DAX®13.873,97-0,24%TecDAX®3.370,58-0,28%Dow Jones 3030.996,98-0,57%Nasdaq 10013.366,40-0,29%
finanztreff.de

MIDDAY BRIEFING - Unternehmen und Märkte -3-

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 19 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
DJ MIDDAY BRIEFING - Unternehmen und Märkte

Der Markt-Überblick am Mittag, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:




+++++ AKTIENMÄRKTE (13.15 Uhr) +++++


INDEX Stand +-% +-% YTD
S&P-500-Future 3.328,25 +0,58% +2,93%
Euro-Stoxx-50 3.277,69 +0,72% -12,48%
Stoxx-50 2.988,65 +0,54% -12,18%
DAX 12.698,61 +0,78% -4,15%
FTSE 6.096,85 +1,01% -19,97%
CAC 4.928,95 +0,81% -17,55%
Nikkei-225 22.514,85 -0,26% -4,83%
EUREX Stand +/- Punkte
Bund-Future 177,32% -0,49


+++++ ROHSTOFFMÄRKTE +++++


ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 42,87 41,70 +2,8% 1,17 -25,8%
Brent/ICE 45,51 44,43 +2,4% 1,08 -26,7%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 2.039,10 2.018,50 +1,0% +20,60 +34,4%
Silber (Spot) 26,75 26,03 +2,8% +0,73 +49,9%
Platin (Spot) 952,83 942,13 +1,1% +10,70 -1,3%
Kupfer-Future 2,93 2,89 +1,3% +0,04 +3,8%


Gold setzt seinen Höhenflug fort und notiert bei 2.040 Dollar je Feinunze - ein neues Rekordhoch. Die Unsicherheiten um die Corona-Pandemie wie in geopolitischer Hinsicht befördern Gold ebenso wie Niedrigzinsen, die Flutung der Märkte mit billigem Geld und die aktuelle Dollar-Schwäche.

+++++ AUSBLICK AKTIEN USA +++++

Der Schwung aus dem späten Vortagesgeschäft der Wall Street könnte sich am Mittwoch fortsetzen. Anleger setzen offenbar auf eine positive Überraschung beim ADP-Arbeitsmarktbericht für Juli. Weitere möglicherweise positive Impulse könnte der ISM-Index zum nicht-verarbeitenden Gewerbe für Juli liefern, obwohl hier ein Rückgang prognostiziert wird. Mit den zuletzt rückläufigen Neuinfektionen sei auch der Optimismus an der Börse gestiegen, heißt es. Für gute Stimmung sorgen auch die Verhandlungen über eine Verlängerung der Coronahilfen im US-Kongress. Zwar konnten sich Republikaner und Demokraten noch immer nicht auf einen Kompromiss verständigen, doch macht Finanzminister Steven Mnuchin Hoffnung auf eine Einigung bis zum Ende der Woche. Darüber hinaus wollen sich Chinesen und Amerikaner mit hochrangig besetzten Delegationen am 15. August zusammensetzen und über das bereits Anfang des Jahres verabschiedete "Phase-Eins-Handelsabkommen" sprechen, wie aus Medienberichten hervorgeht. Anleger hoffen, dass bei den Gesprächen auch über die aktuellen Spannungen gesprochen wird und setzen auf eine Entspannung der aktuell belasteten Beziehungen beider Staaten.

Die Corona-Pandemie beeinträchtigt die Geschäfte von Disney in erheblichem Maße. Das Unternehmen hat deshalb in seinem dritten Geschäftsquartal fast 5 Milliarden Dollar Verlust verbucht. Die Zahlen scheinen Anleger nicht überrascht zu haben, viele hatten noch Schlimmeres erwartet. Die Aktie legte im vorbörslichen Handel um 5,9 Prozent zu.

Monster Beverage gewinnen 3,2 Prozent. Der Getränkekonzern hat die Erwartungen der Experten übertroffen.

