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MIDDAY BRIEFING - Unternehmen und Märkte

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 7 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Der Markt-Überblick am Mittag, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:




+++++ AKTIENMÄRKTE (13.24 Uhr) +++++


INDEX Stand +-% +-% YTD
S&P-500-Future 3.317,25 -0,27% +2,59%
Euro-Stoxx-50 3.236,16 -0,99% -13,59%
Stoxx-50 2.941,00 -1,01% -13,58%
DAX 12.560,82 -0,79% -5,19%
FTSE 5.984,53 -1,97% -19,06%
CAC 4.880,77 -1,07% -18,36%
Nikkei-225 22.418,15 -0,43% -5,24%
EUREX Stand +/- Punkte
Bund-Future 177,65% 0,55


+++++ ROHSTOFFMÄRKTE +++++


ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 41,86 42,19 -0,8% -0,33 -27,5%
Brent/ICE 44,98 45,17 -0,4% -0,19 -27,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 2.051,82 2.040,00 +0,6% +11,82 +35,2%
Silber (Spot) 27,98 27,03 +3,5% +0,96 +56,8%
Platin (Spot) 974,38 969,75 +0,5% +4,63 +1,0%
Kupfer-Future 2,90 2,91 -0,6% -0,02 +2,7%


+++++ AUSBLICK AKTIEN USA +++++

Nachdem die ADP-Arbeitsmarktdaten am Vortag eine herbe Enttäuschung geliefert haben, warten Anleger an der Wall Street am Donnerstag gespannt auf die wöchentlichen Daten zum US-Arbeitsmarkt. Diese werden noch vor der Startglocke veröffentlicht. Bis dahin dürfte nicht viel passieren. Die schwache Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ist ein Alarmzeichen und signalisiert eher keine schnelle Konjunkturerholung. Die weiterhin sehr hohen Fallzahlen bei Neuinfektionen und regional wieder verschärfte Abriegelungsmaßnahmen in den USA bremsen die Einstellungsbereitschaft erkennbar. Daher kommt der Verlängerung der Coronahilfen eine wichtige Bedeutung zu. Doch noch immer konnten sich Republikaner und Demokraten im Kongress nicht einigen. Händler sehen Rückschlagsrisiken für den Aktienmarkt. Unterdessen geht der US-chinesische Dauerzwist in eine weitere Runde: US-Außenminister Mike Pompeo forderte US-Firmen auf, ihre Apps und Anwendungen von Mobiltelefonen des chinesischen Herstellers Huawei fernzuhalten. Zudem sollten US-Unternehmen keine sensiblen Daten in Clouds und Datenzentren der chinesischen Anbieter Tencent, Alibaba und Baidu parken.

Der Festplattenhersteller Western Digital hat nach einem guten Schlussquartal mit schwachen Aussichten für den Auftakt des neuen Geschäftsjahres enttäuscht. Die Aktie stürzt im vorbörslichen Handel um 11,1 Prozent ab.

Metlife-Aktien geben 4,5 Prozent nach, weil der Versicherer mit seinen Zweitquartalsgewinn hinter den Prognosen geblieben ist.

Dagegen geht es mit Zynga um 3,2 Prozent nach oben. Der Produzent von Mobilspielen hat seine Jahresziele angehoben, nachdem bedingt durch die Corona-Pandemie das Bedürfnis nach Spielen zugenommen hat.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

Folgende Unternehmen veröffentlichen im weiteren Tagesverlauf Geschäftszahlen:

22:05 US/T-Mobile US Inc, Ergebnis 2Q

22:05 US/Uber Technologies Inc, Ergebnis 2Q

22:45 US/News Corp Ltd, Ergebnis 4Q

Im Laufe des Tages:

- IT/Banca Monte dei Paschi di Siena SpA (MPS), Ergebnis 2Q

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR ++++++


- US
14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
PROGNOSE: 1.423.000
zuvor: 1.434.000


