 2,15 Prozent des Kapitals. Dabei handele es sich um Aktien, die einzelnen Mitgliedern der Familie Heidecker zugeordnet waren. Sie hätten ihr Vermögen neu strukturieren wollen.

Baader Bank lässt Hauptversammlung im August virtuell stattfinden

Wegen der anhaltenden Corona-Pandemie will die Baader Bank ihre Hauptversammlung in diesem Jahr rein virtuell abhalten. Das Aktionärstreffen werde am 11. August stattfinden, teilte das Unternhemen mit. Das Stimmrecht kann ausschließlich im Wege der Briefwahl oder durch Vollmachtserteilung an die Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft ausgeübt werden. Die Hauptversammlung wird im passwortgeschützten Internetservice übertragen werden.

Steinhoff warnt vor Negativfolgen der Corona-Krise

Der Möbelhändler Steinhoff International hat davor gewarnt, dass die Pandemie und ihre Folgen das eigene Geschäft "beträchtlich" belastet haben. Weiterer Gegenwind sei zu erwarten, teilte der Konzern mit.

IPO/JDE Peet's zieht Börsendebüt auf Freitag vor - Preis 31,50 Euro

Die Aktie des Kaffeeimperiums JDE Peet's hat ihr Börsendebüt an der Amsterdamer Börse schon am Freitagmorgen. Alle angebotenen Aktien werden zum Ausgabepreis von 31,50 Euro platziert, wie die von der deutschen Milliardärsfamilie Reimann beherrschte JAB Holding mitteilte.

Novartis produziert Corona-Impfstoff für US-Krankhäuser

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis wird einen Corona-Impfstoff für Krankenhäuser in den USA produzieren. Der genbasierte Impfstoff wurde von Wissenschaftlern der Universität Pennsylvania und des Massachusetts General entwickelt. Die Novartis-Tochter Avexis werde erste Testdosen produzieren und die reguläre Fertigung dann später im Sommer aufnehmen, heißt es in der Mitteilung des Konzerns. Dann seien auch erste klinische Tests vorgesehen.

Renault streicht über 14.000 Stellen

Der französische Autobauer Renault SA will in den kommenden drei Jahren mehr als 14.000 Stellen streichen. Dabei sollen die Fixkosten um 2 Milliarden Euro gesenkt werden, teilte das Unternehmen mit. Vom Stellenabbau ist Frankreich mit 4.600 Jobs betroffen, über 10.000 Arbeitsplätze fallen im Ausland weg.

Siemens Gamesa baut 62 Turbinen für Offshore-Windpark in Frankreich

Siemens Gamesa hat seinen ersten Auftrag für Offshore-Windkraftanlagen in Frankreich erhalten. In der Bucht von Saint Brieuc in der Bretagne soll das Unternehmen 62 Windturbinen mit insgesamt 496 Megawatt Leistung installieren und für zehn Jahre auch die Wartung übernehmen, wie es in einer Unternehmensmitteilung heißt. Auftraggeber ist Ailes Marines, eine Tochtergesellschaft des bisherigen Anteilseigners Iberdrola.

Tesla erreicht Finanzziel - Musk hat Anspruch auf Aktienpaket

Der Gründer und Chef des US-Elektrobauers Tesla, Elon Musk, lässt sich kein Gehalt auszahlen, sondern bekommt bei Erfolg weitere Anteile an seinem Unternehmen. "2019 war ein Rekordjahr", erklärte am Donnerstag der Verwaltungsrat: Musk erhält daher Zugriff auf ein Aktienpaket, das ihm auf dem Papier aktuell knapp 775 Millionen Dollar (knapp 700 Millionen Euro) Gewinn bescheren würde. Dem Gründer gehören bereits 18,5 Prozent des Unternehmens.




Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros

END) Dow Jones Newswires

May 29, 2020 06:52 ET ( 10:52 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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DT. WOHNEN 40,82 +0,64%
VONOVIA 54,80 +0,44%
E.ON 10,29 +0,39%
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