Microchip Technology büßen 6,8 Prozent ein. Zwar fielen Ergebnis und Umsatzzahlen im ersten Geschäftsquartal besser aus als Analysten im Schnitterwartet hatten. Doch blieb der Ausblick auf das zweite Geschäftsquartal gemessen an den Erwartungen verhalten.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

Folgende Unternehmen veröffentlichen im weiteren Tagesverlauf Geschäftszahlen:

17:50 IT/Pirelli & C. SpA, Ergebnis 1H

18:30 DE/Metro AG, ausführliches Ergebnis 3Q

18:50 DE/Patrizia AG, ausführliches Ergebnis 1H

22:00 DE/Morphosys AG, Ergebnis 2Q

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR ++++++


- US
14:15 ADP-Arbeitsmarktbericht Juli
Beschäftigung privater Sektor
PROGNOSE: +1.000.000 Stellen
zuvor: +2.369.000 Stellen

14:30 Handelsbilanz Juni
PROGNOSE: -50,30 Mrd USD
zuvor: -54,60 Mrd USD

15:45 Einkaufsmanagerindex Service Markit Juli (
2. Veröffentlichung)
PROGNOSE: 49,6
1. Veröff.: 49,6
zuvor: 47,9

16:00 ISM-Index nicht-verarbeitendes Gewerbe Juli
PROGNOSE: 55,0 Punkte
zuvor: 57,1 Punkte

16:30 Rohöllagerbestandsdaten (Woche) der staatlichen
Energy Information Administration (EIA)


+++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

Die Börsen halten bis Mittag an den Gewinnen fest. Am fundamentalen Umfeld hat sich nichts geändert. Die Quartalszahlen liefern einmal mehr die Impulse für die Einzelwerte. Gut kommen die bisherigen Revisionen der Einkaufsmanagerindizes (PMI) an. Wichtig sei, dass der Index der Eurozone im Juli deutlich im expansiven Bereich bestätigt worden sei, heißt es. Positiv werden die Zahlen der Deutschen Post gewertet, die Aktie legt um 3,1 Prozent zu. Ein Fels in der Brandung sind einmal mehr die Zahlen von Vonovia, die Aktie legt um 3,6 Prozent zu. Mit Zurückhaltung wird gewertet, dass die Allianz (minus 0,1 Prozent) keine Prognose für das laufende Jahr abgeliefert hat. Die Zahlen werden als "ordentlich" eingestuft. Für BMW verlief das Quartal wie erwartet schwierig, für den Wert geht es um 3,4 Prozent nach unten. Continental (plus 1,4 Prozent) ist nach dem Verlust im zweiten Quartal für die kommenden Monaten vorsichtig optimistisch. Wie erwartet hat Accor (minus 0,1 Prozent) schwache Zahlen geliefert. Für Ahold Delhaize geht es 6,5 Prozent nach oben. Klar positiv wird der Nettogewinn gewertet. Die Zahlen von Voestalpine seien nicht schlechter als bisher befürchtet, heißt es. Für den Wert geht es um 3,7 Prozent nach oben. Mit starken finalen Zahlen leiten Qiagen ihren Abschied von der deutschen Börse ein. Qiagen verlieren 2,2 Prozent.

+++++ DEVISEN +++++


DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:20 Uhr Di, 18:00 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1838 +0,35% 1,1814 1,1766 +5,6%
EUR/JPY 125,33 +0,49% 124,76 124,57 +2,8%
EUR/CHF 1,0767 -0,06% 1,0779 1,0772 -0,8%
EUR/GBP 0,9025 -0,04% 0,9024 0,9011 +6,6%
USD/JPY 105,87 +0,14% 105,61 105,87 -2,7%
GBP/USD 1,3117 +0,39% 1,3092 1,3058 -1,0%
USD/CNH (Offshore) 6,9416 -0,50% 6,9571 6,9783 -0,4%
Bitcoin
BTC/USD 11.448,51 +1,88% 11.243,01 11.205,76 +58,8%