+++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

Die höheren Kurse im frühen Handel wurden schnell dazu genutzt, Positionen abzubauen. Von richtigem Abgabedruck ist bisher allerdings nicht die Rede. In den USA wird weiterhin auf die fehlende Einigung der US-Politik auf ein neues Konjunkturpaket gewartet. Die Augen sind auf die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe gerichtet. Als "faustdicke Überraschung" bezeichnet Martin Moryson, Chefvolkswirt der DWS für Europa, die Auftragseingänge der deutschen Industrie im Juni. Sie hätten um mehr als ein Viertel gegenüber dem Vormonat zugelegt. Positiv überrascht hat Siemens: Die Zahlen sind überall deutlich über den Schätzungen ausgefallen und treiben die Aktien um 2,4 Prozent nach oben. Adidas ziehen um 3,7 Prozent an. Umsatz und Bruttomarge liegen laut RBC über den Erwartungen. Mit Henkel und Beiersdorf haben hingegen gleich zwei defensive Konsumwerte enttäuscht und fallen um 1,1 bzw. 3,8 Prozent. Bei Merck KGaA geht es 1,5 Prozent abwärts. Hier lag der Nettogewinn unter Erwartung. Munich Re reagieren auf die Quartalszahlen mit Abgaben von 4,4 Prozent. Für die Analysten der Citi belastet die Unsicherheit um künftige Verluste aus der Covid-19-Pandemie ebenso wie die schwächere Solvabilität. Lufthansa geben nach anfänglichen Gewinnen 1,6 Prozent nach. Wegen der Covid-19-Pandemie verzeichnete die Fluggesellschaft einen starken Umsatz- und Ergebniseinbruch. Die Zahlen von Credit Agricole (minus 1 Prozent) und ING (plus 5,3 Prozent) stoßen auf unterschiedliche Resonanz. Bei Pirelli sind die Zahlen unter den Erwartungen ausgefallen. Die Aktie verliert 2,8 Prozent. Der Dividendenausfall von Glencore drückt auf den gesamten Minensektor. Rio Tinto verlieren 4,9 Prozent, BHP 0,8 Prozent, Anglo American 2,3 Prozent und Glencore 5,6 Prozent.

+++++ DEVISEN +++++


DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:03 Uhr Mi, 17:42 h % YTD
EUR/USD 1,1847 -0,15% 1,1883 1,1900 +5,6%
EUR/JPY 124,95 -0,26% 125,37 125,47 +2,5%
EUR/CHF 1,0764 -0,11% 1,0794 1,0775 -0,8%
EUR/GBP 0,8991 -0,57% 0,9046 0,9058 +6,2%
USD/JPY 105,47 -0,12% 105,52 105,45 -3,0%
GBP/USD 1,3176 +0,42% 1,3144 1,3137 -0,6%
USD/CNH (Offshore) 6,9501 +0,09% 6,9394 6,9347 -0,2%
Bitcoin
BTC/USD 11.718,26 -0,49% 11.613,26 11.672,89 +62,5%