+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

In unterschiedliche Richtungen haben sich die Leitindizes bewegt. Ein Hauptthema war der Bericht des Wall Street Journal, demzufolge die USA und China über die Probleme mit dem sogenannten Phase-eins-Deal sprechen wollen. Während es in Japan und Australien abwärts ging, lagen die chinesischen Börsen in Schanghai und Hongkong im Plus. Laut dem Bericht wollen sich hochrangige Vertreter beider Länder am 15. August treffen, um über umstrittene Themen zu sprechen. China hat die Verpflichtungen zur Abnahme von landwirtschaftlichen Produkten aus den USA nicht erfüllt. Experten zeigten sich skeptisch zu den Bemühungen um einen Gesprächskanal. Während die Aktienindizes überwiegend nur kleinere Bewegungen nach oben oder unten vollzogen, war Gold der eigentliche Star an den Märkten. Der Greenback sackte auf 105,65 Yen ab nach einem Vortageshoch um 106,40 Yen. Dies bremste die Börse in Japan. Zu den verkauften Werten gehörten Versorger-, Luftfahrt- und Bankentitel. Die Sony-Aktie zeigte sich voltail und schloss nach vorübergehenden Gewinnen 1,6 Prozent im Minus. Der Unterhaltungselektronikkonzern hat im ersten Geschäftsquartal den Nettogewinn um 53 Prozent gesteigert. Mitsubishi UFJ Financial fielen um 0,2 Prozent, nachdem der Nettogewinn um 53 Prozent abgesackt war. Etwas risikofreudiger zeigten sich die Anleger in Hongkong, während in Schanghai kleinere Aufschläge abschmolzen. Neue Wirtschaftsdaten fielen enttäuschend aus. In Südkorea erreichte der Leitindex Kospi ein 22-Monatshoch. Die Anleger zeigten sich ermutigt durch Fortschritte in den USA beim Aushandeln eines neuen Stimuluspakets. Zudem haben einige Unternehmen mit Quartalszahlen positiv überrascht. In Australien tendierten Minenwerte mit dem festen Goldpreis zwar höher, doch am Gesamtmarkt ging es nach unten. Angeführt wurde die Liste der Verlierer von Pharma- und Industriewerten, aber auch einige Konsumwerte gingen schwächer, belastet von den corona-bedingten Restriktionen in Melbourne. Woolworth fielen um 1,7 Prozent, weil das Unternehmen vorübergehend wegen der Pandemie 22 Geschäfte schließen muss.

+++++ CREDIT +++++

Die Risikoprämien kommen unter Druck. Seit Beginn der Woche ist zu erkennen, dass der iTraxx Europe deutlich zurückkommt. Mit einem Wert von 56 notiert er auf dem niedrigsten Niveau seit Ende Februar. Ab diesen Zeitpunkt stiegen die Prämien unter dem Eindruck der Corona-Pandemie auf zwischenzeitlich 127 an. Ob das Niveau von Anfang des Jahres bei 42 in diesem Jahr noch zu erreichen ist, bleibt abzuwarten. Die immense Liquidität der Notenbanken sowie die weiter in den negativen Bereich fallenden Anleiherenditen sprechen für weiteren Druck auf den Prämien. Nachdem nun die Intesa Sanpaolo über 90 Prozent der UBI-Aktien angedient bekommen hat und einer Übernahme des kleineren Wettbewerbers somit nichts mehr im Wege steht, hat die Ratingagentur S&P erwartungsgemäß das Emittentenrating von UBI Banca von BBB- auf BBB angehoben und damit dem Rating von Intesa Sanpaolo angepasst.

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

August 05, 2020 07:17 ET ( 11:17 GMT)

DJ MIDDAY BRIEFING - Unternehmen und Märkte -2-

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 7.30 UHR +++++

Allianz gibt wegen Corona weiter keine Prognose für 2020

Höhere Schäden infolge der Corona-Pandemie haben der Allianz SE auch im zweiten Quartal 2020 einen spürbaren Gewinnrückgang beschert. So musste der Geschäftsbereich Schaden- und Unfallversicherung operativ einen prozentual zweistelligen Gewinnrückgang hinnehmen. Das Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft erwies sich als robust. Der Gewinnrückgang in diesem Geschäftsbereich war in erster Linie auf einen positiven Einmaleffekt im Vorjahr zurückzuführen. Im Asset Management wurden nach Abflüsse im ersten Quartal wieder Nettomittelzuflüsse verzeichnet. Eine Aktualisierung des im April zurückgezogenen Jahresausblicks wagt die Allianz aufgrund der anhaltenden Unsicherheit zwar weiterhin nicht.

Allianz-Tochter Pimco erzielt wieder Mittelzuflüsse

Die Allianz-Fondstochter Pimco hat im zweiten Quartal 2020 wieder Nettomittelzuflüsse verbucht. Wie aus der Analystenpräsentation der Allianz zu den Zahlen hervorgeht, hat Pimco 23 Milliarden Euro eingeworben. Im ersten Quartal hatten die Kunden 43 Milliarden Euro abgezogen. Bei Allianz Global Investors betrugen die Nettomittelzuflüsse im zweiten Quartal 3 Milliarden Euro.

BMW mit Milliardenverlust im Autogeschäft im 2. Quartal

Belastet von Werkschließungen und Kaufzurückhaltung infolge der Corona-Krise hat BMW im zweiten Quartal einen Milliardenverlust im Autogeschäft verzeichnet. Der Münchner DAX-Konzern bezifferte den operativen Fehlbetrag (EBIT) laut Mitteilung auf 1,554 Milliarden Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn von 1,469 Milliarden Euro angefallen war. Am Ausblick für 2020 hält BMW fest. Für den Konzern, ergab sich in den drei Monaten nach Steuern ein Minus von 212 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte BMW noch 1,48 Milliarden Euro verdient.

BMW: Absatz im Juli deutlich über Vorjahr

Bei BMW hat sich das Geschäft in den vergangenen Wochen nach dem Absatzeinbruch im zweiten Quartal spürbar erholt. Im Juli lag der Autoabsatz deutlich über Vorjahr, sagte CEO Oliver Zipse während einer Telefonkonferenz. Im zweiten Quartal waren die Verkäufe wegen der teils gesperrten Werke und geringen Nachfrage infolge der Corona-Pandemie um rund ein Viertel eingebrochen. Für das Gesamtjahr rechnet Konzern nach wie vor mit einem Absatzrückgang um mehr als 10 Prozent. Für das Premiumsegment dürfte das Minus 2020 branchenweit bei "knapp 20 Prozent" liegen, so Finanzvorstand Nicolas Peter zu Journalisten.

Conti macht 741 Millionen Euro Verlust im 2. Quartal

Continental hat im zweiten Quartal wie erwartet auch unter dem Strich einen hohen Verlust verzeichnet. Die geringere Nachfrage der Automobilhersteller infolge der Corona-Krise hat den DAX-Konzern massiv belastet. Den Nettoverlust bezifferte der Zulieferer bei Vorlage ausführlicher Quartalszahlen auf 741 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte der Konzern noch 485 Millionen Euro verdient. Das Unternehmen hatte bereits Ende Juli vorläufige Eckzahlen für das zweite Quartal vorgelegt.

Continental rechnet 2020 mit operativem Gewinn

Continental ist nach dem Verlust im zweiten Quartal für die kommenden Monaten vorsichtig optimistisch. Im dritten und vierten Quartal sollte das bereinigte operative Ergebnis wieder positiv sein, sagte Finanzvorstand Wolfgang Schäfer im Gespräch mit Dow Jones Newswires. Somit seien die Chancen für ein positives bereinigtes EBIT im Gesamtjahr gut. Im zweiten Quartal lag das bereinigtes EBIT wegen der Werksschließungen vieler Autohersteller und des Nachfragerückgangs bei minus 634 Millionen, im Halbjahr bei minus 202 Millionen Euro.

Conti: Chinesischer Markt auch im Juli (noch) stark

Der weltweit größte Automarkt hat sich nach dem massiven Dämpfer infolge der Corona-Pandemie zum Jahresstart nach Ansicht von Continental zuletzt weiter erholt. Im Juli war die Autoproduktion in China stark, sagte Conti-Finanzvorstand Wolfgang Schäfer im Gespräch mit Dow Jones Newswires. Im zweiten Quartal lag die Produktion rund 9 Prozent über Vorjahr. Für das dritte Quartal rechnet der Autozulieferer mit einer Produktion etwas unter Vorjahr in China. Es sei zuletzt etwas mehr produziert als abgesetzt worden, so Schäfer.

Deutsche Post verdient auch unterm Strich mehr - Prognose bestätigt

Die Deutsche Post hat im zweiten Quartal bei steigenden Umsätzen auch unter dem Strich mehr verdient - trotz Belastungen durch die Corona-Pandemie und für die Restrukturierung des Streetscooters. Der Umsatz stieg um 3,1 Prozent, wobei der Bereich Paket stark von der angezogenen Nachfrage im Online-Handel profitierte. Die im Juli mit der Prognose für 2020 veröffentlichten vorläufigen operativen Gewinn-Zahlen für das zweite Quartal übertraf der Bonner DAX-Konzern zumeist leicht. Die Ziele für 2020 und 2022 wurden bestätigt.