+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

Die Anleger an den Börsen hatten am Donnerstag stützende und belastende Faktoren zu verarbeiten. Dementsprechend tendierten die Leitindizes uneinheitlich und schwankten zum Teil auch zwischen Gewinnen und Verlusten. Zu den treibenden Impulsen gehörten die starken Vorlagen der US-Börsen, wo der Nasdaq-Composite erstmals überhaupt die 11.000-Punkte-Marke geknackt hat. Vor allem die Hoffnung auf ein bevorstehendes frisches Stimulus-Paket in den USA ließ die Anleger bei Aktien zugreifen, und auch an einigen der asiatisch-australischen Märkte wie Hongkong, Seoul oder Sydney wurde diese Perspektive zum Anlass für Käufe genommen. Andererseits neigten viele Anleger nach den jüngsten Aufschlägen zu Gewinnmitnahmen. Belastend war zudem die Verschlechterung der Beziehungen zwischen den USA und China. US-Gesundheitsminister Alex Azar will Taiwan besuchen, was von Peking als massiver Affront gesehen wird. Am japanischen Markt wurde der weiter zur Schwäche neigende Dollar angesichts der Exportabhängigkeit des Landes als Hypothek gesehen. Toyota rückten um 2,3 Prozent vor. Analysten hatten bei den Zahlen Schlimmeres befürchtet. In Hongkong hat der Markt deutlich ins Minus gedreht. Hier wie in Schanghai lastete die Unsicherheit wegen der chinesisch-amerikanischen Spannungen. In Südkorea folgten die Investoren dagegen eindeutig den US-Vorgaben. Trotz seiner jüngsten Superrally zeigt Gold keine Ermüdungserscheinungen. Der Preis für die Feinunze notierte mit rund 2.049 Dollar über dem Niveau vom späten Mittwoch. Am Vortag hatte der Preis ein neues Allzeithoch bei knapp 2.056 Dollar markiert. Geopolitische Unsicherheiten und die Corona-Pandemie treiben den Preis ebenso wie Niedrigzinsen und der schwächelnde Dollar.

+++++ CREDIT +++++

Kaum verändert zeigen sich die Risikoprämien gegen den Ausfall europäischer Staats- und Unternehmensanleihen. Mit dem aktuellen Niveau der CDS-Indizes könne man gut leben, heißt es im Handel. Die Augen seien auf die Berichtssaison gerichtet; ordentliche Quartalszahlen wie am Donnerstag bei ING oder Credit Agricole würden nur für marginale Änderungen bei den Unternehmens-CDS sorgen. Dies zeige, dass der Markt richtig gepreist sei. Das zweite Quartal zeige sich bislang als ein starkes Quartal bei den Kapitalmarktumsätzen der europäischen Banken, heißt es dazu von DBRS Morningstar. Die dort erzielten Umsätze würden den Druck aus der Niedrigzinsumgebung kompensieren. Dazu gingen nun auch die Kreditrückstellungen gegenüber dem ersten Quartal zurück, was positiv sei.

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 7.30 UHR +++++

Adidas schreibt rote Zahlen im Quartal - kein Ausblick

Adidas ist im zweiten Quartal inmitten coronabedingt geschlossener Geschäfte und Produktionsbetriebe operativ und nach Steuern in die roten Zahlen gerutscht. Eine Prognose für das Gesamtjahr, die die Corona-Auswirkungen auf das eigene Geschäft berücksichtigt, traut sich der Sportartikelhersteller immer noch nicht zu. Im Quartal verbuchte der DAX-Konzern einen operativen Verlust von 333 Millionen Euro, darin enthalten sind coronabedingte Kosten von 250 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte der Gewinn 643 Millionen Euro betragen. Der Nachsteuerverlust betrug 306 Millionen Euro im fortgeführten Geschäft, nach einem Gewinn von 462 Millionen Euro im zweiten Quartal 2019. Der Umsatz ging auf 3,579 Milliarden Euro zurück von 5,509 Milliarden, nominal ein Minus von 35 Prozent, währungsbereinigt von 34 Prozent.

Adidas erwartet nach rotem 2Q operativen Gewinn in 3Q

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

August 06, 2020 07:38 ET ( 11:38 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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DAX ®
DAX ® - Performance (3 Monate) 12.870,87 +3,22%
PKT +401,67
Porträt - Chart - Indexzusammensetzung
Tops Kurs %
Deutsche Bank 7,27 +7,35%
BASF 51,82 +4,62%
BMW St. 61,73 +4,52%
MTU Aero Engines AG 142,00 +4,26%
HeidelbergCement 52,16 +4,20%
Flops
Delivery Hero SE 97,32 +0,52%
Deutsche Wohnen SE 42,41 +0,05%
SIEMENS ENERGY AG NA O.N. 21,21 ±0,00%
RWE St. 31,37 -0,03%
Siemens AG 109,96 -1,54%
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