Deutsche-Post-CFO: Prognose 2020 "eher konservativ"

Die EBIT-Prognose der Deutschen Post für das Gesamtjahr ist "eher konservativ", sagte CFO Melanie Kreis in der Telefonkonferenz mit Journalisten. Allerdings sei die Situation noch "sehr volatil" in Bezug auf künftige Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das eigene Geschäft. Der DAX-Konzern peilt für 2020 einen operativen Gewinn vor Zinsen und Steuern zwischen 3,5 und 3,8 Milliarden Euro an. Darin enthalten sind weiter 700 Millionen Euro negative Einmalfaktoren für die Streetscooter-Neuausrichtung, die Prämienzahlungen für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen während der Corona-Pandemie und Sonderabschreibungen im zweiten Quartal durch die Lockdown-Maßnahmen.

RWE beliefert Bosch langfristig mit Solarstrom

Der Energieversorger RWE beliefert Bosch künftig mit Solarstrom. Die Lieferung umfasst eine Leistung von insgesamt 50 Megawatt, wie die RWE AG mitteilte. Den Strom beschaffe das Unternehmen aus mehreren neuen Anlagen in Süddeutschland, entwickelt von RWE und weiteren Anbietern. Der Beginn der ersten Lieferung erfolge kurzfristig, im Verlauf des Jahres 2021 sollen dann alle Solarparks in Betrieb sein. Geliefert wird der Solarstrom von der Tochter RWE Supply & Trading. Finanzielle Details wurden nicht genannt. Bosch will bereits Ende 2020 weltweit vollständig klimaneutral sein.

Vonovia peilt 2020 oberes Ende der FFO-Zielspanne an

Vonovia peilt nach zweistelligem Wachstum beim operativen Gewinn im ersten Halbjahr für das Gesamtjahr das Erreichen des oberen Endes der ausgegebenen Spanne an. Das FFO dürfte "wahrscheinlich am oberen Ende der Spanne" landen, stellte Vonovia-Chef Rolf Buch in der Telefonkonferenz in Aussicht. Vonovia visiert beim FFO eine Spanne von 1,275 bis 1,325 Milliarden Euro an, 2019 erreichte der Bochumer DAX-Konzern hier 1,219 Milliarden Euro. Vonovia peilt für 2020 eine Ausschüttungsquote von 70 Prozent des FFO an.

Commerzbank rechnet im Gesamtjahr mit einem Verlust

Eine wegen der Corona-Pandemie und des Ausfalls eines großen Kreditnehmers erhöhte Risikovorsorge hat der Commerzbank im zweiten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang beschert. Für das Gesamtjahr wird die Bank nun pessimistischer und geht trotz verschärfter Sparmaßnahmen unter dem Strich von einem Verlust aus. Die Bank rechnet damit, dass die Risikovorsorge in diesem Jahr 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro erreicht. Bislang war sie von 1,0 bis 1,4 Milliarden Euro ausgegangen nach 620 Millionen im Vorjahr. Um dem entgegenzuwirken, will die Commerzbank stärker als bisher an der Kostenschraube drehen. Die Kosten sollen nun inklusive IT-Investitionen unter dem Niveau des Vorjahres liegen. Bislang waren Kosten auf Vorjahreslevel angestrebt.

Commerzbank plant 2020 mit 200 Mio Euro Restrukturierungskosten

Die Commerzbank wird im laufenden Jahr voraussichtlich Restrukturierungskosten von 200 Millionen Euro im Zusammenhang mit dem Stellenabbau unter der laufenden Strategie "Commerzbank 5.0" buchen. Das kündigte Finanzvorständin Bettina Orlopp in einer Telefonkonferenz zu den Zahlen des zweiten Quartals an. Die Commerzbank veranschlagt für den geplanten Abbau von netto 2.300 Stellen rund 750 Millionen Euro. Eine erste Tranche von 101 Millionen Euro wurde bereits im vierten Quartal wegen eines vorgezogenen Altersteilzeitprogramms verbucht.

Ceconomy prüft europaweit Stellenabbau und Storeschließungen

Ceconomy, die Mutter von Media Markt und Saturn, prüft Restrukturierungspläne, die europaweit in den Landesgesellschaften zum Abbau von bis zu 3.500 Stellen und der Schließung defizitärer Stores führen könnten. Die Pläne könnten Kosten von knapp mehr als 100 Millionen Euro pro Jahr sparen, dafür wären einmalige Aufwendungen von rund 180 Millionen Euro erforderlich, teilte der Düsseldorfer Elektronikhandelskonzern mit.

Evotec vereinbart Zusammenarbeit mit Secarna

Das Biotechunternehmen Evotec SE und die Secarna Pharmaceuticals GmbH & Co. KG arbeiten künftig in der Erforschung und Entwicklung von auf Antisense-Oligonukleotiden basierten Therapeutika zusammen. Die Antisense-Therapie greift in die Genexpression von Zellen ein, um gezielt die Produktion von Proteinen zu verhindern, die den Fortschritt und die Entwicklung von Krankheiten begünstigen, wie Evotec mitteilte. Evotec und Secarna hätten ein erstes Programm definiert und würden nun eine Pipeline mit gemeinsamen Antisense-Oligonukleotid-Therapien aufbauen.

Kion vertreibt Lagerroboter aus Schanghai - Partnerschaft mit Quicktron

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

August 05, 2020 07:17 ET ( 11:17 GMT)

Der Gabelstaplerhersteller Kion geht eine strategische Partnerschaft mit dem noch jungen chinesischen Roboterhersteller Quicktron ein. Eine jetzt unterzeichnete Vereinbarung sieht vor, dass Kion die autonomen mobilen Roboter aus Schanghai weltweit vertreibt. Beabsichtigt ist überdies die gemeinsame Entwicklung mobiler Automatisierungslösungen mit Quicktron. Kion wird sich dazu mit weniger als 10 Prozent an der vor sechs Jahren gegründeten Firma beteiligen, die 400 Mitarbeiter beschäftigt. Zum Investitionsvolumen wurden keine Angaben gemacht.

Norma traut sich nach Quartalsverlust noch keine Prognose zu

Der Automobilzulieferer Norma hat im zweiten Quartal auch unter dem Strich einen Verlust geschrieben und traut sich noch keine Jahresprognose zu. Das herausfordernde Marktumfeld, insbesondere in der Automobilbranche, wurde durch die Corona-Pandemie zusätzlich verschärft. Zusätzlich belasteten die im Rahmen des Transformationsprogramms "Get on track" angefallenen Aufwendungen das operative Ergebnis. Der Periodenverlust in den Monaten April bis Juni belief sich auf 27,7 Millionen Euro oder 87 Cent je Aktie, nach einem Gewinn von 15,6 Millionen oder 49 Cent im Vorjahreszeitraum. Auf bereinigter Basis lag der Verlust bei 22,9 Millionen, nach einem Gewinn von 25,7 Millionen Euro. Der Umsatz ging organisch um 33,9 Prozent auf 191,5 Millionen Euro zurück, wie Norma bereits vor knapp drei Wochen mitgeteilt hatte. Das EBITA lag bei minus 22,5 Millionen Euro, nach plus 40,9 Millionen Euro im Vorjahresquartal.

Dialog Semiconductor setzt mehr um als erwartet - Gewinn sinkt

Dialog Semiconductor hat im zweiten Quartal die eigene Umsatzprognose übertroffen. Grund dafür sei eine stärker als erwartete Nachfrage nach Tablets, Notebooks und Wearables aufgrund des weltweiten Trends hin zum Arbeiten und Lernen von zu Hause, teilte das Unternehmen mit. Der Umsatz ging im Jahresvergleich zwar auf 302,3 (482) Millionen Dollar zurück. Dialog hatte einen Umsatz zwischen 260 und 290 Millionen Dollar in Aussicht gestellt. Das bereinigte Betriebsergebnis schrumpfte um 24 Prozent auf 62,4 Millionen Dollar. Das Konzernergebnis brach um 81 Prozent auf 32,4 Millionen Euro ein. Bereinigt lag der Rückgang bei 25 Prozent.

Pandemie-Belastungen drücken Gewinn der Hannover Rück

Die Corona-Pandemie hat das Ergebnis der Hannover Rück im zweiten Quartal deutlich und stärker als erwartet geschmälert. Der Rückversicherer hat weitere Rückstellungen von 380 Millionen Euro für Pandemie-Schäden vorgenommen, die sich damit im ersten Halbjahr auf 600 Millionen Euro summierten. Auf eine Aktualisierung des im April zurückgezogenen Ausblicks für das laufende Geschäftsjahr verzichtet der MDAX-Konzern. Der Nettogewinn sank im zweiten Quartal um 73 Prozent auf 101,5 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) erreichte 77 Millionen Euro nach 492 Millionen im Vorjahreszeitraum. Das Kapitalanlageergebnis ging um 31 Prozent auf 321 Millionen Euro zurück. Die Bruttoprämien wuchsen unterdessen um 16 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro. Die Schaden-Kosten-Quote in der Schaden-Unfall-Rückversicherung verschlechterte sich deutlich auf 104,8 Prozent nach 97,7 im Vorjahreszeitraum.

Hannover Rück kann spürbar höhere Preise durchsetzen

Der höhere Bedarf an Rückversicherungsschutz sowohl im Schaden- als auch im Personenbereich gibt den Preisen Auftrieb. Wie die Hannover Rück mitteilte, gab es in den Vertragsverhandlungen zum 1. April, zum 1. Juni und zum 1. Juli teils signifikanten Preis- und Konditionsverbesserungen im zweistelligen Prozentbereich.

Wacker Neuson sieht Umsatz und Marge 2020 "deutlich" unter Vorjahr

Die Wacker Neuson erwartet angesichts der nicht abschätzbaren Folgen der Covid-19-Pandemie auf die weltweite konjunkturelle Entwicklung sowie die eigenen Absatzmärkte und Lieferketten seine wesentlichen Steuerungsgrößen Umsatz und EBIT-Marge im laufenden Geschäftsjahr "deutlich unter den Werten des Vorjahres". Eine verlässliche, konkrete Prognose sei weiter nicht möglich, teilte der Hersteller von Baumaschinen und -geräten bei Vorlage der vollständigen Halbjahreszahlen mit.

Kuka rechnet nach schwachem Quartal 2020 mit Nachfragerückgang

Der Roboterbauer Kuka hat im zweiten Quartal die weltweite Rezession infolge der Corona-Krise zu spüren bekommen. Umsatz und Auftragseingang brachen ein und unter dem Strich stand ein herber Verlust. Auch für das Gesamtjahr rechnet Kuka mit einem Rückgang der Nachfrage und stellt für 2020 einen Umsatz deutlich unter dem Vorjahresniveau und eine negative EBIT-Marge in Aussicht. Die Folgen der Corona-Krise würden voraussichtlich noch lange zu spüren sein, teilte der Augsburger Konzern mit.

Biontech und Fosun starten China-Studie für Corona-Impfstoff

Die Mainzer Biontech SE kommt bei ihren Bemühungen um einen Covid-19-Impfstoff voran. Wie das in den USA börsennotierte Unternehmen mitteilte, hat die klinische Studie mit einem Impfstoffkandidaten in China begonnen. Sie wird gemeinsam mit dem chinesischen Partner Fosun Pharma durchgeführt.

Ahold Delhaize erhöht nach gutem Quartal Jahresprognose

Der niederländische Handelskonzern Ahold Delhaize hat mit seinem Gewinnwachstum im zweiten Quartal die Analystenprognosen übertroffen und den Ausblick auf das laufende Jahr erhöht. Dank einer "beispiellosen" Nachfrage der Kunden habe sich der Nettogewinn im Quartal auf 693 Millionen Euro mehr als verdoppelt, teilte das Unternehmen mit. Analysten hatten Ahold nur 404 Millionen Euro zugetraut. Bereinigt um Sondereffekte legte das Ergebnis je Aktie auf 65 Cent von 35 Cent vor Jahresfrist zu. Ahold traut sich nun zu, im laufenden Jahr den bereinigten Gewinn um über 20 Prozent steigern zu können. Bislang hatte der Konzern hier nur eine mittlere einstellige Rate in Aussicht gestellt.

Intesa drängt die restlichen UBI-Aktionäre aus dem Unternehmen

Die italienische Bank Intesa Sanpaolo will die Minderheitsaktionäre der mehrheitlich gekauften Unione di Banche Italiane SpA (UBI) aus dem Unternehmen drängen. Dafür will Intesa 397,5 Millionen Euro aufwenden, wie das Geldhaus mitteilte. Die UBI-Aktionäre sollen genauso viel erhalten, wie diejenigen, die ihre Papiere im Rahmen des Übernahmeangebots angedient hatten. Das sind jeweils 1,7 Intesa-Aktien plus 57 Cent in bar. Die Minderheitsaktionäre von UBI halten noch 9,8 Prozent an der Bank.

Telecom Italia mit Umsatz- und Gewinneinbruch im zweiten Quartal

Telecom Italia hat im zweiten Quartal einen Einbruch bei Umsatz und Gewinn verbucht. Der Nettogewinn sank auf 118 Millionen von 386 Millionen im Vorjahresquartal, wie der Telekomkonzern mitteilte. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank auf 509 Millionen von 1,2 Milliarden Euro, während der Umsatz auf 3,8 Milliarden von 4,52 Milliarden Euro sank. Die Service-Umsätze wurden durch die Folgen der Coronavirus-Krise sowie durch die Straffung ihres Produktportfolios beeinträchtigt.

Vattenfall beliefert Bosch mit Solarstrom

Der schwedische Energieversorger Vattenfall beliefert künftig Bosch mit Solarstrom aus Mecklenburg-Vorpommern. Der Vertrag läuft über zwölf Jahre, wie Vattenfall mitteilte. Der Strom kommt aus einem Freiflächen-Solarpark mit einer Leistung von 10 Megawatt, den der Konzern derzeit an der Autobahn A19 nahe des Dreiecks Wittstock-Dosse in Brandenburg ohne staatliche Förderung plant. Die Inbetriebnahme ist Anfang des kommenden Jahres geplant, der Lieferbeginn im ersten Quartal 2021. Bosch will weltweit ab Ende 2020 klimaneutral sein.

Voestalpine schreibt rote Zahlen zum Jahresauftakt - Prognose steht

Ein massiver Nachfrageinbruch in nahezu allen Abnehmerbranchen hat Voestalpine zu Beginn des neuen Geschäftsjahres 2020/21 in die Verlustzone gedrückt. Ein Minus von 70 Millionen Euro stand in den Monaten April bis Juni bei dem österreichischen Stahlkonzern nach Steuern laut eigenen Angaben zu Buche - nach 90 Millionen Euro Gewinn im Vorjahr. Der Umsatz sank um 900 Millionen oder 28 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Der Einbruch der Nachfrage ließ auch die Stahlpreise sinken - zugleich gaben die Erzpreise wegen der guten Stahlkonjunktur in China nicht nach. Das wirkte sich zusätzlich negativ auf das Ergebnis aus.

SpaceX testet erfolgreich Prototyp einer Mars-Rakete

Das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX hat erfolgreich den Prototyp einer Mars-Rakete getestet. Auf mehreren Websites von Weltraumexperten waren am Dienstag Aufnahmen des Testflugs im texanischen Boca Chica zu sehen: Der Prototyp SN5 stieg dabei innerhalb von weniger als einer Minute in die Höhe und landete anschließend sicher wieder auf dem Boden.




Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/flf

END) Dow Jones Newswires

August 05, 2020 07:17 ET ( 11:17 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

Im Artikel erwähnt...

DAX ®
DAX ® - Performance (3 Monate) 13.873,97 -0,24%
PKT -32,70
Porträt - Chart - Indexzusammensetzung
Tops Kurs %
Siemens AG 132,80 +7,27%
Volkswagen Vz. 165,08 +1,88%
Delivery Hero SE 137,20 +0,99%
Fresenius Medical Care 69,22 +0,67%
Beiersdorf 91,42 +0,46%
Flops
Infineon Technologies 34,64 -2,42%
adidas AG 278,00 -2,49%
HeidelbergCement 64,62 -2,50%
Continental 118,55 -2,51%
Deutsche Bank 8,90 -2,84%
Nachrichten

15:00
Société Générale
Starten Sie mit unserem Webinar gut gerüstet in die neue Börsenwoche DAX ® 13.873,97 -0,24%
09:20 Corona-Mutationen bremsen Euphorie: Verebbt der Schwung von DAX und Co? MDAX® (Performance) 31.635,51 -0,36%
08:52 Wochenausblick: Corona-Mutationen bremsen DAX DAX ® 13.873,97 -0,24%
Weitere Wertpapiere...
BTC/EUR 26.234,6100 -4,28%
EUR -1.173,0200
BTC/USD 31.916,7450 -4,33%
USD -1.446,0000

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Wie, glauben Sie, wird der DAX am Ende dieser Woche - KW 04 - stehen?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen